Dasch der Ort für dä Saich won em Tülli halt grad eso in Sinn kunnt

30 April 2006

Gaffer

So, nun sitze ich also hier mit meinem Chicken Taco Salat mit Honey Mustard Dressing (dessen Quesadilla-Vorgänger tut jetzt nix zur Sache...) und mach' mal wieder ein Update.

Mittwoch

Last Day of Class wurde wirklich ziemlich "verschüttet". Man leiht sich halt den Schirm des büffelnden Flatmates aus und nimmt zumindest bei der letzten Band noch kurz einen Augenschein. Rasch 2 Bier und eine Packung Lunchables verdrückt, dann hat man auch schon genug: die Band tönte auf iTunes besser als live und generell wird die Matte eher von Volk bevölkert welches vielleicht nicht so viel trinken sollte wenn es damit nicht umgehen kann ohne ständig in andere Leute zu latschen.

Donnerstag

Die 4 letzten Stunden Uni EVER! Power und Politics noch in Ordnung, aber "Märchenstunde mit Arie" dann eigentlich ziemlich unwürdig. Ich mein: es ist ja schon ziemlich peinlich, heutzutage Leuten noch die unsägliche "3M ist ja soooo kreativ, freie Zeit für Mitarbeiter, Kultur unkopierbar, blabla" - Story unter die Nase zu reiben. Aber wenn man das wenige Wochen vorher schonmal erzählt hat? Hm... Naja, immerhin fertig. Und entgegen den meisten anderen Austausch-Leuten keine Prüfungen (und nur noch ein Paper abzugeben bis Donnerstag, welches eigentlich schon fast fertig ist). Juhui. Abends dann mit den Station 9 Jungs inkl. dem einen Standard-Anhang mexikanisch essen gegangen.

EINSCHUB START: Wenn man's schon von Larissa hat: Am Vortag hatte man sich auf vielfaches Drängen bei Facebook (einem Art Online-Tool um damit anzugeben wieviele (oberflächliche) Freunde man hat...) angemeldet. Das macht zwar wenig Sinn, weil in der Schweiz gerade mal die Hotelfachschule da aufgelistet ist und meine Anzahl an Bekanntschaften an U.S. Colleges doch relativ limitiert ist, aber hey, immerhin kann ich so ein paar Fotos dort speichern und mit Chad, Lee und Taha in Kontakt bleiben. Nie hätte ich mir erlaubt, da gleich auch noch deren UNC-Bekanntschaften zu adden, aber nun wird man mit einem: "Hesch my scho uffgnoo? Nit? Jetzt bin y druurig, *snif*" empfangen. Dies wurde mittlerweile natürlich korrigiert und gerade sehe ich wie in ihrem Fotoalbum ein Bild von mir mit diesem ihrem unsäglichen Wikinger-Hut auftaucht, na danke (ähnlich Tillate kann man die dann auch "benamsen bzw. benametaggen"). Ich bin mittlerweile auch Mitglied beim einen oder anderen OpenBC-Konkurrent, was überhaupt keinen Sinn macht, aber man will ja keinen der topmotivierten networkenden Einlader beleidigen. Der Markt möge sich bitte auf eine globale Plattform einigen, damit ich mich nicht mit 3 verschiedenen Dingern (1 für die Englischsprecher, 1 für die Leute @home und eines für den Fuqua-Rest (Spanier, Inder und was da noch so kommen möge... - "LinkedID" anyone?)) herumschlagen muss. Danke . EINSCHUB ENDE

Danach zurück zu ihnen (wo ich Sonntags wohl eine Vorahnung hatte als ich so manche Flasche Bier zurück liess) und als Überraschung für die Exchange-Abschiedsveranstaltung Fotos und Musik (Dallas, Born in the U.S.A. und "noch was" schlugen die A-Team-Titelmelodie haarscharf) für eine Slideshow zusammengestellt. Als man fertig war, war's schon so spät dass sich ein Trip nach Chapel Hill gar nicht mehr gelohnt hätte.

Freitag

Ausgeschlafen und dann zum Abschiedslunch mit Prof. Bernie, dem ich ja in Term 3 dazu verleitet hatte, seine Brille zu schädigen. Interessante Diskussionen geführt - ich hab' noch selten jemanden gesehen, der Bush so abgrundtief hasst, dass man beinahe sieht wie sich ein Magengeschwür formiert wenn er darüber spricht. Dabei habe ich quasi den Ami-Ritterschlag erhalten, als ich über die "Daily Show" und den "Colbert Report" doziert habe (notabene ohne hier einen TV zu besitzen - Internet-Filmchen lassen grüssen...) und Bernie zur Asiatin welche wohl schon einige Jahre hier ist meint: "Verstehst du überhaupt worüber wir sprechen? Wohl nicht, hä, du bist halt noch zu wenig lange hier um das zu verstehen. Aber erzähl' doch deinen Freunden zu Hause mal dass die meisten jungen Leute hier sich mittels einer Fake-News-Show über das Weltgeschehen informieren."
Bei der obligatorischen Abschlussveranstaltung für die Austauschleute erhielten wir dann schon einmal ein Diplom (Zu Hause Fraktion: Platz freischaufeln, Rahmen bereit halten), welches sich durchaus sehen lässt. In dieser wunderbaren (gotischen?) Schrift steht da:

"Duke University
The Fuqua School of Business
Certifies that

(My name)

has successfully met all academic requirements associated with the exchange program of Spring 2006"

Dazu durfte jeder von uns nach vorne und sich von den anderen beklatschen lassen. Als ich an der Reihe war meinte Seth dann noch irgendwas, das ich nicht verstanden habe - wohl ob er mir das wirklich mit gutem Gewissen geben kann oder nicht. Zudem musste man noch ein Formular ausfüllen, damit sie einem die Noten an die Uni und nach Hause schicken können - ich hab' natürlich gleich mal eine Ladung überschüssige Exemplare bestellt, damit das Certificate da nicht so alleine hängen muss... Ausserdem haben wir vollen Zugriff auf die Alumni-Datenbank und man kann uns lebenslang unter vorname.nachname@fuqua.duke.edu erreichen. Sweet! Somit bin ich nun Mitglied im Alumni Club Switzerland - looos, gfelligscht e Meeting yyberiefe!
Als die Reihe dann an jedem war, zu sagen, was einem denn am besten gefallen habe bzw. welches das persönliche Highlight war, war ich mir der Erwartungshaltung an den Spassvogel voll bewusst. Nach den zu erwartenden Standardantworten "The people here are soooooo nice and friendly", "The brilliance of the students" (Weggt my bitte öbber?!) war es deshalb an mir auf den Punkt zu kommen: "Wo der Seth [welcher da mit Natalie stand und uns angrinste...] bi der Exchange Party im Station 9 Clubhouse uff de Knüü ummegrobbt isch und der Boode butzt het... Okay ärnschthaft: ALLES!!!" Er fand's auch witzig, zumindest lässt seine Widmung "Pascal is a a true Blue Duke Blue Devil. It was an honor to wait in line with you!" auf keine nachhaltige Verstimmung schliessen (das Blue isch übrigens au dört dobblet, isch ussnaamswyys nit my Fääler bzw. s macht sogar Sinn, okay?).

Danach den Omi-Hut ("You look soooooo gay....") montiert und Nattana beim Ausladen des Essens fürs Abschlussbuffet geholfen. Dabei noch Nazar getroffen, welcher wohl wirklich bald in die Schweiz kommt - und Ende Juli nach Ibiza, auch eine Überlegung wert. Who wants to join? Nach Miami habe ich meine Bedenken bzgl. "zu posh" irgendwie abgelegt. Dass die danach aber nach Mykonos gehen macht mich schon nachdenklich, liegt wohl wirklich an meinem Hut...
Man stellte fest, dass die Jungs scheinbar keine CD hatten um die Slideshow nachhaltig zu speichern, also wurde das so ad hoc nochmal improvisiert (wobei dann halt einige langweilige und ziemlich unnötige Bilder dabei waren) und dann einem erlesenen Kreise vorgeführt.
Im Anschluss dann der letzte Fuqua Friday mit einer Ausstellung von Kunstwerken der Studenten und einem sehr amüsanten Kochwettbewerb, wo man natürlich auch das eine oder ander Müsterchen abstauben konnte. Für die Ausstellung kam auch ein Van von "Scrap Exchange" - nicht allzu erstaunlich, dass man hier gerne posierte und dabei einen Buchstaben verdeckte. Tscheggschen?! Man unterhält sich dann auch immer wieder gerne über das völlig unberechtigte Superior Pass in Biotech und ich versuche den Leuten vergeblich beizubringen dass Cristina nicht wie man auf den ersten Blick vermuten könnten überhaupt nichts gemacht hat, sondern ihre eine Seite über die ethischen Gesichtspunkte meine Seiten über die Finanzierung locker in den Schatten stellt. Weil mich aber irgendwie eh nie jemand ernst nimmt klappt das irgendwie nicht so richtig. Cristina zeigt sich dann aber doch besorgt: sie habe nächste Woche Interviews für einen Pharma-Job und weil ich den Finanzierungs-Teil ja so deeeeeeeermassen im Griff habe (mit welcher unglaublichen Weisheit ich da gesegnet war in einem zur Verfügung gestellten Modell ein paar Zahlen zu ändern und dann völlig spekulativ darüber zu schreiben - sensationell!) wäre sie froh wenn sie mich da dann noch ausfragen könne falls sie die Schritte nicht nachvollziehen kann. Hm. Ich halte es für ziemlich fraglich, dass diese Beschäftigungtherapie auf mich zukommt, sonst müsste ich mir um die Dame schon Sorgen machen - wobei der Wunsch sich mit mir in irgendeiner Form auszutauschen natürlich nur zu verständlich scheint.
Man hatte nun aber natürlich noch laaaaaange nicht genug, und so ging's noch einmal ziemlich geschlossen in die Martini Bar und das Lucy's, war ja schliesslich Jakob's (der nach SanFran geht - wie irgendwie so ziemlich alle anderen auch...) und Hiren's (welcher einfach das Roche-Interview abgesagt hat statt in Basel zu arbeiten - hmpf! Nikhil geht sich dafür das Office von Medtech irgendwo in einem Kaff im Waadtländer Hinterland anschauen, na dann viel Spass...) letzter Abend.

Samstag

Irgendwie nix gemacht was erwähntenswert wäre - und sonst hab ich's schlichtweg vergessen. Viel draussen gewesen und endgültig meinen Stapel an Facts, Cinema, Weltwoche, Bilanz von Januar-März abgearbeitet.

Sonntag

Gegenbesuch in Chapel Hill. Freundlicherweise wurde seitens der dort ansässigen HSG-Fraktion die inexistente bzw. imaginäre Lernphase unterbrochen, um mir den UNC-Campus inkl. Business School (ich bleibe dabei: die sieht AUCH aus wie eine Reha! Ha!) und den Teil der Franklin Street zu zeigen, welchen ich noch nicht gesehen habe. Gut, eigentlich ist der ganze Ort bei Tageslicht eine völlig neue Erfahrung für mich. Dabei kommt man auch noch an einen eher alternativen Ort - Phil y has gfilmt, sig froo dörfsch uff Tokio und nit dört aane. ;-) Als die Zeit dann drängt marschiert man eilends wieder zum Bus zurück, auf dass ich diesen dann auch erreichen möge - dabei wollte die Gastgeberin doch eigentlich Bus fahren und sich schonen, tja. Danke trotzdem, ich nehme allfällig fehlende Prüfungspunkte natürlich zumindest teilweise auf meine Kappe.

Morgen

...ist nicht nur 1. Mai, nein, es haben sich auch die offensichtlich ziemlich militanten New Black Panthers auf einen netten Besuch angekündigt, um sich mal mit den Lacrosse-Spielern zu "unterhalten". Das "alleged" Opfer hat ihnen zwar dem Vernehmen nach gesagt, sie sollen bleiben wo der Pfeffer wächst, aber ich glaube die Herrschaften brauchen wieder einmal etwas Publicity - und sie gingen auch davon aus dass sie friedlich bleiben könnten wenn man ihnen die gewünschten Antworten gebe. Nice folks - wanna hug? Weil mir Rektor Dick Broadhead ja ein seeeeehr ermutigendes Mail geschickt hat (folgend - y wurd saage me ka de Lüt au unnötig Angscht mache, aber uff Fox News hänn die Pumpguns vo däne scho no gfürchig ussgsee..), kann ich mir durchaus vorstellen da rein zufällig mit der Videocam im Anschlag vorbeizulaufen, nur doof das ich dazu viiiiiiel zu früh aufstehen müsste...

As you may know, we learned from reports in the news media last evening
that an organization known as the New Black Panther Party had announced
that it plans to hold a demonstration at the Chapel Drive entrance to West
Campus on Monday morning, May 1. These reports indicated the group
intended to enter the campus and that they may be carrying guns. Guns are
not permitted on Duke's campus.

This afternoon, Duke Police were in contact with representatives of that
organization. Duke Police were told that the group plans to hold a press
conference/demonstration on Durham city property outside West Campus on
Monday at 10:00a.m. They informed Duke Police that they have no intention
of entering the campus to be disruptive in any way. They also assured us
they will not have guns.

Durham Police will require that any demonstrations on city property near
our campus will abide by all appropriate state and local laws.

Exams Week begins on Monday. This is a period of considerable stress for
our students, especially following the already stressful events of the past
several weeks. We will not let the safety of our campus be jeopardized,
nor will we allow our students' lives to be disrupted.

Duke University will have additional officers assigned. Any attempted
access by this group to our campus will be tightly restricted and no
disruption of the university will be permitted. This information has been
conveyed to the representatives of the New Black Panther Party. Again,
they have assured Duke Police that they plan to peacefully assemble off of
our campus and do not intend to enter university property.

Duke has gone through a difficult period. I am proud of the way this
campus community has responded to the many tensions and pressures we have
been facing. I wish our students well on their exams. All university
activities will go on as scheduled on Monday. Duke Police is taking all
necessary precautions to ensure that this is the case.

To Do's

Was bleibt mir nun eigentlich noch zu tun, bevor ich wieder in der Schweiz eintreffe?

  • Den restlichen Bestand an Pixy Stix bei Food Lion aufkaufen, obwohl ich immer noch nicht verstehe was daran so besonders sein soll
  • Eine CD zum Brennen auftreiben, damit ich auch sicher die ganze Footage von Lee zur Verfügung habe und nicht ständig in der Kodak Gallery gucken muss
  • Probepacken um zu schauen, ob man noch einen Koffer kaufen muss oder die zusätzliche hässliche (gället Miami-Jungz...) Tasche reicht - dies notabene unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich vor nicht allzu langer Zeit mit nur einem Koffer ankam. Aber wenn man halt Karten kaufen geht (kai falschi Hoffnige - iir sinn praggdysch alli vyyyyl z unwichtig für so öbbis, aber s Omi hets halt welle wäge de Briefmargge. Hejo, und ych gang ins Fame wäge den interessante Diskussionen über Quantephysygg...) und die im Shop plötzlich so cooles neues Zeug haben...
  • Mit Jae Hoon abmachen, der mich freundlicherweise zum Flughafen fährt und mich so vor weiteren horrenden Trinkgeldern bewahrt. Mer gwünnen ainewääg.
  • Mich von den Jungs noch ordentlich verabschieden - top priority! Irgendwie muss ich ziemlich bald nach London, da kenne ich ja mittlerweile ziemlich viele Leute.
  • Mit Chad 1-35 Biere trinken gehen, damit er sich endlich bereit erklärt, D.B. aus A. per Video mitzuteilen, dass eben nur Leute die so gepolt sind wie eben Chad S Club 7 hören dürfen (was er dann leider auch ab und an zu tun pflegt)

26 April 2006

Nostalgia

Ja, langsam realisiert man, dass das hier leider schon ziemlich rasch zu Ende geht. Wenn man dann noch das Foto vom Orientierungstag sieht wie ich gerade (wir sind eigentlich schon eine coole Gruppe, wenn ich das so ganz oberflächlich mal mit Fotos anderer "Jahrgänge" vergleiche; lucky me) - man hatte keine Ahnung, lief einen riesigen Umweg und noch heute erinnert sich jeder an meine atemlosen Worte, als ich in die old faculty lounge trat: "Hällau, ei am se sweating swiss guy, nice to meet you..."
"Oben" (beinhaltet alles was nicht ganz vorne ist...) v.l.nr. Cristina, Toni, "the Big Easy", Taha, Nigel, Lee, Ajay, Nils, Thai I, Xavi, May Lynn, Tintin, Jakob; "unten" Seth (Assistent), James, Natalie (exchange coordinator), Mattias, Thai II.

Das koreanische Essen war übrigens gut, meine Stäbchen-Skillz lösten Begeisterung aus und die Küche legte sich echt ins Zeug weil mein "Entführer" ihnen mitteilte, ich sei Schweizer und esse das zum ersten Mal. Ich habe ausser beim Fleisch (wobei - man weiss ja nie...) eigentlich keine Ahnung, was genau ich gegessen habe, aber etwas Octopus und Salat war sicher auch dabei. Die Bedienung kam dann immer wieder um zu fragen, ob ich das denn auch vertrage, dabei war eigentlich kaum etwas wirklich scharf. Weil wir schon um 6 gingen begleitete ich Chad so gegen 11 dann noch ins the Loop, wo er seine erste Mahlzeit des Tages (gerade stressige Prüfungszeit für die Jus-Leute...) und ich einen Schokoshake hatte, der definitiv zu viel war (v.a. wenn man danach im strömenden Regen zurück rennt...). Ich habe versprochen die Schweizer an der WM zu bitten nach dem 5:0 auf ein Stängeli zu verzichten, weil ich ja nun eine gewisse Sympathie für "Eee, pisse Korea..." habe. Zudem stehe ich tief in der Schuld von Jae Hoon, weil die koreanische Suppe auf dem Jungfraujoch zu kühl war und das Hotel in Inteeeelaaaken überteuert.

Heute sollte das grosse Last Day of Class Fest sein inkl. Konzerten, aber das Wetter ist momentan wirklich nicht für eine Outdoor-Veranstaltung geeignet. Tja.

24 April 2006

Scherzkekse

Freitag

Tailgate-Fuqua Friday mit Kampfanstehen für Burgers, Kegs gefüllt mit Bier, Football UNC business school vs. Fuqua, extensivem Schnauzwettbwerbfilmen und dann noch einem unerwarteten Ausflug nach Chapel Hill (sorry C., damit hab' ich nicht gerechnet sonst hätt'st natürlich mitfahren können) inkl. minutenlangem Filmen nach dem Motto "s isch dunggel aber me ghört ys wenigschtens schnuure..." Dabei natürlich wacker den Newsboy-Hat aufgesetzt, was dann immerhin zum lustigen Versuch von Spaniern und Engländern führt, mühsam ihr Französisch ("Darn, IT IS A NEWSPAPER HAT AND NO FRENCH CAP, OKAY?!") - Vokabular zusammenzukratzen: Baguette, Vin Rouge, Boulevard, Boulangerie - da sag' ich doch nur: Para ganar carreras hay que entrenar muchas horas! Nämmlig! Nachdem sich auf meine Ankündigung kaum jemand wirklich gewehrt hat, liess man den (strassentauglichen) Hut dann im Auto... (Zitat Mamme Tülli zum anderen Exemplar: "Den zweiten blauen Hut kannst Du im Sommer Omi ausleihen." - Hmpf. Darauf steht anhaltendes Strafkofferpacken nicht unter 2 Jahren...)

(Und do kunnt denn villicht irgendwenn non e Föteli inkl. Huet (und v.a. Keg) - bring it on Liana!)

Des weiteren:
"He Pascal, du hesch uff dim Shört irgend sone Flägg. Hesch oebbis ussgleert?" Jo eeeeeeeeh...
"Pascal, photooooo....!" - "Oooo, s git jo scho öbbe 300 Föteli wo dy Fründin mer d Zungen uusestreggt. Hey, dasch NIT als Inspiration dänggt gsii...":

V.l.n.r. oben
Kylie: "Keeeeewl, jetzt han y dä haissblietig Spanier uffgrisse! Zum Glügg schnuurt dä sone kuum verständligs Änglisch, no muess y immer gaaaaanz nooch aane wenn er uff my närvigs Ussfroogen antwortet! Aber immerhin hänn myni Microbio-Kolleginne scho en Ussdusch z Basel gmacht und sinn begaischteret gsii!"
Xavi: "She chizz neiss, and talkiin for ouers uoss okee, but nau I tell I have girlfriend waiting at home. Ei start getting freitend bei mei looks myself sätt is wei ei look lik diiiis."
Larissa: "Irgendwie isch mir au scho länger nut neus me yygfalle".
Me: "Irgendwie muess ys doch schaffe NO blöder dryy z luege. Ooooo, kunnt guet. Jäjäjä, gschafft!"

V.l.n.r. oben:
Larissa: "Oops, I did it again. And again. And..."
Xavi: "Meebi shi uill goo auey if I swallow siss bottell and impruuv on mei psycho luuk!"
Me: Trittst im Mor-gen-rooooot daher...

Samstag

Etwas beim Football Training zugeschaut, eine gratis Auto-Fahne abgestaubt und abends für 1 Dollar das 3stündige Spielberg-Epos "Munich" im Kino geschaut. Halbwegs aktueller Zeitbezug, aber ziemlich brutal und generell nicht unbedingt superüberzeugend.

Sonntag

Einladung zum "Cook Out" ("It is NOT a barbecue - barbecue is a meal, something to eat!" - hm, leo ist da aber andere Meinung...) @Station 9 mit Lee'n'Larissa, Jakob und Taha. Lecker selbstgemachte Cheeseburger und Gemüse (lecker zählt hier nicht mehr) aber auch von mir beigesteurtes Zeug verdrückt: Bratwürste (oder das, was die hier so bezeichnen...) und Schweinefleisch. Da werde sogar ich zum Fleischliebhaber, alleine schon mit dem Set-up im Dunkeln (war schon spät), nur von Jakob's Bergsteiger-Stirnlampe und Taha's Nachttischlämpchen (nai, nit der Mats...) unterstützt. Die hatten wir aber bei den Bratwürsten noch nicht, weshalb diese etwas lange auf der Sonnenbank lagen. Sie wurden trotzdem fast vollständig verspeist, aber ausser Larissa (lacht Gerüchten zufolge noch jetzt) und mir fand kaum jemand der Verweis auf die verblüffende Ähnlichkeit mit Mr. Hankey, dem Weihnachtskot aus South Park amüsant. Weirdos aller Länder vereinigt euch!

21 April 2006

Leadership, Wein. Schnauz.

Mittwoch

Leadership Conference mit einem Vortrag des CEO von Deloitte Consulting, einer interessanten Paneldiskussion mit dem Traumjob-Gewinner von U.S.-Staffel 4 (gaile Siech!!!), einer Kongressabgeordneten aus West Virginia (probably best republican I have seen so far) und einer Army-Helikopter-Commanderin inkl. Irak-Einsatz (auch nicht so verblendet wie angenommen). Dann zum Abschluss noch ein Votrag von Basketball-Coach K - da waren zwar auch einige nette Gedanken und Episoden, ein paar lustige selbstironische Witzchen und gar fast schon geheime Geschichten vertreten, aber overall eigentlich viel leerer Geplauder feat. Buzzwording. Trotzdem eine sehr gelungene Conference, v.a. weil ich zwar statt der erhofften Wasserflasche nur so eine Notizblockhülle erhielt, dafür aber auch Post-Its des Co-Sponsors Roche. Ha! Die haben hier übrigens noch ein interessantes Programm, allerdings braucht man dazu den MBA - einige der vorgestellten Ehemaligen in der Broschüre arbeiten aber dennoch schon z'Basel an ihrem Rhein.

Donnerstag

Der Power & Politics Professor hatte ja versprochen, er würde mir eine Gruppe finden und sich dann wieder bei mir melden. Hm. Hat er jetzt halt doch nicht getan. (Wir haben btw "12 Angry Men" geschaut - Topfilm!). Als ich ihn darauf hinweise und sage ich brauche die Credits eigentlich gar nicht bietet er mir eine Art stillen Rückzug an - oder dass ich die 12 Seiten halt nicht mit 5 Mitstreitern wie die anderen sondern alleine schreibe. "Dasch wool nit so schwiirig he - kai Arbet oder ganz vyyl, hehe." Der hat aber ziemlich gestaunt als ich mich anders entschieden habe. Me luvs challenges - und er muss mehr lesen, dafür habe ich versprochen was interessantes zu machen. Wird wohl irgendwie "Swissair Grounding - im Flugzeug nicht erreichbar sein" oder so sein.
Abends ausnahmsweise mal "in Style" in den Ausgang, und zwar in Chapel Hill's "West End Wine Bar" zusammen mit der Standardcrew und dem Asian Business Club (bzw. ganzen 2 Mitgliedern davon...). Nachdem ich mich stundenlang mit dem Südkoreaner unterhalten hatte (v.a. auch wie hoch wir die an der WM schlagen, dabei ist mir die Nati ja eigentlich ziemlich Wurscht - wobei jetzt eben nicht mehr, schliesslich habe ich ja ein zweistelliges Resultat "versprochen", denn schliesslich kann ja niemand mehr ihre wenigen guten Spieler klonen, so meinte ich). Wenn der Junge seinen Zeitplan angeschaut hat werden wir auch noch einen Termin finden um den Food seines Heimatlandes zu verspeisen. Man trifft dann auch noch Second Year Nazar, der einen baldigen Besuch in der Schweiz ankündigt und sich dann melden will und einen anderen ("You are in my Power & Politics Class, right?" - "Yeah, I am the one who talks all the time, hihi") Fuquaner.

Freitag

Heute, so das Wetter denn nicht schlechter wird, diverse Wettbewerbe (Frisbee, Football) Fuqua vs. UNC Business School. Zuerst aber noch etwas Tailgating, d.h. Barbecue und Bier im Parking Lot. Eigentliches Highlight aber wohl die Prämierung des Schnauzwuchwettbewerbes mit interessanten Special Awards wie "High School" (wohl etwa meine Kragenweite wenn ich teilgenommen hätte).

18 April 2006

SanFran

Es folgt die ausführliche, non-exklusive (aso ych hätt nüm gwüsst was y dört gsputtet ha...) und äusserst verschwiegene Berichterstattung über den Besuchs-Trip nach San Francisco, inspiriert durch eine eigentlich ziemlich gute Idee namens "Farbe".

Der Trip - Donnerstag Nachmittag/Nacht (natürlig in blaaaau, gäll...)
Wegen des vielen Gepäcks reichte die hässliche gelbe Tasche nicht. Es musste also zum Koffer gegriffen werden, was nicht nur so aussah als würde ich gleich dort hin ziehen, sondern ja bezüglich Reisen nicht wirklich ein gutes Omen ist. Dies sollte sich dann auch bewahrheiten, als man vor der Wohnung auf das Tage im Voraus online bestellte Taxi wartete und den Anruf mit der vielsagenden Frage "Has your plane already landed?" erhielt.
Aber man hatte ja genug Polster einkalkuliert - zumal sich herausstellen sollte, dass der Flug nach Phoenix eh Verspätung hatte. Für alle "Connectors" (nicht im Sinne Gladwells...) kam so auch kein Selfservice in Frage und bei gerade mal 2 offenen AmericaWest Schaltern zog sich das Prozedere dann ziemlich in die Länge. Ich hatte einen beglatzten Kaukasier-Herrn wenig vor mir von Berkeley plaudern hören und haute diesen dann an, welchen Deal er nach SanFran gekriegt habe. Oh, er fliege nach Oakland, aber "Thanks Brotha" (deshalb die Kaukasier-Erwähnung, das macht diese Slang-Sache erst so strange...) für den Tip. Ich insistierte, wehe er gehe jetzt an den Schalter zurück, zumal ich ja eigentlich nur für mich wissen wollte ob ich heute überhaupt noch ankomme und mir sein Schicksal eigentlich nicht sooooooo wichtig sei. Jedenfalls krieget ich dann einen späteren Flug, welcher mich so ca. 2.5 Stunden später auch noch in die Bay Area bringen sollte. Als ich nach dem Security Check-in dann "die Glatze" noch mit einem "I am gonna beat you time wise" nervte, war ich immerhin um eine business card eines Life Science Consultants reicher (obwohl das Ding nach SelfMadeSchemaF aussieht), man weiss ja nie. Ich merke gerade, ich schulde dem noch ein Mail mit meinen Kontaktdetails.
Von da an lief eigentlich alles glatt, abgesehen davon, dass kein BART mehr fuhr. Nach 1 Uhr morgens wurde man von der putzmunteren und hellwachen (ich glaube mich so zu erinnern...) Gastgeberin in Empfang genommen sowie grosszügigst bewirtet.

Day 1 (Freitag) - Marathon Man feat. A Bug (oder so...) Fan's Life
Nach einer Nacht, in der ich empirisch herausfand, dass es genau 245,234 mögliche Positionen gibt, um sich zwecks Schlafaufnahme hinzulegen, welche jedoch alle zu relativ unbefriedigenden Resultaten führten, machte man sich auf zum Morgenessen bei Dottie's. Nach relativ kurzem Anstehen wurde man in die heiligen Hallen gelassen und durfte dafür kämpfen, zumindest einen ansehnlichen Bruchteil der offerierten köstlichen Masse in Magengefilden verschwinden zu lassen. Gleichzeitig konnte man weitere anwesenden Leute in das Geheimnis von the Onion einweihen, handelt es sich dabei doch um gar keine echten News. Immerhin war mein Tag somit nicht vollends ruiniert, als sich die Meldung "Tiffani Thiessen dies of old age" als unwahr herausstellte. Uff!

In den folgenden Stunden begleitete die top vorbereitete Gastgeberin, unterstützt von 3 Reiseführern in Buchform, den konditionell "leicht" unter Defiziten leidenden Besuch durch die Strassen von San Francisco. Dabei ging es durch diverse Parks (Buena Vista, Golden Gate) und Quartiere (you name them...), wobei mich die grosse Anzahl von Kötern mein lustiges Langi-Erle-Glacé-Drama wieder in Erinnerung rufen liess. Ausserdem musste man noch eine Zahnbürste besorgen (wobei das noch immer nicht unter meiner Definition von vergessen läuft...) und die gemeinsame Vorliebe für Ginger Ale entdecken.
Nahe beim De Young Museum von Herzog und DeMeuron h
atte es auch einen japanischen Garten, in dem sich komischerweise lauter Asiaten tummelten. Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass diese NICHT zwecks Authentizität angestellt, sondern einfach auf der Suche nach Heimat waren. Mein Verlangen nach Fondue hielt sich dennoch in Grenzen, aber nichtsdestotrotz wollen wir die trockenen Zeilen mit einem geklauten Foto auflockern:

Sektion Unverkrampft - aso dä Buddha isch loggerer druff als dä blau Siech..

An diesem Tag gab es übrigens auch ganze 2 Gruppen, welche eine Freude an mir und meinem Tick 1 ("Häsch eigetli au nummen AIS Chlaidigsstückch vo dehai mitgnoo oder alles bi Duke kchauft?") - zuerst eine Gruppe Kids mit "Go Duke" und später eine schnaufende Dame auf dem Velo mit "Go Blue Devils". Rächt hänn sy! Zudem rief noch Lee ("Sugar!") an und wollte meine Teilnahme am Beach-Wochenende in Wilmington bewirken ("Wenn jetzt ins Flugi stygsch no längts..."). Ehm, wohl eher nicht.
Jedenfalls ging es dann weiter mit etwas Shopping bei den Japanern mit Kokosmilch (Prädikat: Phil, wyttermache), aber auch anderen komischen süssen Sachen welche sich scheinbar Mochi schimpfen (Prädikat: Phil bisch druff?!). Das eigentliche Highlight war aber eine schon nahezu unglaubliche Begebenheit: Die Gastgeberin hatte die Spannung bereits ins Unermessliche steigen lassen, indem man sie daran erinnern sollte, mir etwas zu zeigen. In einem relativ erfolgreichen Versuch des Erwartungshaltungsmanagements (Erwartungserwartungen? Soziologie Quartal 2? Achim? Whatever...) wurde zwar ihrerseits der eigenen Skepsis Ausdruck verliehen, ob mir dies denn auch gefallen würde. Aber hallo! Als man den sagenumwobenen Ort dann erreicht hatte steigerte sich nicht nur die Verblüffung der Gastgeberin ob des eigenen Orientierungssinns in einen beinahe ekstatischen Zustand, nein, auch man selber war äusserst amüsiert (okay, nicht zuletzt wegen der hüpfenden Ekstase...): von der Existenz eines Tullys Coffee wusste ich tatsächlich noch nix - sehr aufmerksam Madame.

Nach einem köstlichen, Shrimp und Crab Cake reichen Nachtessen around Fisherman's Wharf und der Weigerung, sich am Schokolade-Kaufen bei Ghirardellis zu beteiligen, ging (inkl. Ekstase 2 aka "Lombard Street" und Cable-Car-Hunting) es dann zurück in die Wohnung, wo die spontanen Gäste des Mitbewohner-Pärchens sich schon fast am Verabschieden waren. In den folgenden sehr amüsanten Stunden konnte man vom "Hausherrn" nicht nur Interessantes über den Biotech-Standort SanFran erfahren, sondern vor allem sein taktisches Arsenal beobachten: Food-Bestellvorgang so verzögern, bis die Partnerin derart entnervt und hungrig ist, dass sie halt doch noch das Thai-Essen kocht; sich beim Helfen tolpatschig anstellen und so die einem fortan anvertraute Workload reduzieren etc.

Day 2 (Samstag) - Wenigschtens AI Huet
Tag 2 begann trotz den (lohnenswerten!) Strapazen vom Vortag und dem doch noch einen oder anderen Gläschen Wein und etwas Bier wieder so around 10. Das Wetter spielte nicht so ganz mit, also begutachtete man beim Farmers Market in erster Linie die sich im Trockenen befindlichen Kostbarkeiten. Danach bestieg man den Bus, um sich einer weiteren Challenge in Form eines sehr, sehr vollen Frühstücktellers zu stellen, dieses Mal in der Küche einer Kate. Ich weiss nicht wer Kate war, ob die überhaupt da war und weshalb die so viele Leute zu sich nach Hause essen kommen lässt, aber der Food (French Toast mit Früchten - ja Früchte, chogegsunds Züüg...) war exceptional. Danach ging es dann etwas shoppen (Newsboy Hat (siehe unten), braunes Polo, blaues Hemd) entlang der Market Street und Informationen beschaffen bzgl. Mobile Verträge. Einen weiteren Halt legte man vor Botta's Museum of Modern Art ein.



Wieder zu Hause wurde dem Besucher-Hundi, also mir, der Reiseführer mit der Aufforderung "Suech!" in die Hand gedrückt. Die Entscheidung fiel auf ein empfohlenes Chinesisches Restaurant. Nach etwas Nameplate-Shopping in Chinatown und kurzer Wartezeit wurde einem dann auch gleich ein Platz zugewiesen. Kaum hatte ich meine überdimensionierte Tsingtao-Flasche erhalten wollte der Kellner auch schon unsere Bestellung aufnehmen und dank der raschen Auffassungsgabe der Gastgeberin orderten wir Menu 1. Die Suppe war gerade halbwegs verzehrt und man machte sich gerade daran, die Frühlingsrollen in Angriff zu nehmen, als unser scheissunfreundlicher Kellner auch schon den Hauptgang (Reis, Schweinefleisch süss-sauer und Chicken mit Cashew-Nüsschen) auf den Tisch donnerte. Dies alles für einen krankhaften Tipper wie mich natürlich absolut kein Grund, den armen Mann später monetär zu sanktionieren. Schliesslich sind seine incentives (freundlich Trinkgeld absahnen) und jene seines Arbeitgebers (troughput erhöhen, mehr Umsatz machen) schlichtweg nicht aligned. Die Analyse "Ich glaub du wottsch eifach ass dich all gern hend..." vom folgenden Tag trifft aber wohl dennoch nicht allzu massiv am Schwarzen vorbei. Pro Harmoniesucht!
Danach machte man ein Fitness-Assessment, merkte, dass man eigentlich
auch anderswo ins Kino gehen kann wenn man wohl eh einschlafen würde und begab sich demnach lieber gleich direkt nach Hause - offenbar inklusive einer beeindruckenden Schnarchperformance meinerseits.
Zeugenaufruf
Tüllhuffe sucht hiermit Zeugen, welche bestätigen können, dass
es seinerseits nicht Usus ist, so zirka um 7 hellwach zu sein und ein riesiges (Zitat) "Glöif" zu veranstalten, nein, eher schläft er auch schon mal unter der Woche gerne bis zum Mittagessen wenn nichts ansteht. Willige ZeugInnen melden sich bitte beim Komitee "Welche Farbe hat der Mistkübel?".

Day 3 - Ausbrüche und Abflüge
Wie an obigem Zeugenaufruf unschwer zu erkennen, sorgten der Besucher in Kooperation mit einem Wecker dafür, d
ass auch Sonntags nix mit besonders ausgedehntem Ausschlafen war. Wieder war etwas Anstehen für's Frühstück angesagt, aber das hat sich gelohnt - die 18 kleinen schwedischen Pancakes, die Spezialität in diesem "Fine Food" Place, waren zudem das erste Morgen/Brunchessen welches von mir komplett vernichtet wurde. Nach einem Besuch im Shop des Museum of Modern Art kam man dann schon etwas unter Zeitdruck, um die Fähre nach Alcatraz noch zu erwischen. Dank Automaten zum Ticket-Selberdrucken reichte es dann aber noch gut inkl. Kaffee-Proviant. Auf der Insel schaute man sich etwas um und musste konstatieren, dass neben meinen Video-Skillz scheinbar auch mein Talent zum Fotografieren zu Wünschen übrig lässt. Danach schloss man sich einem Ranger an, welcher eine Führung über die Ausbruchsversuche machte. Weil er wegen der grossen Gruppe ziemlich schreien musste wurden dabei auch die Teilnehmer in den vorderen Reihen gleich noch mit Flüssigkeitsnachschub versorgt. Als das vorüber war absolvierte man die ziemlich imposante Audio-Tour (bis ich immer gemerkt habe, dass das Geschrei der Insassen ja aus meinem Ohr kommt...) und konnte dabei mit eigenen Augen noch einmal überprüfen, dass da WIRKLICH niemand mehr einsitzt (wenn jetzt die Klammerbemerggyg do nit wär hät y aigentlig nit petzt, oder?).
Wie zuvor angedroht musste der Besucher natürlich noch ein "Gefangenenset" (Remember Fritz?) erstehen, was verständlicherweise nicht ü
berall auf grosses Verständnis stiess: "Da (siehe unten) legsch jo eh nie aa...". Auf dem Weg zum Kofferholen verpflegte man sich noch kurz, damit ich noch einmal etwas Crab Cake schnabulieren konnte. Nachdem in einem Café einmal mein Name mit "Paskoa" auf dem Zettel stand habe ich mich der Einfachheit halber hier schnell temporär in Peter umbenannt und das haben die dort dann auch tatsächlich auf die Reihe gekriegt.
Auf dem Rückweg lief soweit alles glat
t - am SanFran Airport war ich gerade dabei, mein Club Sandwich feat. Pommes zu verspeisen, als ich an diesem Stand "Tullys Coffee" inklusive passender Pappbecher erspähte. Die Versuchung zur heimatlichen Ramschaufstockung war dann zwar gross, aber schlaftechnisch schien die weitere Zufuhr von Koffein doch eher suboptimal. Fast schon eine vernünftige Entscheidung meinerseits, pretty scary...
Als äusserst komischen Zufall (huch! Dasch e ZAICHE!!!!) gilt es zu notieren, dass man dann im Flug von Las Vegas nach Raleigh/Durham mit "der Glatze", ja genau der, in der gleichen Reihe, nur durch den Gang und ein paar Leute getrennt, sass. Er winkte einem dann und beim Aussteigen meinte er "Hey mate, whassup?! We made it, right?!" (und s Mail han y immer nonig gschriibe). Etwas frü
her als offiziell um 6.25 war man dann am Flughhafen und nachdem man den fussballbegeisterten Marokkaner-Fahrer ("Hallo Herr Taxifahrer"?) als Supporter des Schweizer WM-Teams gewonnen hatte (was natürlich auch mit Trinkgeld zu belohnen ist - wer unterstützt denn sonst schon DIE Flaschen?) , konnte man zuhause gar noch duschen bevor's um 8 in die Vorlesung ging. So endete ein sehr interessantes Wochenende - und hier endet auch schon das Fazit, weil es ausser dem aufrichtigen Dank an die Gastgeberin für den gezeigten Einsatz und das Commitment, die 3 Tage für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, eigentlich ja nix mehr zu sagen gibt. Wer das oben liest sieht ja selber, wie abwechslungsreich und cool (trotz teilweise verheerender Müdigkeit der TeilnehmerInnen) das ganze war. Und übrigens: schön dass das SanFran-Internet trotz meines offensichtlich verheerenden Einflusses scheinbar wieder funktionsfähig ist.

Nachspiel

Da man die ganze Nacht wohl max. so 2 Stunden auf dem zweiten Flug geschlafen hatte machte sich gegen 10 morgens eine ziemlich krasser Einschlafdruck bemerkbar, zumal das Licht während der gezeigten Clips in der Stunde gedimmt wurde. Nach dem Überwinden dieses Tiefs allerdings war man dann für den "Verzell!"-Marathon während d
em Lunch (legitimer Nachfolger des Laufmarathons vom Freitag) bereit und konnte sogar Nachmittags an seinen Assignments arbeiten. Dabei zeigte sich, dass es fusstechnisch tatsächlich wesentlich angenehmer ist, wenn man seine Blasen in die bequemen Turnschuhe hüllt, hm...

Als man gegen Abend seine 7 Sachen packen wollte musste man von Lee und Jakob eigentlich nicht mehr gross zu einem Shopping Trip überredet werden. Und da geschah es: Nachdem SF eigentlich nicht die Hüte geboten hatte, welche ich eigentlich wollte, fand ich im popeligen Marshall's ein
amüsantes Exemplar (siehe unten (cool - I LOOK gay, do you?) . In Erinnerung der eigentlich korrekten "Legsch jo eeeeh nie aa"-Maxime sagte ich beim Hinauslaufen dann meinen Mitstreitern: "Iir mien my dervor bewaaren ass y das Ding kauf! Mängmol muess me my vor mer sälber schütze...". 1 Minute später machte ich dann schliesslich kehrt und holte das Teil... Dinner hatte man dann nach einem Anstehen/Warten-Revival in der Cheesecake-Factory und OH MY GOD!!! SUUUUUGAR! - die Portionen (in meinem Fall ein überdimensionierter Burrito inkl. Black Beans und Rice) waren nicht nur massiv, sondern auch gut. We'll be back um dann auch noch die gluschtigen Cheesecake Variationen zu testen (u.a. Toblerone Swiss etc. - feel free to join Nick...). Weil dann um 9 alles kleidertechnische zu machte, musste die "sinnloses Zeug boschte"-Tour halt im Bücherladen (wie isch das scho wider gange Gaschtgäbere?) fortgesetzt werden, wo man unter anderem ein Buch mit einer Sammlung von............the Onion kaufte. Womit sich ein weiterer Kreis schloss und ein laaaaaanger Tag zu Ende ging. Als ich Chad, welcher sich dem Vernehmen nach über Ostern zu Tode gelangweilt hat (aber danke für das Osterei, das war mein Morgenessen Montags...), meine Hüte zeige meint er nur: "Oh my god, you got a fat hetish....ehm... a hat fetish!" Abhängig davon was ein hetish ist vielleicht ja beides.

11 April 2006

Hätt y doch nüt gsait...

Bevor's ein paar Bilder von der Potluck-Party vom letzten Donnerstag gibt ein kurzes Update: Auf dem Central Campus haben mittlerweile alle Basketball-Körbe ein Netz, Samstag in einer Woche geht man evtl. mit allen Exchange Leuten Baseball gucken (Durham Bulls), ganz Fuqua atmet wohl auf, dass ich Freitags bei Fuqua Idol (quasi: "Fuqua sucht den Superstar") verhindert bin und deshalb nicht "Build me up buttercup" zum Besten geben kann (nachdem wir ja schon in Ayia Napa nie an die Reihe kamen) und weil sich das Semester dem Ende zuneigt scheinen die fuquainternen Parties langsam zuzunehmen. Clevererweise fliege ich ja gerade am Tag der grossen Abschiedssause heim. Juhui. Zudem habe ich mich für die Leadership Conference vom nächsten Mittwoch angemeldet - hauptsächlich um Basketball-Coach K zu sehen und irgendein Goodie abzustauben, aber der eine Workshop "Leading in a non-traditional environment" mit einer Kongressabgeordneten, dem Gewinner der 4. Staffel von Apprentice ("Traumjob") und einer Irak-geschulten Helikopterpilotin scheint mir noch interessant. V.a. stand dort nix von "interactive" oder "you will be asked to..." - sollen gefälligst selbst was erzählen oder andere Leute Fragen stellen...

Ausserdem hat der DNA-Test des Verwaltigungsopfers KEINE Übereinstimmung mit irgendeinem der Lacrosse-Spieler ergeben. Nun ja, das ist zwar noch nicht grundsätzlich ein Unschuldsbeweis, aber dennoch erschreckend, wenn auch nicht überraschend, dass derartige News auf den Newsseiten irgendwo unter "ferner liefen" erscheinen, während die Anschuldigung des mutmasslichen Opfers (notabene eine Zeugenaussage gg. ca. 46) natürlich immer prominent platziert wurde. Naja, dass das Team zurückgezogen wurde - granted. Aber der Imageschaden für die Uni scheint schon nicht unberheblich, da könnte man schon etwas mehr Wiedergutmachungs-Berichterstattung erwarten und ich zweifle dass noch mehr "Wahrheit" (in either way) da viel an dieser Diskrepanz ändern wird. Einzig Fox scheint sich über die Entwicklung zu freuen (lief gerade im Fernsehen als ich durchs Bryan Center schlenderte), aber aufgrund der wohl zugrunde liegenden Motive scheint mir das auch nicht unbedingt eine positive Sache.

Als die Duke-Tennis-Frauen Sonntags in einem packenden Duell die dann noch vor ihnen klassierten Damen von Georgia Tech (inkl. der Damen-No.1 welche wirklich gut spielte) mit 5:2 bezwangen, sonnte ich mich schön auf der Tribüne (Chad: Haha, Lobster "Tooli"). Entgegen den Ereignissen auf dem Platz konnto hierbei die Elternteile aus Georgie punkto Nervfaktor einen haushohen Sieg verbuchen. Auf "meinem" Platz, auf dem Freshman Melissa Mang (nationale No. 109) ihre Gegnerin (ca. No. 60) nach 0:5 im ersten Satz noch 7:5 bezwang und schlussendlich in 3 Sätzen als Siegerin vom Platz ging, hatte ich es mit einer besonders doofen Südstaaten-Mom zu tun. ES IST SCHLICHTWEG VOLLBIIREWAICH NACH JEDEM PUNKT ZU SCHREIEN "WAY TO PLAY ALLY! THAT'S THE WAY TO PLAY ALLY!" WENN DAHINTER NULL TAKTIK ZU ERKENNEN IST BZW. ES EIGENTLICH EIN SCHLECHT GESPIELTER PUNKT WAR!!! Und werte No. 1, ich verstehe ja dein Verlangen dich in meiner Nähe niederzulassen, aber glaubst du nicht deiner Kollegin geht es auch auf die Nerven wenn du ständig "Uuuuuu! You're sooooo tough!" schreist?!

Gegen Ende wurde die Stimmung trotz eher bescheidenem Aufmarsch gar richtig gut, als sich alles auf "meinem" Platz versammelte und die zwei verbliebenen Heroinnen gar beide statt des einen noch benötigten Sieges ins Trockene brachten. Zwischenrufe seitens Duke wie "You're so good at - Tennis!" und "Hmmm. Smells like a victory!" waren da schon amüsanter als die verbitterten Parents aus Georgia. Ähnlichkeiten mit existierenden Personen zu Hause sind dabei natürlich rein zufällig, auch wenn ein Vater aussah wie Herr B. aus Liebrüti. Dabei gefiel mir ein Duke-Anhänger gar (aufgrund des Akzents, des Siegelringes (okay, dä isch billig...) und des Sitzplatzes wohl der Papi unserer Serbin die auf dem 1 spielt und verlor - nennen wir ihn "der Weise") welcher besagter Mang immer wieder sagte: "Be patient". Das ist zwar nicht besonders ausgeklügelt, war aber absolut richtig so.

Mein Flatmate fühlt sich momentan übrigens nicht so wohl, was dann in Messenger-Konversationen im folgenden Stil gipfelt: "Mate, where are you having dinner?" - "Dunno, was thinking about McDo" - "I am not feeling too well. Can you bring me a Chicken Taco Salad from Dillo's and Orange Juice from Uncle Harry's?" Was ich dann natürlich (plus Tylenol) gemacht habe - eidg. dipl. Krankenpfleger?

Und eine längere Geschichte: man nimmt ja "Strategic Alliances" bei Prof. Arie Lewin, welcher nicht nur massgebend am Aufbau von Fuqua beteiligt war, sondern auch sonst eher einer der bekannteren Professoren ist. Zum Semesterende kann man freiwillig eine individuelle Präsentation von ca. 30 Slides zusammen stellen um so seine Note aufzupolieren. Bis Mittwoch muss man dazu einen Vorschlag machen und die Idee ist, dass man quasi als Vertreter eines Unternehmens fungiert und seinen Kollegen/Mitarbeitern/Vorgesetzten/"you-name-it" eine bestimmte Allianz schmackhaft machen muss. Man schreibt also heute eine Mail im Stil: "Ich mach's über Novartis, warum die was mit Roche machen sollen. Weiss zwar noch nicht genau was, aber etwas im Stil Lobbying, Standort Schweiz, Ausbildung, R&D etc. DISCLOSURE: Beides waren Fallstudien meiner Masterarbeit über Allianzportfolios, aber da war nie die Rede davon, wie die zwei denn zusammen so wären. Einfach um das offen zu legen, aber ich werde kaum Möglichkeiten haben mich da quasi selber zu reproduzieren". Item, Arie schreibt also prompt zurück, das sei ja eine saumässig interessante Idee. Wo ich das denn geschrieben hätte und ob er da mal einen Blick reinwerfen dürfe. Ich erwidere dann in St. Gallen, bei Profs so-und-so und ich hätte ihn da gar mal eine Präsentation bei Ruigrok halten sehen. Mit der Arbeit sei das halt so'ne Sache, ich hätte unterschrieben (nachdem ich die Bestimmungen gecheckt habe), das nicht an "unbeteiligte" Dritte weiterzugeben und bräuchte nun die schriftliche Bestätigung des Rektors. Antwort: "Thanks for reminding me of my St.Gallen-Connection. Ich würde das Ding schon gerne sehen, aber nur wenn's nicht zu viele Umstände macht". Okay, man leitet das Ding also an den betreuenden Prof. Lechner weiter und fragt, wie er das sieht bzw. ob das da für "akademische Ikonen" eine Aussnahme gibt. Das Arbeitstier antwortet prompt innert Minuten obwohl es in der Schweiz schon nach 8 ist.

Nun ja, mittlerweile habe ich das Anliegen an den werten Herrn Rektor weitergeleitet (hat ja sonst sicher nix Gescheiteres zu tun) - Fortsetzung folgt. Und das Fazit der Geschichte: (übertriebene) Ehrlichkeit lohnt sich nicht? Vielleicht - aber immerhin riskiere ich so nix und werde schlussendlich dennoch berühmt, wenn dieses absolute Meisterwerk der Forschungskunst, quasi das designierte Standardwerk der modernen Betriebswirtschaftslehre, den Weg in die Öffentlichkeit findet. Ich sehe schon wie Arie mit einer ganzen Armada (Duke-Rektor Broadhead, Coach K, Fuqua-Dean Breeden) in St. Gallen einmarschiert, um sich in einer verbitterten Verhandlungsschlacht die Rechte an dieser wissenschaftlichen Offenbarung zu sichern, bzw. auch nur einen brillant gedrechselten (thx Phil...) Satz daraus in einer Kaffeepause begeistert seinen Kollegen vortragen zu dürfen.


Und jetzt halt ebbe no die Bilddokumänt: Mjamjam, guddiguddi-feinifeini...











Danach am Swimming Pool @ Station 9:


08 April 2006

Messing Viermol

Wir wollen das Wochende nutzen, um uns zu bedanken. Deshalb:

- DANKE Ben & Jerry, dass ihr unzählige Schoggi-Glacé-Sorten erschaffen habt, welche es notabene samt und sonders auszuprobieren gilt!

- DANKE Petrus, dass du dir den Regen genau für den morgendlichen 5k-Lauf aufgespart hast und danach scheinbar zu kaputt warst um es weiter schütten zu lassen als man durchnässt im Ziel eintraf!

- DANKE Organisatoren für diese von mir nicht antizipierte Zusatzschlaufe, als ich mich schon ganz stolz im Ziel wähnte! (Y lyyd jetzt no...)

- DANKE Nattana dafür, mich an der Potluck-Party immer zum Weiterfuttern motiviert zu haben um danach auf meine "He, hesch gsee wie dapfer ych s halbe völlig überdimensionierte Buffet uff em Gwüsse ha?!"-Bragging grinsend meinen Bauch zu tätscheln und "It shows!" zu prusten! Und danach aber meine Läggerli mitgehen lassen, jaja!

- DANKE Mattias dafür, an jenem Abend Absolut Vodka mitzunehmen obwohl du das selber gar nicht trinkst! Und dann bei uns rumsitzen, in altbekannter Manier begeistert South-Park-Episoden rezitieren und auf den unnötigen Safe-Ride warten während der Trinker die Folgen spürt!

- DANKE Chad's Mom für die vielen australischen Süssigkeiten (und Nesquik...) - damit Sie (bzw. eben ich) auch morgen noch kräftig betätschelt werden können...

- DANKE Death Cab for Cutie - ohne eure Schlafwagenmusik hätten wir nach dem sensationellen Franz Ferdinand Auftritt ja noch länger verweilen müssen und wären wohl verhungert

- DANKE Gig-Organisatoren für die Kreation einer der grössten je gesehenen Tiefkühltruhen!

- DANKE unbekannte Schneiderin in einer chinesischen oder sonstigen "Hochstätte des Outsourcings/Offshorings" Provinz für die Herstellung dieses weissen "Kleides", welches die unglaublich komischen Rundungen (konzentrierter Bierbauch?) dieses weiblichen Wesens wenige Reihen vor uns so schön freigaben und somit der Begleitung die amüsante und amüsierende Observation "Du hast ja einen Bauchfetisch!" erlaubten

06 April 2006

Se promised Piggschers

Do ebbe no d Föteli vom letschte Samschtig - thx Lee. In other news: Samstags findet im Rahmen der MBA-Games ein 5km-Lauf statt - für 15 Dollar unterstütze ich einen guten Zweck (Special Olympics of North Carolina) und kriege erst noch ein T-Shirt dafür. Leider findet das um 9 morgens statt ("Hey Jungs, machet doch au mit!" - Taha: "9 am? Sorry, I am more the 8.45 am guy, haha!"). Ausserdem schuldet mir Chad etwas, habe ich doch auf Sportradio gerade das 1:0 für den FCB verpasst weil die Postfrau da war (nicht zweimal geklingelt, sondern geklopft...). Item, do jetzt wirgligg das Züüg:

Let's get its started and retarded @ Station No. 9:



Uuuu, isch dä Wikingerrrrrr grrrrrrooooosss (dänggt sich glaub au der Taha)....





















Ych und my Gschängg - my preciousssssss.... (plus I am soooooo excited - and I really just can't hide it...)







































You are so right Lee - me is da Man































Hou, hänn miiiiir e Fescht gha...


Ych und s Larissa - nit überbewärte, gället (au wenn y so blööd die grinse), die söll gfelligscht der Lee hüroote:






























E Supplément äggstra für der Vill... (anderersytts: Schnauz?):
Und jo ebbe die Pilzli halt, nit woor:















So hets denn ebben in de Zimmer ussgsee - s Hääsli isch grad öbbis am Richten und der Jakob het zwai Mool der Blausch...

05 April 2006

Kein Titel, dafür aufm Amt

Als man sich Dienstags bei McDo einreihte, traf man wieder einmal Seth, welcher meinte, man habe sich eigentlich schon lange nicht mehr gesehen. Nach einer Predigt, dass man gefälligst nicht bei McDo isst (der Junge ist wohl deshalb so dünn...), unterhielt man sich dann noch über das Finale am Abend und das potentielle "Freudenfeuer". Er meinte dann, das sei ja schon etwas komisch mit den ganzen Vorschriften, was genau man dann da reinschütten solle und wie hoch man die Bänke stapeln dürfe, eigentlich sollte das ganze ja spontan sein. Ich kann und konnte da nur sagen: hey, SO ist amerikanischer "Sport" nunmal, und mit der ganzen Lacrosse Geschichte auf der Frontseite der NY Times etc. will man wohl nicht auch noch den ganzen Campus anzünden.

Als ich vor dem Eingang auf Chad wartete kam zuerst eine Dame zu mir welche meinte: "Wenn du auf jemanden wartest - keinen Stress! Ist keine Sau drin. Wenn's Männer wären wäre natürlich alles voll. Ziemlich enttäuschend." Ich liess mich dann nicht auf eine Diskussion über Feminismus ein sondern stimmte ihr einfach zu, aber sie hatte eigentlich auch nicht recht: war für eine Grossleinwandübertragung eigentlich noch eine gute Athmosphäre. Als nächste(s) ein geschocktes weibliches Wesen: "Weisst du was passiert ist?" - "Häh?" - "Da stehen ja alles so Übertragungswägen und Krankenautos rum!" - "National Championship Game? No nüt bassiert, aber me waiss jo nie...". Soviel zur Bedeutung von Frauenbasketball...

Später gab man schliesslich mit einigen schlechten Possessions und fragwürdigen Schiri-Entscheiden (dabei spielen wir doch gar nicht in rotblau) einen schon sicher geglaubten Sieg in der Verlängerung noch aus der Hand, wobei Maryland sich erst wenige Sekunden vor Schluss mit einem eigentlich unmöglichen Treffer dorthin rettete. Naja, hat mich dann eigentlich nicht gross gestresst. War dann sogar sehr amüsant, dort vorbei zu laufen, wo das Bonfire hätte stattfinden sollen. Neben dutzenden von Leuten in Uniformen und in gelben Jäckchen, welche vor allem gewährleisten sollten, dass nur Studis und akkreditierte Journis auf diesen Platz kommen würden, war in der Mitte bereits mit Kreide eingezeichnet, WO denn bitte dieses "spontane" Ding stattzufinden hatte/hätte. Mehrere Kameraleute hatten ihr Equipment in sicherer, genau normierter Umgebung bereits aufgestellt und machten sich nun ans Einpacken. Für DIE was das sicher ein gelungener Abend...

Heute bin ich dann mit dem Van des International House zur Social Security Agency gefahren worden. Neben einer Russin und einer Chinesen war zum Glück auch noch James dabei - ihn sieht man zwar nie, v.a. nicht an den "geselligen Anlässen", aber er ist auch ein Austauschstudi @Fuqua. Man durfte dann Nümmerchen ziehen, wobei die Gruppe der Wartenden natürlich nicht gerade "upperclass" war - da schien so ziemlich jedes Gebrechen vorhanden, aber die Ethnien nicht wirklich im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung verteilt. Bei 2 offenen Schaltern, Nummer 52 in der Hand und 28 an der Reihe konnte man getrost draussen an der Sonne sitzen und etwas plaudern. Gut 1 Stunde später war man dann an der Reihe und obwohl die Dame nach "System Adler" tippend ziemlich Mühe mit meinem Nachnamen und v.a. der anderen Datumsschreibweise in meinem Pass hatte sollte ich in spätestens 2 Wochen nun eine Social Security Number haben. Die brauche ich zwar (noch) nicht, aber wenn die Leute schon sagen man solle die Gesetzeslücke nutzen solange sie noch besteht... Eine Korrektur galt es noch anzubringen, nachdem sie mir den Ausdruck zeigte, wobei sich die Änderung eines Buchstabens als ziemlich zeitaufwändig herausstellte. Jedoch kann es ja nicht sein, dass dort etwas von "Theodur" steht, wir sind hier ja schliesslich nicht beim Ring der Nibelungen oder dergleichen.
Die langsame Dame am Schalter meinte dann nach "So, your from Basel?" (sogar richtig ausgesprochen...) Sie habe früher für Sandoz gearbeitet. Nachdem sie schon vom Merger wusste, verzichtete ich Interesse der anderen Wartenden dann darauf, sie übers alliance portfolio management von Novartis aufzuklären sondern nickte noch auf ihr "great company!" und machte mich auf zum Van.

02 April 2006

Birthday Boy feat. da Crew

(Thank you sooooo much!)

Während Freitag Abends ein Grossteil der Exchange Studs auf der Terrasse das grosszügige Buffet anlässlich des Besuchs der "Zugelassenen" genoss, startete "Mission Birthday Ausgang". Der designierte Jubilar wies noch einmal darauf hin, welch ausserordentlich spezieller Tag bevorstehen würde und erntete darauf die "we gotta go out BIG TIME!!!!" Reaktion. Weil sich Samstags dann vor lauter SIM-Karten-Wechseln mein Cingular-Teil verabschiedete (und heute unerklärlicherweise plötzlich einfach so da lag - strange Story, hesch es rasch ussgleent Ye?!) stieg man dann auf einen MSN + Skype Approach um und fragte mal an, was denn so für Dinner Plans bestehen würden. Man verabredete sich dann für 7 und ich brachte Bier und Sparkling Wine mit, wobei ich extra meinen Pass mitschleppte, die Dame aber nicht den Hauch einer ID sehen wollte. Auch recht.

Als ich und Lee dann so gemütlich am Station 9 Swimmingpool an unseren Bieren nuckelten dämmerte es ihm: "Hell, it's your birthday! Damn!" - "No, I brought the sparkling wine just for the fun of it...". Taha war in der Zwischenzeit im Bryan Center am Persisch essen währen Jakob einen Power Nap hinlegte. Zum Essen stand dann Mexikanisch vs. Mongolisch zur Auswahl und in Anbetracht der bereits vernichteten Burritos etc. optierte ich für den Han-Approach. Als dann auch noch Larissa, die momentane Lebensabschnittspartnerin von Lee (sehr durchgeknallt im positiven Sinn) eintraf und man Jakob's Bestellung aufgenommen hatte, konnte man dann rasch zum "Bali Hai" (oder so...) fahren um das Zeug zu holen. Wenig später sass man dann wieder zu 4. am Pool und konsumierte das Zeug. Bei mir hatte man sich freundlicherweise gedacht "der hat ja 2 Bowls und nicht nur 1 wie die anderen - der braucht bestimmt kein Reis, no?" - zum Glück halfen mir die anderen dann äusserst grosszügig aus, denn schliesslich muss man ja schauen, dass es "Birthday Boy" (copyright Larissa) gut geht, nachdem wir zuvor schon nicht das Cabrio genommen hatten ("Oooo look - Birthday Boy is sad!").

Die Dame war dann der Ansicht, ich solle entsprechend auch 24 (glaubs immer nonig...) Biere trinken, aber da konnte ich nicht wirklich zustimmen. Nachdem das Trio die Gesangseinlage hinter sich gebracht hatte kam mein grosser Auftritt: um ja den Korken nicht in Augen oder anliegende Wohnungen spicken zu lassen, widmete ich mich sehr intensiv der Flasche. Dies hatte dann zur Folge, dass sich ein netter Strahl über mein Haupt ergoss, und die Mitfeiernden vor Lachen beinahe aus ihren Stühlen kippten. Nice. Man diskutierte dann noch weiter über diverses, wie etwa das Schweizer Militär, was denn in Larissa's Hometown alles gedreht wurde (Dawson's Creek!!!) und Briefmarken. So weiss ich nun mit Bestimmtheit, dass es im Englischen kein "Komm doch rein, ich muss dir noch meine Briefmarkensammlung zeigen" gibt - dafür weiss ich nicht so recht wie ich erklärungstechnisch aus DER Nummer wieder hinausgekommen bin...

In Erwartung von Taha's Heimkehr ging man dann wieder zurück ins Loft, wo sich einem die grandiose Auswahl aus Wodka Pur bzw. on the Rocks und meinem hässlichen belgischen Starkbier vom Donnerstag bot. Der gute Mann wurde dann mit einem "It's Pascal's Birthday, Man!" empfangen, worauf dieser geistesgegenwärtig mit einem "Holy Sh....Eh, let me get your present" reagierte. Nach mehreren gescheiterten Versuchen (Hinterausgang, ein "I've only used it twice!" Duschsschwamm) fand er dann noch etwas lustiges Einpackpapier, bei dem man die "Bläschen" zum Platzen bringen kann. (Ich bin mir sicher, dafür gäbe es auch einen Fachterminus.)

Mittlerweile zeigte die Uhr schon 11. Ein Mädel, welches sie in Miami getroffen hatten nahm uns dann unter ihre (Undergrad-) Fittiche und führte uns zu einer Fraternity-Party auf dem West Campus. Und bei allem was ich bis jetzt schon erlebt habe: DAS kam "American Pie" mit Abstand am Nächsten. Am Eingang zum Hause zeigte man kurz noch seine Duke-ID und drinnen waren dann lauter Leute mit den typischen Pappbechern. Die Party stand unter dem Motto "Alice im Wunderland bzw. Mad Hatter" und so hatte es überall Pilze aus Pappmaché, doch dazu später mehr. Drinnen hatte jeder Verbindungsbruder quasi "Tag der offenen Tür" für sein (oft von Hause aus stranges und/oder noch dekoriertes) Zimmer und dort gab's dann von Bud Light Büchsen über (warmen und ungeniessbaren) Punsch bis zu irgendwelchen Getränken aus gewissen Trichtervorrichtungen so ziemlich alles abzustauben. Später wurde man dann noch Zeuge einer netten kleinen live-Rap-Performance.

Während Taha sich mit dem Mädel abgeben musste (so war jedenfalls seine Miene zu deuten) und Jakob die übliche "einsamer Wolf auf dem Aufriss" Tour abzog hielt ich mich mehrheitlich an Lee'n'Larissa - quasi als Personifizierung von Stützrädern (oder so, s 5. kann y jo nit syy). Dabei kam es natürlich zu unzähligen lustigen Begegnungen, wie sie nur eine derartige Umgebung produzieren kann: ein Asiate, welcher seinen Pulli als Kappe missbrauchte und einfach so da sass (Blaukäppchen?), ein Mensch in ManU-Shört etc. Der weibliche Part machte sich dann einen Spass daraus, allen zu erzählen in welche mühsamer Kleinarbeit sie diese Pilze gebastelt habe und mir erzählte sie, wie dies eigentlich ihr Lebenswerk sei. Wie sie diverse Konzepte wie Vergänglichkeit in einen hässlichen grünen Pilz interpretieren konnte - strange, aber ich war beinahe so gut.

Madame kam dann sogar dem guten Jakob zu Hilfe, indem sie im bevölkerten Eingangsbereich auf ihn zeigte und lauthals schrie: "Look at that guy Jakob! He's a hottie from Sweden! And he's very, very good in bed!" Mein Lachanfall wurde dann mit einem "C'mon, I was just trying to help him out!" quittiert. Als es dann 3 wurde, die Leute sich mehr vor dem Haus als wirklich drinnen sammelten und die Campus-Police langsam unruhig wurde, machten wir uns langsam auch auf den Weg - natürlich nicht, ohne dass ich noch mit etwas abgestandenem Bier nachgefüllt wurde ("Birthday Boy needs more beer. Open your mouth!" - "Aye-aye..."). Fräulein eignete sich dann noch etwas der zur "Dekoration" (?) der Wände benutzten Alufolie an und bastelte daraus einen herrlichen Helm - die Wikiner lassen grüssen. Entsprechend ritt man dann mit einem "Jarrrrrrrr. Werrrrrs the Trrrrrreasure?" dem Sonnenaufgang entgegen. Okay, eigentlich ging's einfach kurz zum Rick's Diner, welches 24h offen hat. Dort traf man dann noch Taha und Begleitung und hatte so einen Chauffeur gefunden. Jakob ward nicht mehr gesehen, aber wir hoffen es geht ihm gut und er war erfolgreich - andererseits muss man UNC-Frau Larissa zustimmen, dass die Population in Chapel Hill irgendwie schöner ist.

Fotos kommen dann hoffentlich auch noch - me feat. the other ones, my present and the viking helmet, in various combinations...