Dasch der Ort für dä Saich won em Tülli halt grad eso in Sinn kunnt

30 Januar 2006

Those flatmates...

Quoting my flatmate's blog:
It was also nice to come home to a clean apartment, but Pascal you could have cleaned my room a bit too, haha, just joking!!!!

Are you kidding me? That "housewife" part's actually YOUR duty, Mr. President! Looking forward to you cleaning MY room - I already found a uniform for ya:

I like the part 'bout our "waterhole" though - hey, tomorrow's Quesadillas'n'Newcastle Brown Ale day again.

"We gonna beat the hell outta you!" - well, maybe another day

For those of you who haven't been able to learn a decent language (like Baseldytsch) yet, I'll from now on include a "I was basically saying..." section, so you'd rather appreciate that compromise (and keep telling me how great everything I'm involved in is on a regular basis).

Jedenfalls, nachdem ich Sonntags die Gummihandschuhe übergestreift und mich dem Dreckberg heroisch in den Weg gestellt hatte, ging's ab zur Krone des Frauenbasketballs: Duke (mittlerweile No. 1 im Land) gegen die verhasste Nachbaruni UNC (dazumal noch No. 2...) - quasi der Kampf Gut gegen Böse, Basel gegen Zi!rü, SIM und Marketing vs. Finance-Zeugs, Ami-Unis gg. Tokio-Gedankenspiele, blau vs. rot, Fasnacht gegen Fort Lauderdale etc. (Liste beliebig fortführbar).

Ich war schon relativ früh dort (so 80 Minuten) und somit ziemlich zentral positioniert. Im auf ESPN national übertragenen Spiel fiel ich dann wohl als derjenige auf, welcher nicht in exstatisches Geschrei und "No. 1" zeigen auffiel wenn der Kameramann (der später von Abby Waner massivstens umgerannt wurde, die arme Brille) zum Close Up erschien. Dieses Mal beliess man es aber nicht damit, irgendein Grüppchen ambitionierter JungsängerInnen die Hymne intonieren zu lassen - es durften sogar 4 Reservisten etwas mit ihren Gewehren herumspielen bzw. die Fahne hineintragen und sich dabei topseriös Kommandos zubrüllen. See photos: Oh say can you see - they brought in the a-har-myyy. (Btw. sorry für die schlechte Bilderqualität, ist halt nicht so einfach wenn die ganze Bank unter einem vom tobenden Volk bebt...)

Die Stimmung am Spiel war dann ziemlich beeindruckend, zumal die zahlreich anwesenden Gäste (rechts unten ein Teil davon) gut dagegen hielten - neben "go to hell Carolina", dem Song aus dem Titel und dergleichen gefielen mir v.a. die Unikate auf der Tribüne. Vom sehr betagten Mann mit der Trompete (Diskussion hinter mir: "Oooo look, Trumpetman's back! I thought he was dead! Where has he been?!") bis zu meinem absoluten favourite: den "crazy towels". Die Studenten stehen unten auf einer Art Stehrampe und darüber sitzen die zahlenden Zuschauer. Nun drehen sich die "Cameron Crazies" (quasi Infernisti bzw. Muttenzerkurve) zu den Rängen um und verlangen eben jene towels. Ein gewisser Rentner hört sich das stoisch an um plötzlich zu explodieren, herumzubrüllen wie ein Berserker und sein Tüchlein zu schwingen. Im weiten Rund sieht man dann noch das eine oder andere weitere Hörgerät aufblitzen und die gleiche Routine sich abspielen. Absolut kultig.

Duke führte zeitweise mit beinahe 20 Punkten, stellte sich dann aber gegen Ende so strunzdumm an, dass man noch verlor, was dem Tag doch einen kleinen Schatten verlieh.

Kurz nach Ende (bzw. schon ständig während - aber da hört man halt nix...) des Spiels wurde man von den "Jungs mit Auto und Loft" zum Abendessen eingeladen. Scheinbar hatte Taha (aka Jamie Oliver) den ganzen Tag in der Küche gestanden und (v.a. wenn man bedenkt, dass wir hier von englischer Küche sprechen) war's eigentlich wirklich sehr gut. Und dann erst noch so gesund - ich weiss allerdings noch nicht weshalb der Salat erst nach dem Chicken und den Härdöpfel zum Zuge kann. Aus Dokumentationsgründen gegen Blogende noch der Bildbeweis (au wenn's immer nonig luschtig findsch, gäll...)

Pflichtbewusst haben wir dann alles mit Mengen an Glacé wieder zunichte gemacht. In der sich offensichtlich nicht unbedingt auf dem neusten Stand befindlichen Videothek entschied die Münze dann für "Ein Weekend mit Bernie" (der Film in dem 2 Bachel von ihrem Chef in seine Hütte in den Hamptons eingeladen werden und dann ein Wochende sein Leich rumschleppen - VERY 80's...) und gegen Road Trip? Pest oder Cholera - whatever!

Heute habe ich ein Mail vom lieben Bernie ("I'm probably the only prof here who wrote his PhD on Marx...") erhalten. Geschockt musste ich zur Kenntnis nehmen dass wegen Terminkollisionen zweimal mein geliebter Termin Freitag morgens um 8 scheinbar nicht geht. Man trifft sich nun wohl einmal Sonntag (er bringt dann Pizza und das Bier meint er...) und einmal unter der Woche um das aufzuholen. Nach dieser Meldung hat die Martini Bar in Chapel Hill gerüchteweise gleich noch ein zusätzliches Fass Bier bestellt...

ps: Für die Finance Heinis mit Präferenz Chicago: ein paar von uns waren übers Wochenende da und scheinbar ist die Uni ziemlich ab vom Schuss, da kann man geradesogut hierher kommen und ne bessere Zeit haben. (Seth: I've just been advertising YOUR university! And haven't even told them about your surely absolutely phantastic Italian lunch classes...)

I was basically saying...

I was basically elaborating on the stuff I told you yesterday about the game and how delicious that meal was (is this enough acting like an apple polisher to be invited to a Super Blow blast at your place? ;-) ). Oh, and then I've been bragging about the sophistication of your video collection (will bring mine tomorrow to Fuqua so you can watch that stuff). Furthermore my Friday 8am classes are about to be postponed twice - Martini Bar here comes the Big Easy...

28 Januar 2006

Becoming truly international - right now!

Now that almost the whole world (was it 2 or 3 guys?) keeps asking about where to find that mysterious blog I figured I had to write something in English so Babelfish or any other translation machine would not have to crack down because of the immediately skyrocketing German-English requests.

Publishing this photos made by Lee (who refers to himself as Austin Powers and therefore is not to be seen on it - don't be so harsh on yourself, it's not THAT bad...) seemed like an appropriate opportunity, although I've received some comments I have to incorporate here as a warning: "the US goverment has decided to censor that photgraph as a certain important
political figure is being ridiculed in the image. Should such an incident happen again, the persons found guilty shall be sentenced to 5 years of fuqua friday women. (by the way, that's not meant to be a good thing)." Not too hard to guess who THAT was, aight? Awaiting the punishment now - attending another frat party?

So here we go: Some of you might already know the guy on the left and it was actually not planned to copy the photo of the previous entries. Some might say: it's still not funny! - And I need not necessarily disagree with that but it's just NONE OF YOUR BUSINESS!!!

In the middle you see Jakob who has still managed to overcome the temptation to buy some crappy WalMart clothes in order to match the undergrads' boyfriend (or whatever "short-term") preferences. The poor guy on the right's Taha. He's still thinking about why that girl he recruited to go out with us suddenly hurt her knee soooooo badly she had to stay at home. I see a serious headache coming for (her - and ours then) next weekend.

I just realized it's kinda ridiculous to write THIS entry in English: I'm basically telling stuff elaborating on and for (?) those people who already know all of that 'cause it's on themselves. Whatever.

Oh - and here's even a photo with Seth ("Hungry Hugo"?) on it! Whoooa! I figure you can do the 4-3 - must be that guy then - math yourself (we're not participating in the upcoming speed dating so if I remember correctly he's awaiting sincere applications on availableman@duke.edu).

Ein paar abschliessende Kommentare für die Leute zu Hause: Die Kurse sind generell extrem cool (auch wenn Phil wahrscheinlich ob gewissem "airy-fairy-Gschbürsch-my" Zeugs (Strategy and Public Policy - just wrote a great assignment on the consequences of the knowledge economy on the commonwealth...) endgültig in den Wahnsinn getrieben würde. Und was das da genau mit den ganzen antibodies and vaccines in Biotech auf sich hat? No idea, aber für das hat man ja einen Arzt und einen Biologen im Team und wie man sich ein market estimate und dergleichen bastelt weiss man ja aus der Consulting-Zeit.

Mein Besuch beim Coiffeur ("Frisör" hab' ich nicht über die Tastatur gebracht) war sehr lustig - ein Haufen betagter Herren sass da und so ein Opi hat mich dann mit dem Rasierer malträtiert. Die Schere hat er für handgezählte 4 Schnitte an den Fransen gebraucht und der Verbrauch and Duftwasser um es mir an den Hals zu schmeissen war immens. Ich weiss nicht wie man auf englisch "der stinkt ja wie ein Moschusochse" sagt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass irgendjemand sowas gesagt hat nachdem ich vorbei"geschwebt" bin.

Vom Ausgang gibt's eigentlich nicht weltbewegendes zu berichten. Freitag war nach dem Fuqua Freitag noch ein sehr politisch, Latino-Afroamerikaner-verständigendes und "seid nett miteinander" angehauchtes Play gesehen: Platanos and Collard Greens . War okay und lustig - v.a. als der eine Darsteller bei einer Belafonte-gleichen Rede in seinem Wutanfall-Spiel beim "auf die Ballustrade hauen" mir beinahe mein Dr. Pepper ausgeleert hätte. Mein Mentor fand das irgendwie sauglatt und hat mich gestern beim erneut erfolglosen Anstehen wieder daran aufgezogen. War dies Mal nicht so schlimm, dass es nicht geklappt hat - die Leute haben halt das schöne Wetter schon früh dort genossen, ich war nicht allzu früh da, hatte lustige Gesellschaft (nicht nur von den 3 netten Sam Adams) und das Spiel war nie spannend da Duke (J.J. Redick man - he's gonna be BIIIIIIIG) einfach zu stark ist. Final Four - here we come!

Von den Jungs wollte niemand zum Schauspiel - in den buntesten Farben malten sie mir aus wohin sie denn in Durham gehen würden um so RICHTIG einen drauf zu machen. Gut, ist das Ding fertig ruft man also an. "He what's up? Where are you? Sound like a pretty silent place?" - "Yeah well, Mattias and Taha are actually fixing their laptops..." - "Oh, you we're right about having a blast - I don't think I'm ready for THAT much action yet..."

ps: "What? Our Chinese friend Tintin's going to Las Vegas this weekend? You mean like: Tintintintintintintintintintintin..." Loved that one.

25 Januar 2006

Branding Anyone?



What more can I say? Simmers bitz uff Bilder umgstiige - meer denn evtl noch der Welcome Party vom Mittwuch (no blyb y villicht wenigschtens vo Chapel Hill verschoont an sällem Daag...)

23 Januar 2006

Tick-Box Mentality

Eigentlich wollte ich den Blog ja etwas vernachlässigen, aber "einen hab' ich noch". Innert 3 Tagen gelang es mir nämlich 2 der "To Do's" abzuhaken (wir verstehen nun den Titel, aight?).

- Samstags gings zuerst an eine Privatparty eines Pärchens welches gerne ihren "Christmas Letter" an ganz Fuqua (also auch mich) verschickt und so halt auch alle an ihre Party einlud. Weil der gute Mann auch als Mentor fungiert ging man dann hin. Mein aus Crackern bestehendes Geschenk (bei Unlce Harry's hat's halt keine Gläser - just kidding/Insider) liess ich dann doch besser aussen vor, zumal niemand der sonstigen Exchanger etwas mitgenommen hatte - lieber kein Präsent als ein Peinliches....
Nun denn, wir machten uns dann relativ schnell wieder vom Acker, wobei dies dezent zu bewerkstelligen gar nicht so einfach ist mit einem guten halben Dutzend Leute. Während wir dort waren rief noch mein Mentor an und wollte wissen was wir denn noch so vorhaben. Scheint als schufen wir uns langsam eine gewisse Reputation, sollte es doch wohl kommunikationstechnisch eher umgekehrt sein - meinte Seth (Progam Associate Fuqua) als er meint er habe noch nie erlebt, dass eine Gruppe Austauschstudis so Fraternity (Bruderschaft, quasi Studentenverbindung) - like sei?
Item, jedenfalls gings dann weiter nach Chapel Hill. In manchen Orten kam man mit internationaler ID nicht rein - schön dann aber wenn man dem gelangweilten Typen am Eingang mit UNC-Cap die DukeID zeigt. Autsch. Weil um 2 ja alles zu macht und nix mehr ist mit Alkohol hatten wir die glorreiche Idee uns zum Fraternity Square zu begeben und einfach eine Party zu "entern". Gesagt getan - der bis anhin definitiv movie-likeste Moment. Lauter Halbwüchsige (Mann hab' ich mich alt und auffällig gefühlt...) mit Pappbechern und einem diskutablen Kleidergeschmack. Unsere Playaz machten sich dann auch gleich ans Werk und "the Big Easy" erstaunte seine Mitstreiter einmal mehr indem er - richtig - ganz sich selbst war. So gegen halb 4 hatten die Jungz dann mehr Körbe als sie tragen konnten, Zeit also, den Heimweg anzutreten. Mir ging's blendend, aber bei den anderen hatte die Nacht spuren hinterlassen. Diskussionen welche wir in der Schweiz schon längstens zur Genüge geführt haben entfalteten sich nun. ("I'm very upset. I'm so depressed. Those girls we're so cute and they we're making out with such jerks. I'll go to WalMart today, buy some shitty clothes, get myself a dumbass look on my face and come back.") Ich hab ihn heute gesehen ("Hey guys howyadoin? How's you're depression") und scheinbar waren wir noch glücklich - 2 anderen welche wir aus den Augen verloren hatte wurde scheinbar von den Anwesenden mitgeteilt dass ihre Anwesenheit nicht unbedingt erwünscht sei. Man stelle sich das auch vor: ein paar Austauschstudis der verhassten Nachbaruni die noch durch Alter, Auftreten und kleidungstechnische Erscheinung auffallen wie ein roter Elefant in der Innenstadt. Aber eben: man hat's gesehen, wird's so schnell nicht vergessen und kann's abhaken.

- Gerade eben komm' ich vom Spiel der No. 2 des Landes im Frauenbasketball gg. die No. 2 Tennessee zurück. Halbe Stunde vorher ohne anstehen 'rein und auf der Stehrampe Platz gemacht. Am Eingang eine WalMart Tüte und das "CheerSheet" erhalten - darauf hat's Infos über "Standardgesänge" ("Feel free to improvise new ones" - you messi...; "If you're not making noise, you're not doing your part") und mögliche Dissereien der Gegnerinnen (eben dass ihre Playmakerin während der High School im WalMart was geklaut het - konfrontiert mit den vielen Tüten und dem "Wal-Mart" hatte die Dame einen ziemlich schlechten Tag und traf 0 von 4 Freiwürfe). Ich stand dann vor dem Center der Männer Shelden Williams (der dann wohl nix gesehen hat - selber schuld, wegen ihm haben die Männer Samstags erstmals verloren...) und neben mir waren 2 Typen in einem Hahn - bzw. Gorillakostüm (welcher der Sole-Uno-Davos-Jungz hat denn da geplauder, he?!). Ich sah dann geradewegs auf die Band und mir entfuhr zum wiederholten Male ein "this is soooooo clichéééééé!!!!", waren diese Leute doch zu nahezu 100% offensichtlich aus der "Geek'n'Nerd Association" rekrutiert worden.

Bevor das Spiel dann seinen Lauf nahm griff man sich ans Herz, starrte zur angeleuchteten Flagge und lauschte den Damen, welche die Nationalhymne intonierten. Nun ging's dann auch schon los und die Stimmung war für Damen-Basketball eigentlich okay. Es hatte viele Gegnerfans in Orange, aber die setzten sich eigentlich kaum zur Wehr (eher ältere Semester, tendenziell Angehörige). Mitte 1. Halbzeit setzte sich Duke ab und führte zur Halbzeit schon bedeutend - die Stimmung erreichte dann sehr eventbezogen beträchtliche Höhen und auch ich liess mich mitreissen wenn ein 3er reinging. Gibt halt hier mehr Gelegenheiten zum Feiern als etwa beim Fussball. In der Pause (die Cheeleaders sind übrigens gar nicht so übel - forget about the photos, Phil) kamen dann die Dancers (da hab' ich mir gedacht eigentlich sollte ich an mehr Damenspiele gehen), aber das eigentliche Highlight war eine Show im - bitte festhalten - SEILSPRINGEN!!! War wirklich spektakulär, man stelle sich das im Joggeli vor...
In der zweiten Halbzeit hat man den anderen dann so richtig den Arsch versohlt und die Stimmung erreichte in der doch ziemlich kleinen Halle (zumal für 9000 Nasen) den Siedepunkt. War cool, wie's wohl erst bei den Jungz ist?

So, ich denke die Rubrik hier wird in nächster Zeit etwas ruhiger werden. Es ist davon auszugehen dass Chad und ich morgen wieder zu unserem geschätzten Mexikaner gehen und danach einen Stock tiefer ein paar gute Biere geniessen (Mittwoch nix Uni für mich). Donnerstag geht's mit dem Mentor wohl in's Shooters (da hört man ja auch so Sachen...), Freitag ist Fuqua Black History Friday incl. Aufführung eines Broadway-Stücks später.
Achja, die CEO's von Deloitte und JPMorgan machen auch noch ihre Aufwartung die Woche, mal schauen. Man hat ja zu tun.

ps: Mami, y ha scho wider Salat gha!!!

21 Januar 2006

The Texas Pillow

Ein Texas Kissen? Was soll'n das? Eine Schlafkopfunterlage mit entsprechendem Umriss hat der werte Lee jedenfalls im International House gekriegt und seit er in Erfahrung brachte, dass der Dell Verkaufsmann am Telefon in jener Gegend zu Hause war und sich mit ihm ca. 3 Minuten über sein Kissen unterhielt begleitet uns dieser Running Gag. Welch kurzer Satz.

Item. Als ich Donnerstags nach meiner ersten Veranstaltung (Lobbying Congress - noch angenehm, hat genau Leute dass man sich hinter seinem Name Tag verstecken kann...) nach etwas herumlungerte passierte Verheerendes. Es ergab sich nämlich, dass mir die Shopping Jungz über den Weg liefen und mir ihren Plan unterbreiteten, nach Chapel Hill in den Ausgang zu gehen. Nene, für ein Bier wäre ich ja zu haben, aber in Anbetracht der freitäglichen 8h Vorlesung wäre der Trip doch etwas gar viel. Aber sie sollen mal anrufen falls sie wirklich gehen. Da sass ich dann später zu Hause und hoffte inständig das Telefon möge nicht ringen - was es dann tat. "Do you wanna come?" - "I don't want to, but I will. C u later...".

In Chapel Hill ging's dann in den Keller der üblen Spunte "East End". Nach Zeigen der ID wurden an der Bar 5 Dollar hinterlegt, was es einem von nun an erlauben sollte, für den horrenden Preis von ganzen 25 Cents Bier zu konsumieren ("Talkin' bout wrong incentives..."). Taha war BTW aus welchem Grund auch immer mit einem "Suisse" Shört unterwegs, aber wir wollen hier ja nicht über unseren geschätzten Driver ablästern.
Anfangs war der Schuppen noch relativ leer. Die grosse Herausforderung bestand nun darin Jacob ( nicht gerade ein Töggele-Held) irgendwie ein Tor zuzugestehen, was ich dann irgendwie geschafft habe. Später füllte sich dieser Ort der Sünde dann mit lauter alkoholisierten und nicht gerade wetterfest angezogenen Görls und man durfte Zeuge diverser Unterhaltungen werden. Teilweise findet ihr besser selber heraus wer nun zu wem spricht. Hier die inoffizielle Top 3:

1. "Heeeeeeeey - you were behind me in the walk up line to the basketball game, right?"
"Aaaa NO WAY, I never did not make it to a game."
"...."
"I was kidding, yeah that was me. I did not make it in because you guys added like 3 guys - and I was then "Loser No. 3""
"Oh. I'm sooooooooooo sorry. Who are you here with?" (Yyfersüchtig?)
"Well, like, almost all the Fuqua exchange students" (hier sprechende Person, like, neigt momentan, like, zu inflationärem unnötigem, like, Gebrauch, like, das Wortes "like")
"Cool. We're over there, so why don't you come over?"
"Yeah, might do that some time." ("Äääääääääää - nai.")

2. "Pascal, you gotta be lying to me. You're one of the funniest persons I've met so far. I'm sure you're the Hugh Hefner of Switzerland"
"For sure, come visit me in Playboy Mansion, pffffft..."

3. "Sorry, gotta take that cup over there"
"Uuuuuu, that accent, where are YOU from?"
"England. Where are you from?"
"Ehhh - the States?"
"Oh. Hm. Cool."
(Hier auftretende "Monic Lewinsky" (talking bout looks, not behavior...) wird noch weiter Thema sein)

Jedenfalls wars wirklich sehr lustig und kultig und so ziemlich alle Austauschstudis waren vertreten, inkl. der amüsanten Spanier. Mein "Para ganar carreras hay que entrenar muchas horas" stiess zwar nur auf Gelächter, allerdings können die 2 Typen auch ganz ernst sein. Vielleicht. Irgendwann. Sonst ist's eher von der Sorte "If chiu are e truu friind you tell Taha that göörls agli." Zudem traf man noch auf die Austauschstudis der UNC inkl. HSG-Delegation (welche hiermit gegrüsst sei). Insgesamt hatte es noch relativ viel "Duke-Gesindel", wobei meine Mitstreiter vielleicht mittlerweile begriffen haben dass man bei UNC-Damen nicht zwingend erwähnen sollte zu welchem Lager man gehört.

Schlussendlich nahm Lee die sturzbetrunkene "Monica Lewinsky" dann mit ins Auto. Dieser kamen dann doch so ihre Zweifel und obwohl Driver Taha ("Listen Monica - wait, what's actually your real name?") ihr nicht ganz zu Unrecht versuchte klar zu machen, dass Sie ca. 23430 Ave Maria beten müsste dass einer wie Lee sie überhaupt nur anschaute konnte sie nicht überzeugt werden (zumal sie eigentlich gar niemand wirklich überzeugen wollte). Jacob teilte ihr dann mit, dass sie dann nicht dumm rumsitzen solle sondern auch wirklich aussteigen - "We're in a rush!" (3 Uhr morgens...).

Jedenfalls mussten wir dann feststellen, dass Lee ihr gar noch nicht vom Texas Kissen erzählt hatte, was natürlich UMGEHEND telefonisch nachgeholt werden musste ("Now you are fairly impressed, right?").

Nach diversen Umwegen schaffte ich es dann gegen 4 in die heimischen Federn - wie ich es dann um 8 an die Uni geschafft habe weiss wohl niemand so genau. Das Feedback war jedenfalls positiver als nach gewissen "Donnerstag-nach-der-Fasnacht-Prüfungen" ("You look so fresh! Amazing!"). Und die Kurse waren auch okay. "Strategy und Public Policy" bei Alt-Hippie Bernie ("They say those who remember the 60s weren't there") und "Biotechnology: Management of Drug Discovery" als vertiefte Auffrischung des nicht mehr vorhandenen Wissens über DNA, Aminosäuren etc. Immerhin bin ich jetzt up-to-date in den neusten medizinischen Fachjournal-Artikeln über Entwicklungen in der Krebstherapie...

Nach einem herrrrrrligen (hallo Marc) mexikanischen Mittagessen untermalt von einer Country-Live-Kapelle auf der sonnigen Terrasse des Bryan Centers und obgenanntem zweiten Kurs fand abends dann der "Fuqua Friday" statt. Immer zum Ende der Woche gibt's da gratis Essen und Trinken (Bud & Co. sind einfach graaaaaauenhaft) und die Leute bringen ihre ganzen Familien mit. War gemütlich, auch wenn der arme Seth sich ungerechtfertigterweise vor mir verstecken musste. Man lief dann auch noch meinem Mentor (welcher mir nächsten Do ein Undergrads-Bar in Durham zeigen will. Do? Not aaaagaaaaain....) und Nazar erzählte uns wo man dann so hingehen sollte. Ajay erfuhr dann von meinem schändlichen Verhalten vom Vortag (siehe No. 1) und brachte einen weiteren Spruch: "Pascal, do you play golf?" - "Nope." - "That's the problem - otherwise you would no you sometimes gotta play on the rough to get to put on the green..." Der Junge ist ganz offensichtlich seelenverwant mit D. aus A.

Ich war ja eigentlich hundemüde, aber die neugewonnen Informationen mussten natürlich sofort überprüft werden. Im Sirens wars dann auch amüsant (scheinbar gerade eine Motto-Party "Glam"), aber nicht ganz Chapel Hill like. Bereits auf dem Heimweg schien dann der nimmermüde Jakob seinem Ziel schon wesentlich näher zu kommen und ich wurde immerhin vorübergehend das "Hugh" los (nachdem wir uns schon überlegten mangels eines zweiten Vornamens einfach da "H" als Mittelinitialen zu erfinden):
Taha: "Ooo look, Jakob! And there's the arm!"
Me: "Aa, he's trying to hard, no?"
Taha: "Possibly, but aren't we all guilty of trying to hard? Well what am I saying, obviously apart from you."
Lee: "Aight, you're the Big Easy, man!"

18 Januar 2006

Soooooooo typical...

Nachdem ich meinen Mentor und seinen lustigen Kumpel getroffen hatte und mit den beiden chinesisch Essen war (besagter Buddy spricht sogar Deutsch weil seine Mutter aus Deutschland und der Vater aus dem Jemen bzw. umgekehrt, wer will das schon so genau wissen, kommt) machte ich mich so um 3 auf dem Weg vors Stadion. Ha, das wird ja locker, war doch kaum jemand da. Ich wusste dass es scheinbar eine Schlange für diejenigen ohne und eine für die mit Tickets haben würde - aber was für Freaks sind denn schon 4h vorher da nur um einen etwas besseren Platz zu haben und ihr Fresse in die Fernsehkameras zu halten? Es war somit also eigentlich klar dass die vielleicht 8 Nasen mit Campingstühlen meine Linie zum Anstehen sein würden und nicht das kümmerliche Quartett welches sich zentral breit geschlagen hatte.
Da sass ich also nun und liess mich von meinem Ipod beschallen, während die Zuversicht schon richtig zu sein wuchs, als sich Leute hinter mir einreihten, während das Häufchen dort immer noch alleine sass. So why ask? So gegen 5 kamen dann auch in der Mitte einige Leute, also geht man doch auf Nummer sicher und fragt mal. Okay, doch nicht richtig, 2 Stunden vergeudet, aber was solls, sind ja vielleicht max. 20 Leute vor einem, reicht locker. Was sagst du? Ob es für mich okay ist wenn deine 3 Kollegen später kommen und dann mit dir noch anstehen? Klar doch, bin doch kein Unmensch, hat ja für alle Platz. (Man merke sich in diesem Zusammenhang die Zahl 3, ich wiederhole: 3.)
Als dann die Liste zum Einschreiben umherging erinnerten sich viele Leute vor mir scheinbar daran, dass eigentlich noch x Kollegen mit ihnen anstehen die aber noch niemand erblickt hatte. Gut, ich war also Nummer 40. Mittlerweile waren auch einige Exchange-Studis, der Fuqua Programm Associate und mein Mentor eingetroffen, man unterhielt sich, konnte den Faden mit der Belgier-Geschichte endlos weiterspinnen und hatte eine gute Zeit (war aber langsam saukalt). Der Assistant war etwas besorgt, weil nun mitgeteilt wurde man würde die ersten 50 reinlassen und bei den anderen Mal schauen und er war so um 60. Aber ha, immerhin good news für mich. To cut the whole story short: ich war dann der 3. der's nicht mehr geschafft hat, weil zu blöd zum richtig anstehen und zu nett as always. Better luck next time (zur Halbzeit sind wir mit 1 Punkt hinten - mein Support fehlt ganz offensichtlich...) und morgen Frauen schauen.

Numme rasch go ässe...

Es ergab sich an einem Dienstag, dass die zwei miteinander kommunizierenden Bewohner von Apt. B. beschlossen, sich das Abendessen beim Mexikaner auf dem Central Campus einzuverleiben. Der werte Chadster hatte gerade seine Nachholprüfungen absolviert und konnte sich nun daran machen, sich für das aktuelle Semester auf den neusten Stand zu bringen. Es konnte also von einem doch eher kurzen Ausflug ausgegangen werden - was sich als falsche Einschätzung herausstellen sollte, aber nun hat der gute Mann halt keine Zeit für Basketball. Prioritäten...

Stilecht gönnte man sich zu Nachos, Burritos, Tacos und Quesadillas natürlich ein Corona. Doch da passierte es: zwei australische Augen erspähten die sich im unteren Stock befindende Bar und ehe man sich versah, sass man auch schon an der Theke. Es wurde dann spät, irgendwann schloss Barkeeper Taz den Laden. Wer hat da gerade "Loser!" gehustet?

An besagtem Ort gibt es jedenfalls verschiedene Biere, von Newcastle Brown Ale über belgisches Starkbier, Pale Ale, zu Sierra Nevada. Der Barkeeper fand uns irgendwie noch glatt (gut, im Smalltalk und "so tun als ob mich mein Kunde saumässig interessiert - erzähl mir von deinen Haustieren..." sind die hier eh Weltmeister, da können Schweizer Verkäufer noch viiiiiel lernen) und so brachte er uns ständig irgendwelche "Probiermuster", was zu einem nicht unbedeutenden geschmacklichen Durcheinander führte. Ich hab' dann eins ohne Test genommen - Fehler.
Beeindruckt stellte ich dann fest, wie der Chadster in Rekordzeit eine Jack Daniels Cola nach der anderen hineinstürzte. Auf mein "You're a machine" meinte er nur "You ain't seen nothing yet". We'll see - oder vielleicht auch besser nicht. Der Barkeeper erzählte uns mittlerweile wie er in London und Amsterdam Freunde besucht habe. London sei nicht so der Hit, aber in Amsterdam hätten ihm die belgischen Frauen schon gefallen. Als er dann meinte er wollte schon immer nach Australien und - natürlich - die Schweiz hätte ich ihm eigentlich Stockholm als Destination empfehlen sollen.

Nun denn, scheinbar ist es so dass hier das Wochenende schon Donnerstags beginnt und der Chadster vor hat sich nun regelmässig nach der Vorlesung (er hat Freitag nix, ich schon!) dort hin zu begeben. Wohl eher selten mit mir - wobei der Barkeeper sogar meiner Meinung war weil man doch wirklich gescheiteres tun könne als in einer überteuerten Bar rumzuhängen. Indeed.
Bevor der Chadster seine obligaten Nach-dem-Trinken-Nuggets im McDo holte (you've seen the pictures, aight?) ging's dann noch zum Wasserlassen. Der gute Mann schnaufte dabei so schwer wie eine Dampfwalze. Mein "Luke, I'm your father" finde ich auch heute noch saulustig und ihr gefälligst auch - wenn ich nicht mind. 5 "Shut uuuuup!" pro Tag von ihm erhalte ist's eh ein verlorener Tag. Nämmlig.

So, gleich geht's mit meinem Mentor Lunch einnehmen, bevor ich dann so gegen 3 (spiel ist um 7...) zur Basketball-Schlange gehe. Wenn's heute nicht klappt halt ein andermal bzw. morgen bei den Weibchen.

ps: Mit der Geschichte wie ich mich von der Mall kommend grausam verlaufen habe und plötzlich wieder am Ausgangspunkt stand verschone ich euch.

16 Januar 2006

Harry Update

Hier noch ein Artikel aus der lokalen Presse. Die tägliche Uni-Zeitung scheint heute auch Ferien zum machen:

http://www.newsobserver.com/155/story/389098.html

Don't miss the photos unter "more photos"...

15 Januar 2006

Holy Sh...äää...Day!

Als wir den Protagonisten das letzte Mal verliessen machte er sich auf den Weg zur Rede (die sich später eigentlich eher als Gottesdienst herausstellen sollte - "Commemoration Service" halt...) von Harry Belafonte (den scheinbar niemand kennt - C'mon, "Mathilda"! King of Calypso!). Dies fand statt weil morgen der Martin Luther King Feiertag ist. Belafonte war scheinbar einer seiner Mitstreiter und ist der Uni zu Dank verpflichtet, weil man ihm bei der Bewältigung seines Krebsleidens zur Seite stand.
Zusammen mit Chad war man beinahe da, als plötzlich ohrenbetäubendes weibliches Geschrei erklang. Und dann DIESER Anblick! Hunderte von (wahrscheinlich undergrads) weiblichen Studentinnen in verschiedenfarbigen Shörts gekleidet oder sonstwie unterscheidbar zogen umher. Scheinbar war da irgendein Event der Sororities (Schwesternschaften - quasi weibliche Studentenverbindung). Der gute Chad hat nun einen Schock für's Leben - das sei zwar schon ganz nett, aber gänzlich unvorbereitet da hinein zu geraten sei das ziemlich krass. Wieder einmal nicht ganz Unrecht.
Jedenfalls betrat ich dann nach dem Lunch bei Subway die sowohl von innen wie aussen imposante Chapel. Man händigte mir dann eine Kerze und ein Programm aus und teilte mir mit, es habe nur noch Stehplätze. Jänusode. Da stand ich nun also inmitten sehr vieler Afro-Americans (mein Favorit der Gangsta mit dem an Warner Brothers angelehnten Pulli "If you see da Police Warn a Brotha") an der Wand und harrte dem, was da noch so kommen sollte. Zuerst der Einmarsch der Gladiatoren: angeführt von trommelnden Herren und tanzend singenden Damen in wallenden traditionallen afrikanischen Gewändern (eigentlich fast wie Florian am Monitor-Weihnachtessen...) trotteten diverse Damen und Herren nach vorne und nahmen im - wie sagt man dem schon wieder? Halt dort hinter der Kanzel! - Platz. Nachem eine Dame noch kurz ihr Stimmorgan zum Klingen gebracht hatte richtete der "Dean of Chapel" einige Worte an die Gemeinde. Als nächstes folgten dann diverse Speaker (Rektor, Bürgermeister), die sich vor dem Gast vor Ehrfurcht im Staub wälzten, wobei die diversen Studentenvertreter v.a. zeigen wollten, dass sie Leute zitieren können und die "Black Students Union" Member eher auf der persönlichen "Katharina" Ebene zu punkten versuchten. Scheinbar war Duke eine der ersten Unis, zumal im Süden, welche schwarze Studenten zuliess und mit der Medizin-Fakultät auch bei der Kathrina-Bewältigung ziemlich aktiv. Der (auch afro-amerikanische) Bürgermeister überreichte Belafonte gar den Schlüssel der Stadt.
Während all dieser Arschlecker-Grussworte kam ein freundlicher junger Mann: "Please follow the lady, we have a seat for you." Sweet, denn langsam war's nicht mehr so angenehm. Ich wusste allerdings nicht, dass diese Plätze im runden Bereich hinter der Kanzel quasi inmitten des Gospelchors und der Speaker sein würden. Wenn ihr also auf irgendeinem Foto hinter Belafonte (der so ca. 3m von mir weg war) einen leicht irritierten Weissen seht dann bin das wirklich ich - ich sah denn halt einfach immer den Hinterkopf des jeweils schwatzenden.
Schliesslich kam dann der Auftritt des schon knapp 80jährigen "Messias", welcher mit einer ziemlich imposanten Standing Ovation begrüsst wurde (da bin ich aber erschrocken - als ich stand waren wohl alle schon wieder unten). In seiner Rede erzählte er dann die eine oder andere Anekdote aus seinem und MLK's Leben und übte sich im eifrigen Name Dropping. Die "Conservative Students Union" hatte sich ja ob der Einladung dieses "kommunistischen Extremlinken" empört gezeigt und dies nicht ganz zu Unrecht. So schaffte er es dann immer wieder mehr oder weniger subtil über die aktuelle Regierung ("oppressors") herzuziehen, und diese für den Irak-Krieg und die Kathrina-Versäumnisee zu brandmarken, was mit teilweise frenetischem Applaus (besonders des asiatischen Couples vor mir. Huh?) quittiert wurde, während mir schien der beinahe neben mir sitzende Rektor habe sich in seiner Haut auch schon wohler gefühlt. Dabei schaffte Harry es, nie direkt zu sagen Bush sei ein Terrorist, sondern einfach zu fragen, wo denn da der Unterschied zu 9/11 sei und generell vom Terror zu sprechen. Naja, man kann's auch übertreiben und seine Schilderung des Besuchs bei Hugo Chavez war dann ziemlich naiv. Trotzdem eine imposante Persönlichkeit.
Zum Abschluss (nach knapp 3h Reden...) wurd's dann noch besinnlich. Jeder hatte ein Kerze bekommen, und Vertreter diverser Religionen (Juden, Buddhisten etc.) entzündeten nun ihr Exemplar daran und machten sich nach einem kurzen Statement daran, auch den Rest der Kirche "anzustecken". Nun erhob man sich und die ganze Kirche sang We Shall Overcome. Ich dann auch, nachdem sich die Damen zu meiner linken und rechten bei der Suche im Buch behilflich zeigten und mir eine Kerze organisierten, dabei hatte ich doch eh eine im Hosensack und hätte halt einfach gut ohne leben können. In diesem Moment hatte meine Position nun doch seinen Vorteil, denn mir bot sich ein optisch wie akkustisch eindrückliches Schauspiel einer Masse, welche bekehrt, bekerzt und beherzt sang. Dazu erwachte auch der mir gegenüber sitzende Gospel Chor aus seiner Lethargie. Diese war vorher interessant zu beachten - kein Klischee kommt an diesen meist relativ beleibten Haufen von wabenden blauen Gewändern heran, welcher oft ziemlich gelangweilt den Worten lauschte, oft mit Steve-Urkel-liken-Brillen und wohl mit den wechselnden Gedanken Chips-Oprah-Oreos-Jerry Springer etc.

War jedenfalls ziemlich interessant gleichzeitig das "andere Amerika", die Kurzversion eines Gottesdienstes, guten Gospel in "authentischer Umgebung" und die ziemlich imposante und beinahe mitreisssende Verbundenheit der Leute untereinander zu erleben. Wo geht's zur nächsten Freikirche?

Recent Developments - Chauvis allenthalben

So, bevor's als Schaulustiger zum Vortrag von Belafonte (falls es etwas zu erzählen gibt natürlich später mehr dazu) geht, noch ein Update zu den letzten Tagen:

Freitag: Morgens Führung über den Campus mit dem Fuqua-Verantwortlichen. Nun kenn ich' die saumässig vielen Gelegenheiten um sich auf dem Campus zu verpflegen. Neben Orten um Sandwiches zu kaufen gibt's da glaub' ich sogar noch Sandwiches. Und Sandwiches. Die Burger nicht zu vergessen. Gut, Mexikanisches und dergleichen hat's glaub auch noch drunter - und die "Duke Hairdressers", Mom!!!!!!!
Mittags dann eine "Shopping Frenzy" Tour im Duke Store - weder Gläser, Tassen, noch Pullis, Shörts etc. waren vor mir sicher. Und wenn man sich nicht zwischen 2 Caps entscheiden kann nimmt man halt einfach beide - nun bin ich jedenfalls ready fürs Spiel am Mittwoch (und Mitansteher inkl. dem Fuqua-Verantwortlichen hab' ich provisorisch auch schon rekrutiert).
Nachmittags habe ich mir dann meine Pre-Readings/Assignments besorgt. Ist bis Donnerstag alles locker machbar, jedoch wird's lustig ständig irgendwelche Assignments abgeben zu müssen, all nighters at the horizon. Biotech ist zwar interessant, aber da war ich bei Projekten für gewisse Firmen eigentlich schon fast "fortschrittlicher" unterwegs. Andere Texte sind demgegenüber schon ziemlich "basic" (was sind Normen, Gesetze, Standards? Pfft, HSG Jus1...) Zu den Fächern dann mehr wenn ich mal da war.
Abends dann "Welcome Party" im International House. Leider ging der Wein relativ schnell aus und auch aus dem "Dort Dinner essen" wurde mangels massiven Cracker-Nachschubs nichts. Immerhin war mein Flatmate auch dabei und stellt mich seinen Kollegen jeweils standardmässig mit "that's my flatmate - you know, the one who talks to me" vor. Ich habe ihn schon gefragt wie intensiv er denn den Joke geübt habe. "Shut up, you loved that one!" - hat er nicht Unrecht.
Später ging's dann mit einer Meute Fuqua Exchange Students noch in eine eigentlich noch relativ coole nahe gelegene Bar. Dort trafen wir dann einen obercoolen der "Mentors" von Fuqua und hatten zum Glück auch seinen "Mentee" dabei. Besagter Mentor (eine Grieche der sehr "verlebt" aussieht, auch so spricht und sich verhält - hoffentlich ist der nicht so alt wie er aussieht) hatte gerade Offers von Lehman Brothers und einer anderen Investment Bank (wem auch immer) erhalten und war dementsprechend in Feier- und Spendierlaune. Das Bier und Tequila (ohne Salz und Limette...) flossen dementsprechend reichlich. Der werte Alexis hat mich nun so richtig lieb, aufgrund folgender Konversation:
Him: "Who's in for Tequila?"
Me: "Hm......"
Him: "Nobody forces anyone, if you guys don't want to...."
Me: "Are you kidding? Stop talking' and complainin' and bring it on!"
Him: "Aaaaaaa - my Swiss friend!"

Den Sprüche-Award (auch wenn die nicht ganz frisch waren....) holte sich an jenem Abend Ajah ab. Er studier mit "Tintin" (einem verwirrten und sehr nerdigen Chinesen) in Südafrika, kommt aber eigentlich aus Botswana, ist 30 und seine Frau wirft im Juni zum zweiten Mal. No. 1: "I can check the menu, but not taste the dishes". (Er hat dann doch etwas gegessen, aber das bezog sich wohl auf etwas anderes....). No 2: an uns gewandt und auf diverse Damen zeigend: "You gonna miss 100% of strikes you don't take!"
Schon 1 Jahr an Fuqua ist Greg, welcher bei den Undergrads auf dem East Campus für die Ordnung zuständig ist und dem der Chauvinismus und Machismo auch nicht fern liegen. Wir haben uns jedenfalls grosszügig für eine Inspektionstour zur Verfügung gestellt...
Auch dabei waren Lee und Taha (beide London School of Economics) und Jacob aus Stockholm. Diese haben mittlerweile eine "fancy" Wohnung gemietet, welche ziemlich beeindruckend ist, schon fast Loft-Style. Zudem haben sie ein eigenes Auto und Taha pflegt nicht zu trinken - was Wunder also dass ich mich mit denen gut verstehe (nicht trink- sondern transporttechnisch...).

Samstag: Mit oben letztgenannten Jungs ging's auf eine Shopping Tour. Startend um 11 waren wir erst gegen 19 Uhr wieder zu Hause. Neben Trips zu SuperTarget (Velo, Helm, Schloss), Cingular (Mobile - wo Taha als Übersetzer für einen mexikanischen Gangster der kein Englisch konnte einsprang) und Taco Bell verbrachten wir v.a. viel Zeit im WalMart (Mikrofon, Nachttischlampe etc.), waren dann aber abends dermassen kaputt dass der Ausflug nach Chapel Hill (dort wo die UNC ist und mehr abgehen soll, v.a. Donnerstags und Samstags) vorerst verschoben wurde. Zudem muss Driver Taha auch noch einen Essay verfassen. Naja, jedenfalls hab' ich somit schon eine (erste) potentielle Transport-Crew gefunden und die Jungs sind auch höchst amüsant. So stellte ich erstaunt fest, wie viel Grünzeug der werte Taha einkaufte und machte ihm den Vorwurf, das sei doch kein echter Austausch wenn man sich den lokalen Gepflogenheiten nicht anpasse. Die Entgegnung, (be)kochen sei eben immer noch einfacher als tanzen hat mich dann aber doch überzeugt. Muss mir irgendwo ein Kochbuch besorgen.

12 Januar 2006


Schöööön... Posted by Picasa


Gang Posted by Picasa


Saubere Sache Posted by Picasa


Kuchi Posted by Picasa


Living Room Posted by Picasa


Ässdisch Posted by Picasa


Baaaaathroooooom Posted by Picasa


Zimmerussgang Posted by Picasa


Schaffe, schaffe... Posted by Picasa


Vorhär... Posted by Picasa


Nochhär. Nuff said? Nuff said! Posted by Picasa


Schüttschdai Posted by Picasa

Luxus

Heute wollen wir uns dem Thema Luxus widmen. Dieser manifestierte sich heute wiefolgt (*hüstel*):

- Natürlich ist Fuqua mit dem neusten High Tech ausgestattet - moderne Arbeitsplätze, gratis Laserdrucker, muss etwas kopiert werden gibt man dies gratis in Auftrag etc. Was aber verglichen mit SG wirklich als luxuriös zu bezeichnen ist: PLATZ!!! Gut, als Folge davon darf ich meine angefutterten Consulting-Kilos laufenderweise abarbeiten, aber sonst: gut doppelt soviele Studis wie die HSG auf einem vielfachen des verfügbaren Platzes. Fuqua alleine kommt wohl schon ziemlich nahe an die HSG heran - und dann erst die wunderschöne lichtdurchflutete Cafeteria, die edle Old Faculty mit lauter Gründungsvätern etc - ganz, ganz geiles Gebäude.

- Wenn die Nachtruhe nicht noch einmal darunter leiden soll, dass man nur eine Matratze hat ruft man sich eben schnell ein Taxi, welches dann unentgeltlich am Wal Mart (whoaaaa!!!! massive!!!!) auf einen wartet. Eigentlich wollte ich mir ja dort ein billiges Bike kaufen um zurückzuradeln, aber die Distanz war dann doch nicht so unbeträchtlich wie erwartet. Immerhin habe ich jetzt die Karte von Hatim, welcher Sonntag immer mit seinen Kumpels kicken geht und mich da gerne auch sehen würde. Aber will man wirklich mit jemandem spielen welcher steif und fest behauptet die Schweiz sei an der WM 94 im Achtelfinale gegen SAUDI ARABIEN herausgefault und zwar mit 2:4? Gut, er wird's wissen, wer will sich denn schon von einem Schweizer belehren lassen?

- Mein bloggender Mitbewohner ("What? You told your friends about that? I'm gonna write 'I don't know no Pascal, that must be a stalker'. Scheint heute sowieso das Thema zu sein, wie an der Orientierung: "One point about the Fuqua Code of Honor is harrassment. A no is a no, and calling 25 times after that is harrassment. Period" Böse Zungen nennen dies "d Anti-Tülli Policy"...) leistet sich den Luxus einem Typen von dem ihn nur eine Wand trennt (also mich) via MSN Messages zukommen zu lassen. Diese Konversation kann man der Öffentlichkeit nicht vorenthalten (die "Night" bezieht sich aufs Basketballgame ihr Ferkel), man beachte auch den exzessiven lol-Einsatz, hach bin ych e Glatte...:

Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
Who is this? (Anmerkung des Setzers: er wusste nicht wer da um "Aufnahme" bat)
Tülli - het e Koffer sagte:
A stalka
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
oh pascal
Tülli - het e Koffer sagte:
Who's that?
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
lol
Tülli - het e Koffer sagte:
That's pathetic - we're the nerd twins...
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
we?
Tülli - het e Koffer sagte:
Right, I'm still normal.
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
lol
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
ok, im going to do some reading on my bed
Tülli - het e Koffer sagte:
that's what the tissues are there for, aight?
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagte:
dirty dirty swiss man

Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
what the heck are you cooking?
Tülli - het jetzt au e Küssi... sagt:
some microvave shit in the oven - as always...
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
lol
Tülli - het jetzt au e Küssi... sagt:
I'm not Peter Pan! (what a play of words...) (Aamerkig vom Setzer: Der Dritte im Bund Peter kocht halt immer mit der Pan...)
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
u fool
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
im not a nerd
Tülli - het jetzt au e Küssi... sagt:
yeah, let's get involved in some "Yes you ARE!" "No I'm NOT" Action...
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
lol
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
i know you are, but what am i
Tülli - het jetzt au e Küssi... sagt:
u tell me
Iron Chef Chad (A night I will NEVER forget ) sagt:
lol
- Wenn man abends um halb 10 wie eben gerade findet man könnte doch eigentlich rasch mit dem verhungernden Roommate in den Uncle Harry's gehen und sich dort unnötigen Mist (Starbucks Frappuccino, Kokossaft ohne Dosenöffner...) kaufen. Dumm nur, dass man sich dabei halt nicht extra noch umzieht und im einzigen engen Gang des Shops einem Riiiiiiisebüsi begegnet.

- Phil dir wurds do au gfalle, ya know... ;-)

So, ych finds immer gailer do. Und irgendwie gewöhnt man sich dann langsam auch an die oberflächliche aber manchmal durchaus von Herzen gemeinte Freundlichkeit der Amis.

06 Januar 2006

Jaaa es lebt noch

Da sich diverse Fans dieser kleinen Selbstdarstellungsrubrik ob der ausbleibenden Updates empört zeigten kann hiermit versprochen (ob es dann auch eingehalten wird steht auf einem anderen Blatt) werden: Mit Abflug in die Staaten sollte hier wieder regelmässiger etwas zu berichten sein, so dass man sich bei Bedarf auch etwas regelmässiger als nur mittels sporadischer Newsletter (man will ja nicht gleich alle mit exzessivem Spamming verärgern) über mein Wohlergehen und die sicher nicht ausbleibenden "Wider emoll typsich Tülli" Momente informieren kann (fantastische Mischung aus Push/Pull Approach). Zur Besseren Verständlichkeit aller potentiell Interessierter von nun an in der Sprache der Dichter und Denker - English wäre dann doch etwas übertrieben und das Baseldytsch erfordert für manche(n) wohl unnötigen Mehraufwand (micht nicht unbedingt ausgeschlossen).

ps: Neu Dazugestossene mögen die vorhergehenden teils gefühlsduseligen Einträge schlicht ignorieren, so sie sich denn nicht noch mehr als eh schon ob meiner wundern möchten.

pps: Am 6. Merz föön die drey scheenschte Dääg aa - be there or be square!