Recent Developments - Chauvis allenthalben
So, bevor's als Schaulustiger zum Vortrag von Belafonte (falls es etwas zu erzählen gibt natürlich später mehr dazu) geht, noch ein Update zu den letzten Tagen:
Freitag: Morgens Führung über den Campus mit dem Fuqua-Verantwortlichen. Nun kenn ich' die saumässig vielen Gelegenheiten um sich auf dem Campus zu verpflegen. Neben Orten um Sandwiches zu kaufen gibt's da glaub' ich sogar noch Sandwiches. Und Sandwiches. Die Burger nicht zu vergessen. Gut, Mexikanisches und dergleichen hat's glaub auch noch drunter - und die "Duke Hairdressers", Mom!!!!!!!
Mittags dann eine "Shopping Frenzy" Tour im Duke Store - weder Gläser, Tassen, noch Pullis, Shörts etc. waren vor mir sicher. Und wenn man sich nicht zwischen 2 Caps entscheiden kann nimmt man halt einfach beide - nun bin ich jedenfalls ready fürs Spiel am Mittwoch (und Mitansteher inkl. dem Fuqua-Verantwortlichen hab' ich provisorisch auch schon rekrutiert).
Nachmittags habe ich mir dann meine Pre-Readings/Assignments besorgt. Ist bis Donnerstag alles locker machbar, jedoch wird's lustig ständig irgendwelche Assignments abgeben zu müssen, all nighters at the horizon. Biotech ist zwar interessant, aber da war ich bei Projekten für gewisse Firmen eigentlich schon fast "fortschrittlicher" unterwegs. Andere Texte sind demgegenüber schon ziemlich "basic" (was sind Normen, Gesetze, Standards? Pfft, HSG Jus1...) Zu den Fächern dann mehr wenn ich mal da war.
Abends dann "Welcome Party" im International House. Leider ging der Wein relativ schnell aus und auch aus dem "Dort Dinner essen" wurde mangels massiven Cracker-Nachschubs nichts. Immerhin war mein Flatmate auch dabei und stellt mich seinen Kollegen jeweils standardmässig mit "that's my flatmate - you know, the one who talks to me" vor. Ich habe ihn schon gefragt wie intensiv er denn den Joke geübt habe. "Shut up, you loved that one!" - hat er nicht Unrecht.
Später ging's dann mit einer Meute Fuqua Exchange Students noch in eine eigentlich noch relativ coole nahe gelegene Bar. Dort trafen wir dann einen obercoolen der "Mentors" von Fuqua und hatten zum Glück auch seinen "Mentee" dabei. Besagter Mentor (eine Grieche der sehr "verlebt" aussieht, auch so spricht und sich verhält - hoffentlich ist der nicht so alt wie er aussieht) hatte gerade Offers von Lehman Brothers und einer anderen Investment Bank (wem auch immer) erhalten und war dementsprechend in Feier- und Spendierlaune. Das Bier und Tequila (ohne Salz und Limette...) flossen dementsprechend reichlich. Der werte Alexis hat mich nun so richtig lieb, aufgrund folgender Konversation:
Him: "Who's in for Tequila?"
Me: "Hm......"
Him: "Nobody forces anyone, if you guys don't want to...."
Me: "Are you kidding? Stop talking' and complainin' and bring it on!"
Him: "Aaaaaaa - my Swiss friend!"
Den Sprüche-Award (auch wenn die nicht ganz frisch waren....) holte sich an jenem Abend Ajah ab. Er studier mit "Tintin" (einem verwirrten und sehr nerdigen Chinesen) in Südafrika, kommt aber eigentlich aus Botswana, ist 30 und seine Frau wirft im Juni zum zweiten Mal. No. 1: "I can check the menu, but not taste the dishes". (Er hat dann doch etwas gegessen, aber das bezog sich wohl auf etwas anderes....). No 2: an uns gewandt und auf diverse Damen zeigend: "You gonna miss 100% of strikes you don't take!"
Schon 1 Jahr an Fuqua ist Greg, welcher bei den Undergrads auf dem East Campus für die Ordnung zuständig ist und dem der Chauvinismus und Machismo auch nicht fern liegen. Wir haben uns jedenfalls grosszügig für eine Inspektionstour zur Verfügung gestellt...
Auch dabei waren Lee und Taha (beide London School of Economics) und Jacob aus Stockholm. Diese haben mittlerweile eine "fancy" Wohnung gemietet, welche ziemlich beeindruckend ist, schon fast Loft-Style. Zudem haben sie ein eigenes Auto und Taha pflegt nicht zu trinken - was Wunder also dass ich mich mit denen gut verstehe (nicht trink- sondern transporttechnisch...).
Samstag: Mit oben letztgenannten Jungs ging's auf eine Shopping Tour. Startend um 11 waren wir erst gegen 19 Uhr wieder zu Hause. Neben Trips zu SuperTarget (Velo, Helm, Schloss), Cingular (Mobile - wo Taha als Übersetzer für einen mexikanischen Gangster der kein Englisch konnte einsprang) und Taco Bell verbrachten wir v.a. viel Zeit im WalMart (Mikrofon, Nachttischlampe etc.), waren dann aber abends dermassen kaputt dass der Ausflug nach Chapel Hill (dort wo die UNC ist und mehr abgehen soll, v.a. Donnerstags und Samstags) vorerst verschoben wurde. Zudem muss Driver Taha auch noch einen Essay verfassen. Naja, jedenfalls hab' ich somit schon eine (erste) potentielle Transport-Crew gefunden und die Jungs sind auch höchst amüsant. So stellte ich erstaunt fest, wie viel Grünzeug der werte Taha einkaufte und machte ihm den Vorwurf, das sei doch kein echter Austausch wenn man sich den lokalen Gepflogenheiten nicht anpasse. Die Entgegnung, (be)kochen sei eben immer noch einfacher als tanzen hat mich dann aber doch überzeugt. Muss mir irgendwo ein Kochbuch besorgen.


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