Good ol' days - classic!
Was macht man nach knapp 4h Schlaf und 2h Uni, wenn man körperlich und mental nicht in der Verfassung ist etwas Gescheites zu tun und eh schon ziemlich alles universitär zu Erledigende fertig ist? Natürlich den Blog updaten!
Dieser Eintrag sei einem absolut legendären Ausgang gewidmet - ein Abend, der vor lauter kultigen Momenten nur so strotzte. Just great. February 23rd 2006 - a day that will live in infamy.
Nun denn, Donnerstag geht man natürlich nach Chapel Hill. AJ (welcher nur diesen Term hier ist) hat eine Mission: in den verbleibenden Tagen noch möglichst viel ausgehen und dabei möglichst viel für uns Jungs ausgeben (wirklich schwierig ihn vom Zahlen abzubringen - ICH hab's noch nicht geschafft...). So ging er mit 2 Leuten welche ihn zum Essen einluden schon vorher hin, was den Transportengpass merklich besserte. Wir erhielten dann SMS im Stil: "Come to Players - private party, free beer, just say you're from UNC!" Für einen echten Blue Devil wie mich kommt so etwas natürlich nicht in Frage, was dann zu höchst philosophischen Diskussionen (während wir uns eine "Ballschlacht" in der Wohnung lieferten) mit Chad führte, ob Bier dieses Opfer wert sei.
So gegen 10 holte mich dann unser Mobil ab, wobei da plötzlich ein Frauchen aus dem Auto sprang und sich als Kollegin von Lee vorstelle, während sie darauf bestand, dass ich ihren Platz auf dem Beifahrersitz einnehme. Das hysterische Gequäke dieser Waliserin (NICHT Wallis(s)erin...) hab' ich dann dem Alkohol zugeschrieben (und ihre Euphorie mich zu sehen natürlich meiner beeindruckenden Erscheinung), wobei ihre lauthals vorgetragenen Sing Alongs von Clarkson bis Bedingfield (was DJ Tülli halt gerade so im Radio fand...) wohl deutlich in die Kategorie "Leider nein" gehören. Man enterte dann das Players und nur Lee gab sich als UNC'ler aus, da dann ja klar war, dass wir zu ihm gehören. Uff. Drinnen waren dann gemäss dem Motto alle auf 80er getrimmt (Beastie Boys mässige Schnurrbärte bis zu Olivia Newton-John mässigen Stirnbändern). Natürlich alle bis auf uns, was natürlich schon mal geschickt ist, wenn man eh schon an einer Party ist, auf die man nicht gehört (Es war scheinbar irgendwie der xte Jahrestag eines Päärchens und was für die UNC-MBA'ler. Whatever, I don't care...). Lee war dann der amüsanten Meinung, meine Aufmachung gehe schon als 80er durch. I kinda agree. War dann zwar lustig, aber weil im Lucy's ja auch 80er liefen musste man ja fast weiterziehen.
Dort war's dann natürlich auch sauglatt. Man I just luuuuuv that sound. Lee hatte ja dort auch mit seiner neusten Eroberung abgemacht und wir sind immer noch höchst beeindruckt ob seiner massiven Verbesserung um ca. 24.6 Level (being serious here). Er stellte uns dann alle vor, wobei mein bragging 'bout my GMAT Score (der Durchschnitt hier ist einfach unter aller Sau, tz, 701 oder sowas armseliges...) sich als Bumerang erweist, da er das gerne in mein "Portrait" einzuflechten pflegt - boooooring, aber selber schuld. Es entwickelte sich dann folgende Diskussion mit der Dame:
"What do people in Switzerland actually do, like, in their spare time and when going out?"
"We mostly drill the holes in the cheese, and if there's time left we tend to just walk around with foundue sets on our heads. Its kinda fun."
"Oh yeah, that's what the army knives are there for, right?!"
"Exactly. You sure know a lot about my country."
Die Waliserin war dann völlig begeistert von der Ausgangsszene hier, was einen nachdenklich stimmt, da sie an der Columbia studiert. Die Männer hier seien einfach viel besser, was eigentlich auch erklärt weshalb ich hier bin und andere lieber - an die Columbia gehen. Ich habe nun vollstes Verständnis für eure Prioritäten Jungs, nicht jeder hat die Eier sich im harten Konkurrenzumfeld zu betätigen. ;-)
Auch die treue Leserschaft in Form der "Neeeee, iiiiiich geh' heute bestimmt nicht aus"-UNC-Frau machte ihre Aufwartung. (You were sooooooooo drunk und ich hab' kein Wort verstanden, aber amusement at its best anyway). Unsere Gruppe von ca. 8 Leuten fühlte sich dann dazu ermächtigt, mir ein Geburtstagsständchen zu singen und zeigenderweise laut "No way, IT'S HIS BIRTHDAY!!!!" zu schreien, obwohl alle wussten, dass wir dann erst an einem späteren Samstag diesen feierlichen Akt zu zelebrieren haben. Die Wirkung in Form eines äusserst peinlich berührten und wild mit den Armen um sich fuchtelnden Schreibers wurde auch nicht verfehlt.
Man ging dann nochmal ins Players, wo mittlerweile keine 80ies sondern der übliche Gangsta-Sound und das übliche etwas zwielichtige (men) bzw. notgeile (wo-men) Gangsta-Volk anzutreffen war. Ich hatte dann eine harte Zeit, AJ davon zu überzeugen, dass ich nicht vorhabe, bei "Survivor" (Abenteuer Robinson...) mitzumachen und insofern nicht an "swinging in the jungle" interessiert sei. Er glaubt aber immer noch, hier seine Berufung (also eine schier unlösbare Aufgabe ist es sicher) gefunden zu haben: "Okay, tomorrow I'm gonna find you some nice ones" (DIE Steigerung dürfte nicht allzu schwierig sein, aber ich glaube ich muss dennoch an der Geschwindigkeit und der Qualität meiner Versteck- und Tarntechniken feilen). Weil seine Fahrerin schon gegangen war hatten wir dann auch eine very "cosy" Heimfahrt, aber immerhin musste niemand in den Kofferraum.
A night to remember.
Als Ergänzung noch eines meiner favourite qoutes so far. Biotech-Patent-Anwalt: "We lawyers have a saying which goes: God bless the guy who hates my clients".
Als Ergänzung zum letzten Eintrag: am letzten Frauenspiel wurde die Hymne von einem "Star" intoniert: Chubby Checker ("The Twist"), welcher der Vater einer der 3 Spielerinnen im Senior-Jahr (=letztes Heimspiel) ist. Wow....


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