Dasch der Ort für dä Saich won em Tülli halt grad eso in Sinn kunnt

24 Juni 2005

Mata Hari

Zur Vorgschicht: am Mittwuch han y ain an der Uni droffe wo mer verzellt het ass är in synere Gruppen imene Kurs wo men en Arbet muess abgää aini heg wonem grauehaft uff der Sagg wurd goo und är sich jetzt bim Profässer beschwert haig (Röggli - ka sich nit sälber hälfe) und d Deadline denn verschobe worde sig.

Am Daag druff, aso em geschtrige Donnschtig, hämmer denn en Event mit de bekanntischte Beroter vo der Schwyz gha ((no) kaini Nämme!) wo me mit Büs an Bodesee gfaare worden isch, dört gspiisen und gsoffe (me kas au überdryybe - zimlig pyynlig wenn me sich dört als primitiv-bsoffes Wyyb presentiert, aber jedem das Seine...) und ere Jazz-Kapälle (d Sängerin isch nit numme guet, sondern au no härzig gsii...) glauscht het. Idealerwyys macht me s denn dört esoo, ass men aifach schnäll e Disch füllt ass au jo kain vo däne Sektierer uff d Idee kunnt sich zue aim z setze und aim z bekeere. Jedefalls han y denn im Car eggstrem gsmalltalkt mit aim won y aigentlig gar nit so guet kenn (der P. uss R. findeten nit so nätt, wäärenden der dreuscht Fan vo däre Rubrik als Verkuppler schetze glernt het). Wo men aakoo isch han y my denn au mit em Moritz kurzgschlosse wo scho friener gangen isch wo me no het könne Wakeboarde, was schyynts no glatt sig.

Jetzt kömme mer au scho zem Aafang: Und da stand sie vor mir, Mata Hari. Ääns won y au scho im ainte Kurs "schetze" glernt ha, wo sy sich iire vo mir kolportierte Namme verdient het indäm sy aim ständig uff d Närve gangen isch ("that's not what analysts say - I can't find a quote!") und by andere Gruppe spioniert het. Mit de verhängnisvolle Wort: "ooooo, you're the only person I know!" het sy sich für der Räscht vom Oobe als my Daggel positioniert - was denn verständligerwyys so zimlig alli andere Lüt abgschreggt het. Mer (bzw. v.a. iins) hänn denn e bitz talkt - wobyy iins natürlig au die ainzig Person dört gsii isch wo kai Dütsch schnuurt, aso ka me dä Oobe für mii immerhin als Sproochdreening abbueche, au wenn niemer waiss worum iins denn überhaupt en Yylaadig bikoo het. Es het sich denn uusegstellt ass iins die bös Person uss däre Gruppe vom Aafang isch, was y sofort verstande ha. Iins het mer denn aber drotzdäm versuecht z erklääre worum iins ganz e Gschyyds isch und was jetzt in däre Grubbe genau lauft, aber y waiss es aigentlig immer nonig.

Y ha denn gfunde mer hoggen emoll an e Disch - dä isch denn aigentlig nit wirgligg beliebt gsii (y verstand das völlig...) - bis halt ebben ÄR ko isch. Y ha mer s Lachen ab dären abstruse Situation aifach nümm könne verknaiffe, die hänn my dängg au füre weirdo ghalte. Normalerwyys, z.B. wenn y au e Zwüschejoor gmacht hätt wie myni Buddies oder so vernetzt wär wie der Moritz "Spiderman", wurd me jetzt natürlig ame glatte Disch hogge und sich gratis d Kante gää. Und ych loss mer vo dären aigentlig in Norwäge studierende Russin d Wält erkläre, was denn au no durch s Uffdauche vome Remigius am Disch komplettiert wird. Richtig perfäggt isch es denn aigentlig erscht worde wo sich näbemen andere Doggdorand (zerscht han y übrigens glachen ass der Remigius uss Züri kunnt, aber aigentlig isches ebbe laider e Puosslör) au no zewai Mackeys zuen ys gsetzt hän. Nochhär hänn an däm arme Disch alli änglisch gschnuurt well jo ebben iins dört gsii isch und d Diskussion mit belangloose Frooge und Pseudo-Inträsse an sich grisse het noodäm sy zerscht non e Zyttli mii bearbeitet het. Ins isch üübrigens der Aasicht, s wichtigscht andere Bewärbig sig der "cover letter" und iire sig so gail wägeme doofe Zitat vom Robert Kennedy - muess me no mee saage?

Das goot jetzt scho vyl z lang, drum will y my kurz halte: Immerhin han y mer so nit gross Mie miesse gä mit gross sälber belanglos z palaavere (Iins: "You're a very quiet person!"), d Jazzband isch au nätt gsii und well mer grad dört ghoggt sinn wär s Kommuniziere aigentlig au nit so aifach gsii, was iins aigentlig nit gross ghinderet het. Gege s Änd isch le Moritz denn au zue mer ghoggt well er Mitlaid bikoo het und y ha denn d Verhältnis klar gstellt won y mer aifach e Dringg gholt ha ooni my gross um der Dursch vo der "Beglaitere" z kümmere (zum Glügg kennt my kuum ain, sunsch wurds jetzt wool an der ganzen Uni haisse y haig e Gschmaggsbruch). "You're not a nice person!" het's denn ghaisse, was mii het lo uffschnuufe, aber aigentlig het sy numme tscheggt ass ych em Moritz my Laid klaagt ha. S isch denn nämmlig no wytter gange: "You gonna tell everyone you had to spend this evening with this crazy girl from Russia". Y hanere denn gsait ass das villicht nit ganz falsch isch, ych aber au froo bi ass y quasi vom soziale Dail duur iir Uffdrätte "entschuldigt gsii bi". Zuedäm isch das au ehner e Bewyys ass ych aifach vyl z lieb bi und das über my ha ergoo loo. Ganz erstuunt isch iins denn gsii won y blötzlig ganz gschbröchig worde bi wo non e baar anderi Lüt umme gsii sinn. Wie goot dä scho wider mit de stille Wasser, vor allem wenn sy denn emoll in aagnäämer Umgäbig sinn (mir fallt grad uff ass y iire das so gsait ha, derby han y das gar nit so böös gmaint).

In däm Sinn: me hintersinnt sich in so Momänt denn amme worum me sich so Sachen aaduet, aber am Schluss gwünnt denn halt scho s Flair für skurrili Momänt...

Und: P. und R. ooni dii wär das nit bassiert du schaffgaile Sagg! Y waiss wär morn s erscht Sam Adams zaalt... ;-)

pps: Y frog my grad ob der dreuscht Fan vo däre Rubrik au in däm Fall synere "mit allem Flörte wo wyyblig isch, egal in wellem Ussmaas das z erkennen isch" dreu blyybe wär? Das wär glaub der ultimativ Tescht...

20 Juni 2005

S Fescht

Irgendwie isch es jo jedes Joor s Glyyche das Ding - das Joor het men aifach scho zimlig eggstreem miesse socialize well für der aint Beglaitet halt gilt "he got game" und der ander nonig umme gsii isch. Dasch quasi e ständige Boschtelauf "hmmm, wenn me gnue lang ummetschalpt findet me scho no ain zem Plaudere" gsii - scho fascht Thomi-mässig... Abgsee dervo ass der aint oder ander denn Mitlaid gha het well er gmaint het y wurd d Nummere "Chefredaggder im Elephant" abzie isch das aigentlig no glatt gsii well me so zimlig alles wo me kennt kurz gschbroche het, sich nit mit em Player het wytter miesse/dörfe derbschtens d Kante gää (lut Kopf-Indikator vom Sunntig hets au so scho glängt) und au no der aint oder ander Act kurz het könne aaloose (d Beats vo Brandhärd sinn jo okay, aber rain vom Sprächgsang här sinn sy ooni Stuuberogger IMHO nit vyl Wärt). D Highlights won y nonig vergässe ha sinn insofärn gsii:

- S Gäggi wo so stolz uff dä myggryg Freybier-Bass gsii isch - aber wäre mer dört nit stoo blyybe hätt der Oobe für der treuscht Fan wool e ganz en andere, weniger uffreegende Verlauf gnoo.

- Ass me kaini Caipis sott aabiete wenn me nit waiss wie das goot und denn öppe 10 Minute muess pröblen und mixe.

- Die gruusige Zuggerränder vo de Long Islands wos nochhär immer nötig gmacht hänn ass me sich d Händ wäscht. Bim Schryybe vo däne Zyyle tschegg y jetzt au worum mer denn nomoll so ain gholt hänn - ebben ass der Fän und die neu Bekanntschaft nochhär vermeert anenand klääbe!

- Die luschtige Lüt uss mim Master. Y möcht my nomoll in aller Form für dä scho saumässig kalt Pizzaschnitz bedangge wo me mir gschänggt het. Y ha anere glaine Geburtsdaagsfete dörfe dail nää, die aint Dame het my nit numme mit interessante These unterhalte sondern uss irgendwelche Gründ au ab und zue bitz abgschmutzt und ain isch so dermasse zue gsii ass ych an synere Stell am Mittwuch glaub lieber wurd dehai blyyben als den anderen unter d Auge z drätte. Immerhin han y mitere seer glaine Delegation uss Bayern mit em luschtigschte Lacher unter däre Sunne denn no d "Sektion Aaständig" gründet - dasch glaub ain vo de glungenschte Euphemisme für "loser" won y kenn.

- Wo dä Biecherwurm "Typ Buechhalter" duuredrait isch und s öppe mit 5 andere het wellen uffnää. Jänu - minus 1 Brülle halt.

- Ass dä Typ us em WG mi jetzt nümm ignoriert sondern scho fascht groupiehaft zue mer koo isch. Thanx god I'm a VIP!

Fazit: Wenn me so luegt was alles umme gsii isch und wie sich das dailwyys verhalte het (z.B. d Hüülattacke vo der Sektion Gämpf - derbschtens) muess men aimol mee feschthalte: Y ha immer gmaint y sig bitz gfreakt, aber mit däre Peer Group isch me jo as normal as it gets. Und s Fescht isch so dermaasse jedes Joor s Glyych ass me das scho fascht als rituell muess bezaichne - in däm Sinn bis nöggscht Joor als Quasi-Alumni.

17 Juni 2005

(Be)Wärbe

Well me jo quasi in letschter Zytt grad an zewai Fronte mit unterschiidliger Wirggyg am (Be)Wärbe gsii isch will me die zewai Situationen emoll verglyyche um sich nit aifach uff e niveauloose "Soll-Ist-Verglyych" vo der "Hoof-mache-Front" aabezloo.

Was Bruefs- und Frauewält gmainsam hänn isch:

- De wirsch uff Härz und Niere teschtet und s aint oder ander "Gschbüürsch my" Gschbrööch liggt sicher au dinn, wenn de die frey Stell willsch bikoo. Und nai: das in den Aafierigszaiche isch jetzt wirgligg nit so pervers gmaint wies villicht der aint oder ander versaut Lääser könnt verstoo. Y möcht my dervo in aller Form distanziere - schämmet euch iir Grüüsel.

- Mit vyl absurd grossem Sälbschtvertraue ka me sich zwar villicht yyreede me sig do quasi glyychberächtigt mit der andere Sytte, well die jo quasi au en Inträsse dra könnt ha ass me für se schafft (oder halt anders). Dasch aber nit wirgligg woor well jo normalerwyys au no der aint oder ander Mitbewärber ummen isch und d Firma sich eher als grooszügigen Aabieter vo Lernerfaarige gseet. Das ka jetzt jede sälber in die "ander Wält" überdraage.

- Der Schryyber macht sich in der Vor- und v.a. Nochbearbaitig vo Events im Zämmehang mit däne (Be)Wärbigen e Saustress und hinterfrogt no so zimlig jede Move bzw. jedi Üsserig öb die äggscht in Ornig gsii isch und was men as nöggschts no könnt/sott/miesst mache. Das fiert denn au zume schlächte Buuchgfüül beträffend "go / no go"-Entschaidig, womit mer au scho by den

Unterschiid wäre:

- im ainte Fall isch die schlächt Prognose völlig falsch glääge und z pessimistisch gsii - im andere Fall isch die aafänglig pessimistisch Yyschetzig denn (gmäss hüttiger Uffassig) grad in däm Momänt yydrätte wo me d Wält langsam e bitz optimistischer gsee het. Merke: Pessimismus gwünnt (die Schlussfolgerig isch aifacher als en Abhandlig über s unerklärliche Verhalte vom andere Gschlächt).

- im ainte Fall bikunnt me nach Kontaggtuffnaame ussfierligs (und erscht no positivs) Feedback was guet gsii isch und was nit und dailwyys mälde sich die denn sogar bi aim. (Schysst euch scho zimlig aa, ass "im andere Fall" aifach uff wundersaami Wyys verloore gangen isch, gället?)

Was lerne mer druss? Gar nüt! Aber s isch übrigens amigs no praktisch wenn me d Diefschleeg im andere Beraich mit überstaigerte Triumphgfüül usem ainte Beraich ka überkompensiere. In däm Sinn: Stimmig! Törööö!

07 Juni 2005

Recyling goot wytter

Der dreuscht Fan vo däm Ort wurd jetzt woorschyynlig gärn s Mail mitem Titel "Stalkin, next Episode" lääse, aber nai, dasch nit gmaint. Stattdesse gits halt wider emoll e Kollegschn vo Fcb-Forum-Byydrääg zu däre lächerlige Prässemitdailig vom Herr Cortesi.

Part 1:

"Einerseits will man ja nicht zugeben, dass man gegen die überwiegende Mehrheit nichts in der Hand hat, andererseits ist man wohl auf einige Fälle gestossen, bei denen einigermassen mächtige Leute im Hintergrund wirken (Daddy etc.) oder die schlichtweg krass jung sind - davor möchte man sich möglichst schützen.

Um dieses Dilemma zu lösen (?) verweist man nun einfach auf dubiose Experten, welche eine einem Rechtsstaat schlichtweg unwürdige Wertung bzw. Vorverurteilung vornehmen, indem sie Leute wohl aufgrund von Insignien oder einem nicht buchhalterkompatiblen Äusseren einer dubiosen, sehr schwammig formulierten Gruppe zuteilen. Interessant dabei ist auch, dass man plötzlich (wohl auch aufgrund von Schreiben wie jenen von Captain Sky) nicht mehr von Hools, sondern von B-Fans palavert. Eine verklausulierte Bankrotterklärung mit völlig irrelevanten Rechtfertigungen - man denke nur an die euphorische Lobpreisung des Marsches zum Stadion vor dem letzten Match und plötzlich sind Zugreisende doch wieder einzukesseln?

ps: Wäre ich unter den weiterhin Beschuldigten, ja Diffamierten würde ich wohl ernsthaft eine Klage in Richtung Ehrverletzung oder ähnliches anstreben. Bleibt zu hoffen, dass die weitere Berichterstattung nicht so unkritisch bleibt wie die Agenturmeldungen."

Part 2:

"Wahrscheinlich mein All-Time-Favourite ist der Kommentar im Tagi:

Zitat:
Repression gegen Gewalt - Tagesanzeiger vom 07.06.2005

KOMMENTAR

Von Lukas Häuptli

Natürlich ist die Bestandesaufnahme der Zürcher Polizei kein Beweis in der rechtlichen Aufarbeitung des Einsatzes gegen Basler Fussballfans im Bahnhof Altstetten. Schliesslich ist die Polizei in dieser Aufarbeitung Partei - mal als Anzeigende in den Strafverfahren, mal als Angezeigte. Die Bestandesaufnahme ist aber Hinweis darauf, dass erschreckend viele Fussballfans gewaltbereit sind. Vier von fünf Verhafteten bezeichnet die Polizei als «erlebnis- und gewaltorientierte Fans».

Beweis für diese Gewaltbereitschaft sind die ständig wiederkehrenden Randale in den Schweizer Stadien. Beispiele? Im letzten Match zwischen GC und Basel steckten «Fans» eine Tribüne in Brand. Oder: Im Cupfinal drangen Fans ohne Billett ins Stadion ein, stürmten nach dem Spiel das Feld und bewarfen von dort gegnerische Anhänger mit Feuerwerkskörpern.

Viele wollen diese Gewaltbereitschaft noch immer nicht zur Kenntnis nehmen. Die Kenntnisnahme aber wäre Voraussetzung dafür, dieses Problem endlich anzugehen. Schliesslich haben es traditionelle Fussballländer wie England oder Deutschland längst vorgemacht. Dort bestreitet heute niemand mehr den Nutzen einer Fanbetreuung, die diesen Namen auch verdient. Das heisst: Verband, Vereine, aber auch hoch bezahlte Profis selbst haben ihren Fans klar zu machen, dass Gewalt im Fussball keinen Platz hat.

Nur genügen präventive Massnahmen allein nicht mehr. Gegen die unbelehrbaren unter den gewaltbereiten Fussballfans müssen Sicherheitsdienste, Polizei und Justiz repressiv vorgehen. Dazu braucht es Datenbanken, damit Stadionverbote auch durchgesetzt werden können, dazu braucht es aber auch Verhaftungen und Verurteilungen. Der Erfolg in England und Deutschland rechtfertigt auch diese Massnahmen. Und die Bestandesaufnahme der Polizei zum Einsatz gegen die Basler Fans ebenfalls.


Der absolute Oberhammer! Im ersten Abschnitt schreib' ich dass man diesen Angaben aus verschiedenen Gründen nicht trauen kann um mich im weiteren Verlauf der wackligen Argumentation einfach trotzdem vehement darauf zu stützen.

Natürlich ist der Kommentar von Herrn Häuptli kein Beweis für mein Urteil über die Schweizer Medienszene. Schliesslich ist der Tagi in dieser Aufarbeitung Partei - mal als damaliger Bejubler der Aktion, welcher nun schlecht zurückkrebsen kann, mal als Leib- und Magenblatt der betroffenen Polizeivorsteherin. Die Bestandesaufnahme ist aber Hinweis darauf, dass erschreckend viele Journalisten völlig logik- und hinterfrageresistent sind. Vier von fünf Journalisten bezeichnen die Polizei als «kritiklos, einwandfrei und recherchierunaufwändig zu übernehmende Quelle».


Beweis für diese Fehlleistungen sind die ständig wiederkehrenden Begriffsverirrungen und Panikmache in den Schweizer Medien. Beispiele? Im letzten Match zwischen GC und Basel verursachte 10vor10 einen nationalen Aufschrei, als man von Kriegszuständen sprach. (...)

Viele wollen die wirtschaftlichen Absichten hinter dieser orchestrierten Medienkampagne noch immer nicht zur Kenntnis nehmen. Die Kenntnisnahme aber wäre Voraussetzung dafür, dieses Problem endlich anzugehen. Schliesslich haben es vernünftig journalistisch tätige Blätter längst vorgemacht. Dort bestreitet heute niemand mehr den Nutzen einer Recherche, die diesen Namen auch verdient. Das heisst: Verlag, Ombudsmänner, aber auch hoch bezahlte Redaktionen selbst haben ihren Journalisten klar zu machen, dass das umstellen von Agenturmeldungen und völlig widersprüchliche Argumentationsketten im Journalismus keinen Platz haben.

Nur genügen präventive Massnahmen allein nicht mehr. Gegen die unbelehrbaren unter den gebetsmühlenartig predigenden Zero Tolerance Journalisten müssen Sicherheitsdienste, Polizei und Justiz repressiv vorgehen. Dazu braucht es Datenbanken, damit Schreibverbote auch durchgesetzt werden können, dazu braucht es aber auch Verhaftungen und Verurteilungen. Der Erfolg in der WoZ und der BaZ rechtfertigt auch diese Massnahmen. Und dieser Text ganz besonders.