Ein Texas Kissen? Was soll'n das? Eine Schlafkopfunterlage mit entsprechendem Umriss hat der werte Lee jedenfalls im International House gekriegt und seit er in Erfahrung brachte, dass der Dell Verkaufsmann am Telefon in jener Gegend zu Hause war und sich mit ihm ca. 3 Minuten über sein Kissen unterhielt begleitet uns dieser Running Gag. Welch kurzer Satz.
Item. Als ich Donnerstags nach meiner ersten Veranstaltung (Lobbying Congress - noch angenehm, hat genau Leute dass man sich hinter seinem Name Tag verstecken kann...) nach etwas herumlungerte passierte Verheerendes. Es ergab sich nämlich, dass mir die Shopping Jungz über den Weg liefen und mir ihren Plan unterbreiteten, nach Chapel Hill in den Ausgang zu gehen. Nene, für ein Bier wäre ich ja zu haben, aber in Anbetracht der freitäglichen 8h Vorlesung wäre der Trip doch etwas gar viel. Aber sie sollen mal anrufen falls sie wirklich gehen. Da sass ich dann später zu Hause und hoffte inständig das Telefon möge nicht ringen - was es dann tat. "Do you wanna come?" - "I don't want to, but I will. C u later...".
In Chapel Hill ging's dann in den Keller der üblen Spunte "East End". Nach Zeigen der ID wurden an der Bar 5 Dollar hinterlegt, was es einem von nun an erlauben sollte, für den horrenden Preis von ganzen 25 Cents Bier zu konsumieren ("Talkin' bout wrong incentives..."). Taha war BTW aus welchem Grund auch immer mit einem "Suisse" Shört unterwegs, aber wir wollen hier ja nicht über unseren geschätzten Driver ablästern.
Anfangs war der Schuppen noch relativ leer. Die grosse Herausforderung bestand nun darin Jacob ( nicht gerade ein Töggele-Held) irgendwie ein Tor zuzugestehen, was ich dann irgendwie geschafft habe. Später füllte sich dieser Ort der Sünde dann mit lauter alkoholisierten und nicht gerade wetterfest angezogenen Görls und man durfte Zeuge diverser Unterhaltungen werden. Teilweise findet ihr besser selber heraus wer nun zu wem spricht. Hier die inoffizielle Top 3:
1. "Heeeeeeeey - you were behind me in the walk up line to the basketball game, right?"
"Aaaa NO WAY, I never did not make it to a game."
"...."
"I was kidding, yeah that was me. I did not make it in because you guys added like 3 guys - and I was then "Loser No. 3""
"Oh. I'm sooooooooooo sorry. Who are you here with?"
(Yyfersüchtig?)"Well, like, almost all the Fuqua exchange students"
(hier sprechende Person, like, neigt momentan, like, zu inflationärem unnötigem, like, Gebrauch, like, das Wortes "like")"Cool. We're over there, so why don't you come over?"
"Yeah, might do that some time."
("Äääääääääää - nai.")
2. "Pascal, you gotta be lying to me. You're one of the funniest persons I've met so far. I'm sure you're the Hugh Hefner of Switzerland"
"For sure, come visit me in Playboy Mansion, pffffft..."
3. "Sorry, gotta take that cup over there"
"Uuuuuu, that accent, where are YOU from?"
"England. Where are you from?"
"Ehhh - the States?"
"Oh. Hm. Cool."
(Hier auftretende "Monic Lewinsky" (talking bout looks, not behavior...) wird noch weiter Thema sein)
Jedenfalls wars wirklich sehr lustig und kultig und so ziemlich alle Austauschstudis waren vertreten, inkl. der amüsanten Spanier. Mein "Para ganar carreras hay que entrenar muchas horas" stiess zwar nur auf Gelächter, allerdings können die 2 Typen auch ganz ernst sein. Vielleicht. Irgendwann. Sonst ist's eher von der Sorte "If chiu are e truu friind you tell Taha that göörls agli." Zudem traf man noch auf die Austauschstudis der UNC inkl. HSG-Delegation (welche hiermit gegrüsst sei). Insgesamt hatte es noch relativ viel "Duke-Gesindel", wobei meine Mitstreiter vielleicht mittlerweile begriffen haben dass man bei UNC-Damen nicht zwingend erwähnen sollte zu welchem Lager man gehört.
Schlussendlich nahm Lee die sturzbetrunkene "Monica Lewinsky" dann mit ins Auto. Dieser kamen dann doch so ihre Zweifel und obwohl Driver Taha ("Listen Monica - wait, what's actually your real name?") ihr nicht ganz zu Unrecht versuchte klar zu machen, dass Sie ca. 23430 Ave Maria beten müsste dass einer wie Lee sie überhaupt nur anschaute konnte sie nicht überzeugt werden (zumal sie eigentlich gar niemand wirklich überzeugen wollte). Jacob teilte ihr dann mit, dass sie dann nicht dumm rumsitzen solle sondern auch wirklich aussteigen - "We're in a rush!" (3 Uhr morgens...).
Jedenfalls mussten wir dann feststellen, dass Lee ihr gar noch nicht vom Texas Kissen erzählt hatte, was natürlich UMGEHEND telefonisch nachgeholt werden musste ("Now you are fairly impressed, right?").
Nach diversen Umwegen schaffte ich es dann gegen 4 in die heimischen Federn - wie ich es dann um 8 an die Uni geschafft habe weiss wohl niemand so genau. Das Feedback war jedenfalls positiver als nach gewissen "Donnerstag-nach-der-Fasnacht-Prüfungen" ("You look so fresh! Amazing!"). Und die Kurse waren auch okay. "Strategy und Public Policy" bei Alt-Hippie Bernie ("They say those who remember the 60s weren't there") und "Biotechnology: Management of Drug Discovery" als vertiefte Auffrischung des nicht mehr vorhandenen Wissens über DNA, Aminosäuren etc. Immerhin bin ich jetzt up-to-date in den neusten medizinischen Fachjournal-Artikeln über Entwicklungen in der Krebstherapie...
Nach einem herrrrrrligen (hallo Marc) mexikanischen Mittagessen untermalt von einer Country-Live-Kapelle auf der sonnigen Terrasse des Bryan Centers und obgenanntem zweiten Kurs fand abends dann der "Fuqua Friday" statt. Immer zum Ende der Woche gibt's da gratis Essen und Trinken (Bud & Co. sind einfach graaaaaauenhaft) und die Leute bringen ihre ganzen Familien mit. War gemütlich, auch wenn der arme Seth sich ungerechtfertigterweise vor mir verstecken musste. Man lief dann auch noch meinem Mentor (welcher mir nächsten Do ein Undergrads-Bar in Durham zeigen will. Do? Not aaaagaaaaain....) und Nazar erzählte uns wo man dann so hingehen sollte. Ajay erfuhr dann von meinem schändlichen Verhalten vom Vortag (siehe No. 1) und brachte einen weiteren Spruch: "Pascal, do you play golf?" - "Nope." - "That's the problem - otherwise you would no you sometimes gotta play on the rough to get to put on the green..." Der Junge ist ganz offensichtlich seelenverwant mit D. aus A.
Ich war ja eigentlich hundemüde, aber die neugewonnen Informationen mussten natürlich sofort überprüft werden. Im
Sirens wars dann auch amüsant (scheinbar gerade eine Motto-Party "Glam"), aber nicht ganz Chapel Hill like. Bereits auf dem Heimweg schien dann der nimmermüde Jakob seinem Ziel schon wesentlich näher zu kommen und ich wurde immerhin vorübergehend das "Hugh" los (nachdem wir uns schon überlegten mangels eines zweiten Vornamens einfach da "H" als Mittelinitialen zu erfinden):
Taha: "Ooo look, Jakob! And there's the arm!"
Me: "Aa, he's trying to hard, no?"
Taha: "Possibly, but aren't we all guilty of trying to hard? Well what am I saying, obviously apart from you."
Lee: "Aight, you're the Big Easy, man!"