Dasch der Ort für dä Saich won em Tülli halt grad eso in Sinn kunnt

08 Februar 2006

Supa-Dupa Bowl

Wie im letzten Post angekündigt ging's Samstags in den Ausgang. Nach dem obligaten Besuch im Martini's ging's zu (unserer) Premiere ins "Player's" - eine Disco welche ihrem Namen durchaus gerecht wurde. Am Start waren ich, Lee, Mattias (dieses Mal als Fahrer - verglichen mit seinen Skillz kann man mich durchaus als absoluten Spitzenfahrer bezeichnen, aber jetzt ist Taha ja zurück. Hätte er einen TKKG-Pulli wäre er zudem eine ziemlich gelungene Kopie von Nico inkl. Hände-Reiben.) und "Opa" AJ (der weise alte Mann mit den abgedroschenen Chauvi-Sprüchen).
Letzterer hatte dann auch nicht gross Lust, im Players ein zweites Mal anzustehen und versorgte uns mit je zwei Flaschen Bier (bzw. dem was die hier halt so dafür halten). Dies sollte sich noch als verheerend herausstellen und zwar nicht bzw. nicht in erster Linie der Alkmenge sondern logistiktechnischen Überlegungen wegen. Als der Verfasser dieser Zeilen nämlich auf der Tanzfläche einer heimtückischen Arschkneif- und Rubbelattacke irgendeines offensichtlig ääääääusserst primitiven (und bei der Auswahl scheinbar extremstens verzweifelten) Geschöpfes ausgesetzt war, verhinderte diese Konstellation nämlich jede Form von Reaktion whatsoever. Ich suche nun weitere Mitglieder für meinen maskulinistischen Verein gegen die Ausbeutung des männlichen Geschlechts - es kann nicht angehen, dass solch hochanständige Persönlichkeiten wie meine Wenigkeit als williges Stück Fleisch betrachtet werden und ihr Drang zum Bier von notgeilen Weibern derart schamlos ausgenutzt wird!
Item, einen lauten Lacher meinerseits gab's dann zum Abschluss auch noch. Lee wollte noch kurz seiner "Eroberung" vom Donnerstag hallo sagen. Also Auto abgestellt, und, von AJ begleitet, rasch in einem Schnellimbiss in welchem sich die ominöse Person aufhalten sollte vorbeigeschaut. Wenig später kommt ein völlig geschockter AJ zurück (aufmerksame Leser dieser Rubrik werden das nun verstehen) und meint: "Man, that guy Lee, he's not swinging in the rough, he's far out somewhere in the jungle!". Es dauerte nicht lange, da steigt auch ein völlig verstörter Lee ein und zeigt sich ob meiner diplomatischen Fähigkeiten bzgl. Beurteilung beeindruckt. Dabei war's doch an jenem Abend gar nicht dunkel. Ach ja, gemäss AJ bin ych übrigens "cool as a cucumber".

Sonntag: Vorlesung, Super Bowl.

Montag: Falls da was Spezielles bzw. Erzählenswartes passiert ist hab' ich's vergessen. Die obligaten Quesadillas inkl. Sünnele waren jedenfalls einmal mehr köstlich.

Dienstag: Neben 4h Vorlesung hauptsächlich für Arbeit am Vortrag in "Lobbying for Congress" aufgewendet. Es geht darum, den Leuten die Debatte um "Term Limits" näher zu bringen, und dazu werden wir eine Art Super Bowl Berichterstattung inkl. Pre-Game und Half-Time Show aufbauen. Also haben wir einige Reden, Werbespots von Interest Groups und Interviews gespielt und auf Video aufgenommen, welche wir dann als 4er-Team im "Studio" kommentieren und analysieren können. Ich spiele dabei den "Coach" der Demokraten, Dick Gephardt (ja, die Debatte ist offensichtlich nicht unbedingt topaktuell). Irgendeiner hatte dann die Eingebung, dass dem siegreichen Coach ja denn jeweils der grosse Gatorade Kübel mit dem Eiswasser drin in den Nacken geleert wird. Was nun kommt könnt ihr euch selber denken - man, those guys had a heck of a laaaaaugh und ich mein neues Hobby gefunden: vor Basketballspielen durchnässt werden. Ich muss natürlich schauen, dass ich von Werbespots und Schlussinterview Kopien kriege - die ganze Sache ist einfach sensationall gut. Best Vortrag ever - schlägt mein am gleichen Tag zu haltende Einführung in das politische System der Schweiz knapp. Schlichtweg weil den "Schweden-Gag" eh keine Sau checkt, aber hauptsache ich hab' meinen Spass dabei.
Abends dann Übertragung des Spiels gg. den lokalen Erzfeind der University of North Carolina @Fuqua inkl. Free Food und dem grässlichen Bierzeugs. Früh in der zweiten Halbzeit geht man mit 17 Punkten in Führung. Dem gegnerischen Coach platzt der Kragen, er wechselt die komplette starting five aus. Tülli denkt sich: okay, let's go for +20. Denkste, plötzlich liegt UNC mit 5 Punkten vorne. Am Schluss hat man's dann trotz weiteren haarsträubenden Fehlern dank Scharfschütze JJ Redick doch noch geschafft. Welch ein historisches Game - und auswärts gewonnen!

Morgen startet zudem der Vorverkauf für ein Konzert in der Basketball-Halle im April feat. FRANZ FERDINAND!