Dasch der Ort für dä Saich won em Tülli halt grad eso in Sinn kunnt

27 März 2006

Miami aka "Nip/Tuck my Ride"

"Babbe"/"Papa Bear" verbrachte 5 Tage in Miami, auf dass die Fraktion, welche ständig auf einen Besuch am Spring Break drängelte endlich Ruhe geben möge und man selbst sich von der Uni erholen konnte während diese eigentlich erst/schon wieder anfing. Im Stile einer Weisheit (Frisch?) über ausländische Mitbürger lässt sich im Vorneherein festhalten: Sie erwarteten primitive Blödelveranstaltungen und kamen an sehr edle Parties. Doch statt gleich zu Beginn zu resümieren wollen wir die Tage einmal mehr chronologisch Revue passieren lassen. So muss man sich schliesslich weniger strukturelle Gedanken machen (wobei das einem wahren MASTER seines Faches ja nicht schwer fallen sollte) und erinnert sich vielleicht gar etwas besser.

Mittwoch: Um 3.30 aus dem Schlaf gerissen um den Flug um 6 auch ja nicht zu verpassen läuft fortan alles glatt. Die hässliche gelbe Tasche kommt gerade aufs Band, als ich in Miami zum Baggage Claim komme. Weil die werten Schlafmützen M. und T. (welche bereits dort sind, da sie zuvor noch einen Abstecher nach NY machten) zu faul sind um mich mit dem Mietwagen (PT Cruiser) bereits dergestalt früh abzuholen, steigt man ins Taxi und stellt fest, dass die Unterkunft wirklich nicht im Zentrum zu sein scheint. Zone 5 mit Flat Fee 52 Dollar ist eigentlich as far away as it gets. Dort angekommen kann man aber eigentlich zufrieden sein: abgesehen von den verschlafenen Gesichtern im Zimmer ist das Hotel zwar eher auf Familien ausgerichtet, aber sonst zumindest sehr sauber und komfortabel. Zudem befindet man sich ja nicht auf Hochzeitsreise und hat auch nicht vor, hier allzu viel Zeit zu verbringen. Trotzdem ist die Ausstattung mit 2 Doppelbetten und einem dazwischen geschobenen Klappbett nicht gerade üppig - ergibt dann in der Summe eine grosse Liegewiese und mich schnarchenderweise zwischen den sich eifrig drehenden Fronten.

Wie man dann erfährt findet gerade die Music Conference statt, weshalb das Nachtleben so richtig boomt und alles was im DJing Rang und Namen hat anwesend ist. Wie meinte doch die süsse Servierdüse beim Italiener: "It's like Christmas!!!"

Nachdem sich die bereits Eingecheckten verpflegt hatten ging's auch schon an den Strand. Vom Sunny Isles Beach zum South Beach hat man by Car so ca. 30 Minuten, aber mit offenem Fenster und mantafahrermässig den Ellbogen 'raus wippt es sich zu krassem Gangstarap ganz gut und man spürt den Miami-Vibe - oder meint es zumindest. So holt man sich trotz pflichtbewusstem Einreiben gleich am ersten Tag einen Sonnenbrand, welcher es sich vor allem in den Kniekehlen gemütlich einrichtet.

Im Verlauf des Abends holt man dann auch noch den unermüdlichen Drängeler vom Flughhafen ab, welcher offensichtlich einen schönen Flug mit der "netten alten Dame" hatte. Dann geht's auch gleich in den Ausgang und es etabliert sich eine Art Standardprozedere: Zwischen 9 und 10 besteigt man das Auto (wobei das Nicht-Trinken bei den Preisen eigentlich überhaupt kein Problem ist) und geht am Ocean Drive etwas essen - vom Italiener über Paella bis zu Burritos (entdüschenderwyys het numme der M. e Quesadilla gha...) gibt's alles. Danach ist man meist schon so spät daran, dass man auf den Bar-Zwischenhalt verzichtet um noch in die Clubs Einlass zu finden. An jenem Abend weiss der Club für 20 Bucks Eintritt trotz zu lauter Musik so zu begeistern, dass Jetlag und sonstige Ermüdungserscheinungen schnell vergessen sind.

Generell beobachtet man schon an diesem Tag die enorme Anzahl schöner Menschen, auch wenn das teilweise sehr künstlich wirkt (nicht nur das Gaffen, sondern auch die Begafften). Neben den Schönheitschirurgen scheint es aber hier auch noch anderen Menschen finanziell gut zu gehen, wenn man all die schönen und/oder aufgemotzten Karren betrachtet, welche Barfi-mässig die richtigen Avenues entlang posieren bzw. sich an Tankstellen zusammenrotten bevor die Polizei dem Ganzen ein relativ spektakuläres Ende bereitet. Es scheint jedoch ziemlich abwegig, dass alle im Rap-Business ihr Brot verdienen, die mit Botox geglätette Dame von Welt will ja schliesslich auch mit Muntermachern versorgt werden.

Donnerstag: Wir wollen uns auf den Abend konzentrieren - schliesslich weiss ich nicht mehr ob's "heute" oder erst Freitags wetterbedingt ins Einkaufszentrum ging, wobei der normalerweise äussert männliche Schreiber für einmal (was ja genug selten ist) seinen Mitstreitern bezüglich "Schwuchtelness" mind. in nichts nachstand - sofern man exzessiven Poloeinkauf bei GAP dergestalt bezeichnen kann.
Item, abends ist man sich bezüglich Clubwahl unschlüssig. Die Schlange vor dem "Mansion" ist zu lange, also geht man in die Crobar, wo zwar auch Leute anstehen (denn GAR NIEMANDEN will man ja dort auch nicht sehen...), aber nicht gar so viele. Man bezahlt dann horrende 65 Dollar für den Einlass in die heiligen Hallen. Hier gilt nun offensichtlich wirklich: "God is a DJ" - weshalb sonst sollte man ihn hell beleuchtet auf ein Podium stellen. Die Jünger machen denn auch fleissig mit, wenden sich alle dem "Konzertanten" zu und orientieren sich generell an dessen Moves, statt einfach zu tanzen. Der werte D. ist wohl jetzt noch wütend auf diese tumbe Menge, aber generell ist's trotzdem eine gute Party - wobei die eigentliche Pointe schon ist, dass der nicht ganz unbekannte Dave von Tilllate auch am Start ist. Das sieht dann so aus wie nebenan (man beachte Obelix links - wie geht das mit den schlank machenden Streifen schon wieder?)

Freitag: Wohl der unbestritten beste Ausgang. Um auch Einlass zu finden geht's relativ früh zur langen Schlange vor dem Mansion. Die Warterei, das Bangen ob auch alle hinein gelassen werden und die 50 Dollar werden sich lohnen: Der Club ist der absolute Oberhammer, wirklich aufgebaut wie eine "Mansion" und die Meute weiss zu feiern. V.a. der erste DJ weiss auch die weniger so auf dem Hip Hop Trip Seienden mit geschickten Remixes (remember Wonderwall!!) bzw. Überschneidungen zu begeistern. Wie meinte einer doch so schön: "Y ha aifach das Grinse nümm uss em Gsicht kriegt!" (*grins*) Nachem ich gerade an Venus Williams vorbeigeschlichen bin nimmt einer ein Mikro (war das dann eigentlich quasi der MC?) und verkündet regelmässig, wer denn so alles anwesend sei: P.Diddy, Timbaland, Pharell Williams etc. Who wants to touch me, I'm a VIP!!! Bis in die frühen Morgenstunden feiert man dann durch und dies nahezu ohne Unterbruch in Form einer Pause, geschweige denn sitztechnischer Aktivitäten. Wir wollen hier nicht näher diskutieren, ob sich für eine Person denn das Taxi für die paar Minuten länger bleiben wirklich gelohnt haben. Aso wenn scho denn scho, aber ych bis jo nit gsii.

Samstag: Kein Wunder jedenfalls, dass man ziemlich gerädert war und deshalb nach dem Zmorge eine Runde schlief. Man war nicht in der Lage gewesen, im Voraus Tickets für das Ultra Music Festival (Featuring Killers (!!!!!!!), Hot Hot Heat (!!), Prodigy etc.) zu besorgen, also schaut man gegen 3 (das Ding sollte von 11am till midnight gehen) einmal in Downtown vorbei, um die Situation zu begutachten. Die Parksituation ist prekär und obwohl man dann doch noch einen Spot findet ist die Menschenschlange zu abschreckend. Man entscheidet sich stattdessen, etwas essen zu gehen (ein als Pizza getarntes Fondue im Pizza Hut). Dies sollte sich später für die Initianten rächen, welche gar nicht brav viel stehen lassen beim Mexikaner. Der D. und der Babbe hänns ych jo gsait! Emoll folge!!! Man läuft dann noch viel auf der Avenue, um das sich bietende Schauspiel von aufgepimpten Wägen und aufgemotzten Damen nicht zu verpassen. Gemäss unserem äusserst trendigen Szeneführer - okay, eigentlich war's nur eine Seite im Magazin "Young" (what the f*ck is that?) - solle man in der Townhall auf's Dach gehen, dort habe es eine Bar. Dort drin angekommen ist kaum etwas angeschrieben, dennoch findet man den Weg auf's Rooftop, wo man von 3 Gorillas in Empfang genommen wird, welche leicht belustigt meinen, heute gebe es bei der "Kälte" keine Party. Dennoch darf M. kurz aufs Wasserbett liegen - Ziel erreicht. Später stellt sich die Clubfrage und nach langem Debattieren und Lamentieren ob man denn den Eindruck vom Freitag wirklich ruinieren soll, reiht man sich wieder vor dem Mansion ein. Doch das Einzige was hier vorwärts geht, sind Typen welche die Schlange entnervt verlassen und die Damen, welche immer von den Clubverantwortlichen gleich herein gelassen werden. Die Frauenquote von Mme Micheline ist hier gar nix dagegen, aber auch wesentlich unsympathischer. Man will sich dies dann auch nicht länger antun, wobei sowohl die Variante "Bier kaufen und TV gucken" wie auch "Fuudischubbe" (hier an meiner Weigerung - y hätt wirgligg im Auti gwartet iir Bacheli...) scheitern und man so nach Mitternacht übermüdet ins Bett sinkt.

Sonntag: Nach einem schönen Tag am Strand und Souvenir-Shopping meinerseits (ohne einen gewünschten Panama-mässigen Hut in blau zu finden) geht's auch schon wieder zum Flughafen. Dort trifft man dann sogar einen Mit-Austausch-Studenten, welcher auf dem gleichen Flug ist und sogar den Rodscher in Key Biscayne Tennis spielen sah nachdem er (also der Nils, nicht der Federer) im Hotel neben Hewitt das Morgenessen zu sich genommen hatte.

Fazit: Der Trip hatte eigentlich wenig mit aus Funk und Fernsehen bekanntem Spring Break Urlaub zu tun (zumal Daytona 2 Stunden weg war und wer will sich die Fahrt in der Nacht schon antun?), was mir aber nur recht war. Die Mischung aus Chillen am Strand, geilen Clubs und einer absoluten Überdosis an amerikanischer Oberflächlickeit, Schein statt Sein, appearance is everything und Dekadenz stimmte absolut. Auch wenn es einige Deutsche haben mag ist das Risiko relativ klein, verstanden zu werden, was eigentlich kommunikationstechnisch viele Vorteile hat wenn es z.B. um "Bewertungen" geht. Allerdings gilt es zu beachten, dass gewisse Ausdrücke nun einmal universell sind - wie etwa "Whoooooaaaaaa!!!!", "Jeeeeeesus!!!!" und besonders "Dasch doch en easy score". Ausserdem mag man sich ja über die Unzulänglichkeiten des Riechorgans der Dame am Nebentisch unterhalten, aber wenn man sich dann selber ans Selbiges greift um die wahrscheinlich durchzuführenden Korrekturen zu illustrieren wird's dann schon etwas heikel... Zudem wissen wir jetzt auch, wie äääääääusserst effizient es ist, jeweils die Rechnung mit 4 Kreditkarten zu begleichen. Hm. Rundensystem anyone?
Item: We'll be back - auf der Rückreise von unseren Skiferien in Colorado...

Rückblende: Die Updates fielen etwas spärlicher aus, weil ich immer fauler werde und es auch nicht so viel zu erzählen gab. Die Zeit bis zum Studienanfang war langweilig, dafür hier einige Highlights von "Tülli im universitären Rampenlicht":

Information Management, Stunde 1. Die mit sehr trockenem Humor ohne eine Miene zu verziehende Professorin kommt bei Ihren abstrusen Ausführungen über die "Gründer" ihres Faches auf Blaise Pascal zu sprechen. Wenn sie sich recht entsinne, habe es doch auch einen der so heisse in der Klasse, no? Ach Menno, aber na gut. Winke Winke. "He, bissu nach dem benannt?" - "Well, I don't really think so..." (leichtes Gelächter - warum auch immer) - "Ah okay, I understand, 'cause he was a really brillant guy" (STARKES Gelächter - WARUM AUCH IMMER???!!!)

Power and Politics, Stunde 3. Tülli nach Miami ziemlich übermüdet schnappt sich morgens halt einfach irgend einen Pulli, welcher jetzt halt einmal ein Duke-Teil ist. Der Prof fragt in die Runde, wer denn noch 4 Teams im Bracket für die Basketball-Halbfinale habe. Hier wetten die meisten zumindest im Freundeskreise den Turnierausgang und im Halbfinale sind hauptsächlich Aussenseiter (Duke verlor bereits in den "Sweet Sixteen"), also hat kaum jemand etwas recht. Dann kommt's - auf mich zeigend: "Ich find's übrigens ganz toll, dass heute dennoch jemand noch einen Duke-Pulli an hat und zu seinem Team steht! Studien zeigen nämlich, dass derartiges nach Niederlagen eines Teams massiv zurück geht!" Öööm - merci. Tülli = definitely no gloryhunter-Modefan.

Übrigens noch ein Sörftipp für Freunde der ungepflegten Unterhaltung: Michel's Blog unter gedankenklo.blogspot.com. Und eine Story die alles hat: Sex&Crime&Racism an einer privaten Eliteuni! Und dann noch von Sportlern! Huch!

16 März 2006

Odysseus Reloaded

First of all: I'm back in Durham! Und nun wie es dazu kam.

Mittwochs sollte man 11.07 ab Basel fliegen, wieder über die selbe Route Paris CDG, NY JFK nach Raleigh-Durham. Vor dem Einreihen für die Check-In-Schalter der Air France wurde man von einer Dame abgepasst, welche einem mitteilte, der Flug nach Paris sei wegen technischer Probleme (immer eine beruhigende Info...) verspätet und meine "correspendance" nach NY könne ich glatt vergessen. Ich solle aber einfach mal zum Check-In gehen. Die Dame am Check in blättert dann fleissig in ihrer Liste und sagt, sie habe mich nun vom 13:35 auf den 16:10 Flug getan. Ich solle doch zum Ticketing vis-à-vis gehen betr. Weiterflug nach RDU und dann wieder kommen. Aha. Beim Ticketing sage ich dann, die Dame von gegenüber habe das mit NY schon geregelt (hat sie ja schliesslich auch gesagt), aber eben der Weiterflug. Hm.... Sogar die Supervisorin schaltet sich noch ein. Für den connecting flight nach RDU reicht es mir jedenfalls nicht mehr und einen späteren Flug gibt's nur noch von American Airlines, nicht von Delta. Nein, Übernachtungen bezahle man nicht mehr wenn's an der Technik liegt. Huh? Bei was denn dann? Im Gegensatz zu den Naturgewalten hat man hier doch zumindest einen Einfluss? Ob das mit American gehe weiss man nicht, ich solle doch einfach mal nach Paris fliegen und dort dann mit den Leuten sprechen. Nichts lieber als das. Zurück bei der Dame vom Check-In erfahre ich, dass diese doch noch nix betr. NY gemacht hat, aber sie regelt das dann zumindest telefonisch. Aber was macht man nun mit meinem Gepäckstück? Checkt man es bis RDU ein und ich stecke in NY fest sieht's schlecht aus. Also einigt man sich zur Sicherheit auf NY, weil ich mit dem American-Flug noch genug Zeit hätte, das Ding am Baggage Claim zu holen und wieder einzuchecken - ansonsten wäre ich evtl. einfach gleich einen Tag später geflogen. Mir macht die ganze Sache eigentlich kaum etwas aus, weil ich nun keinen zeitlichen Stress mit dem Umsteigen mehr habe. Ich sage mir, wenn ich eh die allfällige Übernachtung in NY bezahlen muss optiere ich dann halt einfach für einen späteren Weiterflug und betätige mich in Sightseeing, was die Sache eigentlich fast schon ins Positive kehren würde.

Wie geheissen, geht man in Paris CDG von Dock 2D (wo ich angekommen bin) zu 2C (wo ich weiterfliegen soll) um die Sache zu regeln. Dort hat es aber nix Delta, nur Air France. Diese brauchen dann sehr viel Zeit um für sich zu checken, was überhaupt abgeht mit mir, um dann festzustellen, dass sie mir auch nicht helfen können und schicken mich zu Delta in Dock 2E. Im 2E ist kaum jemand und die zwei Herren bei Delta sind unterbeschäftigt. Ich erzähle zum x-ten Mal meine Geschichte und der Herr startet eine Schimpftirade auf die unfähigen und faulen Leute bei Air France. Deren Lösung sei Bullshit, ich solle doch einfach über Atlanta fliegen und dann dort locker den Delta Flug nach RDU nehmen. Sounds like a plan, Stan. Ich sage ihm das mit den Air France Leuten sei doch nicht so schlimm - I saw you guys were bored and happy to get some work. Er meint dann es sei nicht wegen ihm, sondern dass sie mich unnötigerweise zu ihm geschickt hätten, dabei sei das Ding nach Atlanta ja ein Air France Flug und die hätten das gleich und pronto in Basel regeln können. Des weiteren fallen Bemerkungen wie "Transfer Agreement" und "die sind einfach zu blöd mehr zu sehen als das was der Bildschirm gerade anzeigt". Ich kann dann nicht zum Frog-Bashing ansetzen weil er ja auch einer ist. Ich spreche dann mein Gepäck-Problem an, aber er meint das sei kein Problem. Gemeinsam gehen wir dann zum Air France Check In, wo er sich mit einem anderen um meine Gepäckumleitung kümmert und ich einchecke. Beim Einsteigen ins Flugzeug schüttelt mir ein Herr die Hand und wünscht "mir" bzw. Duke viel Glück für die Basketball-Playoffs. Er sei zwar UNC-Fan, aber Duke sei seine No. 2 - einer von beiden werde das Ding ja hoffentlich schon schaukeln. Ist etwa so, wie wenn man gleichzeitig GC und FCZ Fan ist, naja.
Nach einem sehr, sehr angenehmen Flug (der Sitz in der Mitte war frei, das Essen reichhaltig, die Filme wie Jarhead, Weather Man aber vor allem die ziemlich herzergreifende Johnny Cash Geschichte "Walk the Line" gut), der wirklich sehr schnell vergeht obwohl die Flugzeit ca. 2 Stunden länger ist als nach NY, komme ich in Atlanta an.

Dort gibt es x Durchsagen, JEDER müsse sein Gepäck abholen, auch wenn man weiterfliegt. Ich habe mir in dieser Hinsicht mittlerweile eine sehr zynisch-fatalistische Haltung angeeignet und natürlich ist mein Ding gemäss Erwartung nirgends. Aufgrund meiner ausgefüllten Zollunterlagen darf ich dann zum Landwirtschaftsministerium-Hyper-Duper-Scanner, teile dem Mann aber mit, er könne leider keinen Blick auf meine Omi-Läggerli erhaschen, weil wohl nicht mal Delta weiss wo die gerade sind. Er nimmt das gelassen. Weiter nach RDU läuft alles reibungslos und ich überlege mir, ob ich gleich zum Gepäckbeschwerdeschalter gehen soll. Ich tue mir dann das vergebliche Warten auf meinen Koffer dennoch an. Kurz vor Mitternacht local time steigt man völlig übermüdet ins Taxi und gibt sich auf Nachfrage als Schweizer zu erkennen. Der Fahrer gewinnt an Sympathie, als nach Zürich seinerseits "Basel" als zweite Option meiner Herkunft vorgeschlagen wird. Er habe x Verwandte, welche in der Schweiz wohnen. Nach einer thorough ethnical due diligence meinerseits tippe ich auf Genf und liege halbwegs richtig, aber 3 Cousins leben scheinbar in Zürich und eine Cousine in Puossöll. Mitte April geht er die sogar, nach einem Abstecher nach Oslo, besuchen. Seine Route Zürich-Copenhagen-Chicago-RDU scheint mir auch ziemlich abenteuerlich, müsste ich fast einmal nachstellen. Nach bestem Wissen und Gewissen versuche ich ihn dann bezüglich Schweizer Wetteraussichten zu beruhigen, aber was er seinen Neffen mitbringen solle weiss ich nun auch nicht - hier kann ich nur ein vernünftiges Trinkgeld zur Finanzierung anbieten.

Heute morgen erhalte ich ein Telefon von Delta. Man habe da ein Stück Gepäck in der Luft, welches ziemlich unleserlich eine französische Adresse angebe. Nein, das ist nicht mir, aber danke der Nachfrage - meine Zuversicht, den Koffer je wieder zu Gesicht zu bekommen steigt ins Unermessliche. Delta scheint zu 100% zu wissen wo mein Ding ist. Wirklich. Hallelujah.

13 März 2006

My trip back home

As you guys know, I travelled home for a few days, mainly to participate in the greatest event on the globe (u sure know I am talkin' 'bout the Basler Fasnacht (carnival) here). After 4.5 hours delay in NY JFK due to a very lengthy and problematic deicing procedure which made me miss my connection flight and 2 hours delay in Paris because the bus drivers preferred to go on strike instead of driving poor me (and a few other guys like the funny German guy who kept cursing "Ei am teeekin sis bas nau!") to the already ready plane, I finally arrived in the beautiful megacity of Basel on Friday 3rd.

After a weekend of meeting some decent people and recognizing my favourite bar had made its Sam Adams even more expensive than before (probably taking advantage of my absence) carnival was about to begin - here a picture taken during the so called "Ladäärnenyypfyffe", an event where we make some music to honour or beautiful "lamps" which we'll (well, it's actually some guys we hire...) carry around during carnival. I'm just reading a funny text someone gave me to publish in our club magazine. And the guy with glasses and cap on the right is Fred, an American who lives in Florida and has been flying in not only to participate in the last few carnivals but also sometimes when we have stuff like a carnival meeting or the general assembly during the year. He also invited me to visit him and his famous crab cakes in Flordia, but I guess I'll be doing different stuff when I get to Miami. As a compromise I had to promise the try NC barbecue.

Carnival then began Monday morning 4am and would last for 72 hours. The beginning is the so called "Morgestraich" where all (or at least most of them...) lights in the city are "turned down very low - as low as its gets" and once the clock strikes 4, all carnival clubs start playing their flutes, hitting their drums, and walking around with lights/lamps. My club has its special form by walking around with helmets which look like bedside lamps - here a picture which was published in a Zurich (booooo) newspaper (I'm somewhere in there having a great time ;-) ):
The special thing this year was that we had heavy snow falls in the days before the event, so it was often not too easy to walk around on the slippery ground. After the Morgestraich people normally go home once the sun comes out but tough guys like me and my crowd normally stay around, drink some more (decent! - no Bud/Bush light!) beer and only quickly head home to get some food and a shower. In the afternoon the "parade" takes place where every group presents its "topic of the year". We were staging some sort of parody on the bird's flu by acting as a group of chicken and vultures who were afraid of the highly infectuous human beings. Therefore we handed out stickers to the crowd saying stuff like "still in health" or "to be disposed" - which we then did by putting some sort of net on them via a "christmas tree packaging machine". We also had some guys in a sort of "human being suit" which we carried around in a cage on wheels. Some of them regularly "escaped" and were then brought to our "oven" before experiencing a miraculous rebirth - just to be captured over and over again. Check out the pictures - I'm pretty sure you can figure out who's who by yourself, otherwise I'd be highly offended: My carnival club's website. After that's over in the afternoon, you're just walking around (and we finally started playing). And as it's a long day (not to speak of my jetlag) people are normally highly motivated and energized when having dinner for hours in a warm and cozy environment - see us having a blast, one guy is obviously even drinking an iced tea and one a coke!!!

Well, enough of the details. To sum it up, it was a highly strange experience as I did not really have time to acclimate and was somewhat thrown from a rather superficial society (no offense!) into the very subtle Basel carnival. If you still do not have an idea of what I am talking about and what makes this event so special, this only means you gotta visit me here soon. On a sidenote, people want me to replace some guys in the "Sujetkommission", which is the group of people that defines our "topic" and the whole "parade formation" from lamps to costumes, flyers etc. I was especially honoured when another candidate let them know he'd only join if I did - he was pretty surprised when I told him this meant he was in as I had already gladly accepted.

Last Friday I already had the chance to get used to the American way of life again (after all the terribly healthy food I'm getting here - I'm missing Dillo's, McDo's etc.!) when someone I do not even know was having a farewell party at the terribly primitive (and cheap - gotta love it for that, although there are no 25c beers) "Fame" club and felt like going to Canada meant having people wear cowboy costumes. Hm. Well I did not really bring cowboy stuff but some friends later on brought me from the "public" part into the "private pimp my cowboy section" of the club - and then, in a bad coalition with Absinth and Vodka in various variations, made me wear this stuff. Just do not let the guys at the border know about that, otherwise they probably won't let me in. IT HAS NOTHING TO DO WITH BROKEBACK MOUNTAIN FOLKS!!!


So, now I'm very much looking forward to coming back again (though I could very well live without the annoying trip itself) and seeing all of you guys. I know most of you are travelling around somewhere (and not seeing those for quite some time anyway), so I'll mainly have time to watch the beginning of our upcoming NCAA run (go for Final Four ACC Champions!!!), go to the gym, do my pre-assignments and wait for your hopefully very funny Miami stories in preparation of my upcoming trip. Let's go Duke.

I'm BTW really about to bring my video camera, so be prepared to answer stupid question like "what's the most annoying thing about the Big Easy"?

10 März 2006

Another Piggscher Update

Title: Another part of the exchange gang feat. "Head Mentor aka the Shiny Mask" Left to right: Xaxi(er), Cheeseman, May Lynn, my man AJ, Vaibhav (I had to look that one up...), Cristina

Title: Don't call me Phil, aight? Isch nummen e kurzi Streggi gsii.

Source for both of 'em: Cristina (se görl from Spain on se reit)

Title: No, I certainly DID NOT flash!


Source: Lia (se görl from Armenia in se middle)