Dasch der Ort für dä Saich won em Tülli halt grad eso in Sinn kunnt

26 Februar 2006

Passyyvschbort feat. Carnival

Freitag: Fuqua unterstützt seit Jahren die North Carolina Special Olympics für geistig Behinderte mit verschiedenen Events zusammen mit den "Athletes", Fund Raiser Events und den MBA Games im April (andere Business Schools kommen nach Durham und üben sich in "Sportarten" wie dem Anzugschwimmen etc.). Am meisten Geld kommt jeweils bei der Auktion 'rein, welche eben Freitags stattfand. Zuerst die Silent Auction, bei der man einfach auf den Bidding Sheets überbieten kann. Dann die öffentliche Auktion. Hier zeigt sich die preistreibende Wirkung von gratis Bier (wie jeden Freitag) und peer pressure. Bei den hohen Bietern gilt es dabei 2 Typen zu unterscheiden: Typus 1 ("einsamer Wolf") sitzt cool alleine irgendwo mit dem Auktionsprospekt und geniesst die Wirkung des gehimnisvollen reichen Mannes. Typus 2 ("Embedded Stenzer") ist mit seinen Buddies da und will einen auf dicke Hose machen - da stört es auch nicht, dass er sich jeweils mit Mausi abspricht, ob das Strandhaus für eine Woche nund wirklich die 4 Tonnen wert ist. Es kamen glaub' so 35,000 Dollar allein hier zusammen, u.a. für ein romantisches Dinner im Duke Chapel, italienisch Essen mit 3 First Year Studentinnen (wobei der Preis in die Höhe schnellte als eine aufstand und schrie: "I'm single guys!!!" - die ungebundenen Jungs hier scheinen ziemlich verzweifelt zu sein...) oder ein von JJ Redick unterschriebenes Shirt (glaub so um 1,500 Bucks).

Samstags hat man dann das Sport gucken Wochenende eingeläutet und sich zuerst ein Inning beim Baseball angeschaut (Duke ist da richtig schlecht, aber dieses Wochenende haben sie noch ein paar Bachelis gefunden, die das noch weniger drauf haben) und dann eine ziemlich amüsante Halbzeit Lacrosse (remember American Pie?) - der Vizemeister Duke ist ranked No. 2 im Land und fegt die Gegner bis jetzt regelmässig weg. Ich weiss zwar immer noch nicht, wie genau man die anderen da mit dem Stick prügeln darf, aber lustig ist's allemal - nur schon die verschiedenen Positionen wie "Long Stick Midfielder".

Abends war "Mardi Gras Party", organisiert von irgendeinem Fuqua Club (International Business Club oder sowas). Man war schon relativ früh (nach 10...) da, als noch nicht so viel lief. Dann trifft man einen Ukrainer, der vorher in Deutschland gearbeitet hat (insert Visum-Spruch - ich hab's ja auch gemacht...) und findet, man könnte doch rasch schauen, wie das andernorts stattfindende "German Faschingsfest" denn so sei. Warum nicht. Also zusammen mit dem Ukrainer, Mattias und einem Rumänen ins Auto, hoffen, dass das keine getarnten Meuchelmörder sind und dort hin. Was man vorfindet? Naja, wie man es sich halt klischiert so vorstellt, wenn Amis einen auf Karneval machen wollen und wohl mit keinem gesprochen haben der auch nur im Entferntesten weiss was das überhaupt ist. Beim Eingang erhält man eine Art Tröte, drinnen gibt's es zwar kein Bier und es spielt eine alternative Band, welche etwa so viel mit Karneval zu tun hat wie eine Kuckusuhr mit Rio, dafür hat es lauter bunte Girlanden und die Band macht sich mit dem Spruch/Wortspiel beliebt, das sei kein Fascistfest, sondern ein Fachingsfest. Aha. Haha. Schnell raus hier - natürlich nicht, ohne dem Ukrainer, welcher findet als er noch jung war, habe er auch die eine oder ander derartige Studentenparty erlebt, noch einen Tiefschlag zu versetzen: "Echt?! Das überrascht mich jetzt, ich hab' immer gemeint die 60er wären eine etwas wildere Zeit gewesen als das hier..."
Beim Mardi Gras ist mittlerweile auch ziemlich viel los und man kann sich mit dem einen oder anderen Bekannten unterhalten. Immer wieder beeindruckend wenn flüchtige Bekannte einen beim Namen nennen und man selber sich dann halt immer in ein "Hey ööö...MAN, howya dooooin'..." flüchtet (in der Hoffnung, die Unterschlagung falle ob derart viel Coooooolness nicht auf...). Ich hab' dann jedenfalls auch eine der ominösen "Halsketten" gekriegt - aber trotz solcher Dinger im Übermass sah man niemanden einen "flash" machen, thx...

Heute Sonntag dann mit Chad die Frauentennispartie No. 8 Duke vs. No. 6 Northwestern in der Halle angeschaut. Ziemlich solide Anlage, verglichen mit der Ballonhalle zu Münchenstein... Eigentlich hatten wir unser Ziel ja erreicht, als wir einen weiteren free Coffee Mug abgestaubt hatten (you can have that one, Bro - and the posters as well...), aber wir sind dann doch die 3.5 Stunden (wohl mehr als meine gesammelte Swiss Indoors Erfahrung, aber wenn man ein Team unterstützt ist das natürlich GAAAANZ was anderes...) bis zum Ende auf der ungemütlichen Bank geblieben. Das System ist nicht gross anders als im Interclub, die Unterschiede beschränken sich eigentlich aufs Doppel: die 3 Partien werden vor den Einzeln gespielt, es gibt nur einen Satz, dieser geht dafür aber auf 8 und wer mehr Doppel gewinnt kriegt einfach einen Punkt. Ich find's jedenfalls gut bzw. zuschauerfreundlich, dass man das Doppel etwas abwertet und niemanden mit ewig langen 3 Sätzern langweilt - zumal Fraunendoppel nicht so glatt ist weil die ständig hinten bleiben. Danach kommt's dann zu den 6 Einzeln. Duke gewann schlussendlich 5-2 und das Niveau war erstaunlich hoch, IMHO sicher vorderes Schweizer N-Level. BTW: Duke's "Beste" (naja, mir gefiel das Spiel anderer rein von der Finesse besser, diese war eher der Typ "Davenport") ist momentan No. 2 im Land und kommt aus Serbien-Montenegro. Danach tat man sich noch das Nachholen einer Bernie-Stunde an - und es gab tatsächlich (grausliges indisches) Bier und Pizza, aber der Mann kann auch Sonntags halb 9 Uhr abends nicht vom Überziehen lassen (okay, kann auch nicht viel dafür wenn die Studis so viel schnorren...).

Ausblick: Dienstags wird "Fuquavision" aufgeführt - eine Art Sketchshow über Professoren, Studenten etc. auf Zelluloid, welche jeden Term stattfindet und scheinbar ziemlich lustig sein soll. Der Trailer mit den UNC Hillybillies war jedenfalls recht amüsant... Und dann geht's ja schon bald wieder zurück, was heisst, dass weitere Kommunikation mitunter eher mittels Massenmail stattfindet und blogtechnisch bis nach Miami Ruhe einkehrt. We'll see.

24 Februar 2006

Good ol' days - classic!

Was macht man nach knapp 4h Schlaf und 2h Uni, wenn man körperlich und mental nicht in der Verfassung ist etwas Gescheites zu tun und eh schon ziemlich alles universitär zu Erledigende fertig ist? Natürlich den Blog updaten!

Dieser Eintrag sei einem absolut legendären Ausgang gewidmet - ein Abend, der vor lauter kultigen Momenten nur so strotzte. Just great. February 23rd 2006 - a day that will live in infamy.

Nun denn, Donnerstag geht man natürlich nach Chapel Hill. AJ (welcher nur diesen Term hier ist) hat eine Mission: in den verbleibenden Tagen noch möglichst viel ausgehen und dabei möglichst viel für uns Jungs ausgeben (wirklich schwierig ihn vom Zahlen abzubringen - ICH hab's noch nicht geschafft...). So ging er mit 2 Leuten welche ihn zum Essen einluden schon vorher hin, was den Transportengpass merklich besserte. Wir erhielten dann SMS im Stil: "Come to Players - private party, free beer, just say you're from UNC!" Für einen echten Blue Devil wie mich kommt so etwas natürlich nicht in Frage, was dann zu höchst philosophischen Diskussionen (während wir uns eine "Ballschlacht" in der Wohnung lieferten) mit Chad führte, ob Bier dieses Opfer wert sei.

So gegen 10 holte mich dann unser Mobil ab, wobei da plötzlich ein Frauchen aus dem Auto sprang und sich als Kollegin von Lee vorstelle, während sie darauf bestand, dass ich ihren Platz auf dem Beifahrersitz einnehme. Das hysterische Gequäke dieser Waliserin (NICHT Wallis(s)erin...) hab' ich dann dem Alkohol zugeschrieben (und ihre Euphorie mich zu sehen natürlich meiner beeindruckenden Erscheinung), wobei ihre lauthals vorgetragenen Sing Alongs von Clarkson bis Bedingfield (was DJ Tülli halt gerade so im Radio fand...) wohl deutlich in die Kategorie "Leider nein" gehören. Man enterte dann das Players und nur Lee gab sich als UNC'ler aus, da dann ja klar war, dass wir zu ihm gehören. Uff. Drinnen waren dann gemäss dem Motto alle auf 80er getrimmt (Beastie Boys mässige Schnurrbärte bis zu Olivia Newton-John mässigen Stirnbändern). Natürlich alle bis auf uns, was natürlich schon mal geschickt ist, wenn man eh schon an einer Party ist, auf die man nicht gehört (Es war scheinbar irgendwie der xte Jahrestag eines Päärchens und was für die UNC-MBA'ler. Whatever, I don't care...). Lee war dann der amüsanten Meinung, meine Aufmachung gehe schon als 80er durch. I kinda agree. War dann zwar lustig, aber weil im Lucy's ja auch 80er liefen musste man ja fast weiterziehen.

Dort war's dann natürlich auch sauglatt. Man I just luuuuuv that sound. Lee hatte ja dort auch mit seiner neusten Eroberung abgemacht und wir sind immer noch höchst beeindruckt ob seiner massiven Verbesserung um ca. 24.6 Level (being serious here). Er stellte uns dann alle vor, wobei mein bragging 'bout my GMAT Score (der Durchschnitt hier ist einfach unter aller Sau, tz, 701 oder sowas armseliges...) sich als Bumerang erweist, da er das gerne in mein "Portrait" einzuflechten pflegt - boooooring, aber selber schuld. Es entwickelte sich dann folgende Diskussion mit der Dame:

"What do people in Switzerland actually do, like, in their spare time and when going out?"
"We mostly drill the holes in the cheese, and if there's time left we tend to just walk around with foundue sets on our heads. Its kinda fun."
"Oh yeah, that's what the army knives are there for, right?!"
"Exactly. You sure know a lot about my country."

Die Waliserin war dann völlig begeistert von der Ausgangsszene hier, was einen nachdenklich stimmt, da sie an der Columbia studiert. Die Männer hier seien einfach viel besser, was eigentlich auch erklärt weshalb ich hier bin und andere lieber - an die Columbia gehen. Ich habe nun vollstes Verständnis für eure Prioritäten Jungs, nicht jeder hat die Eier sich im harten Konkurrenzumfeld zu betätigen. ;-)

Auch die treue Leserschaft in Form der "Neeeee, iiiiiich geh' heute bestimmt nicht aus"-UNC-Frau machte ihre Aufwartung. (You were sooooooooo drunk und ich hab' kein Wort verstanden, aber amusement at its best anyway). Unsere Gruppe von ca. 8 Leuten fühlte sich dann dazu ermächtigt, mir ein Geburtstagsständchen zu singen und zeigenderweise laut "No way, IT'S HIS BIRTHDAY!!!!" zu schreien, obwohl alle wussten, dass wir dann erst an einem späteren Samstag diesen feierlichen Akt zu zelebrieren haben. Die Wirkung in Form eines äusserst peinlich berührten und wild mit den Armen um sich fuchtelnden Schreibers wurde auch nicht verfehlt.

Man ging dann nochmal ins Players, wo mittlerweile keine 80ies sondern der übliche Gangsta-Sound und das übliche etwas zwielichtige (men) bzw. notgeile (wo-men) Gangsta-Volk anzutreffen war. Ich hatte dann eine harte Zeit, AJ davon zu überzeugen, dass ich nicht vorhabe, bei "Survivor" (Abenteuer Robinson...) mitzumachen und insofern nicht an "swinging in the jungle" interessiert sei. Er glaubt aber immer noch, hier seine Berufung (also eine schier unlösbare Aufgabe ist es sicher) gefunden zu haben: "Okay, tomorrow I'm gonna find you some nice ones" (DIE Steigerung dürfte nicht allzu schwierig sein, aber ich glaube ich muss dennoch an der Geschwindigkeit und der Qualität meiner Versteck- und Tarntechniken feilen). Weil seine Fahrerin schon gegangen war hatten wir dann auch eine very "cosy" Heimfahrt, aber immerhin musste niemand in den Kofferraum.

A night to remember.

Als Ergänzung noch eines meiner favourite qoutes so far. Biotech-Patent-Anwalt: "We lawyers have a saying which goes: God bless the guy who hates my clients".

Als Ergänzung zum letzten Eintrag: am letzten Frauenspiel wurde die Hymne von einem "Star" intoniert: Chubby Checker ("The Twist"), welcher der Vater einer der 3 Spielerinnen im Senior-Jahr (=letztes Heimspiel) ist. Wow....

22 Februar 2006

What's the Buzz about?

Mittwochs gemäss Expertinnenbefehl Besuch der ersten Austragung der Duke Marketing Conference. Zuerst sich mit allerlei Süssem verpflegt und die Koffeinversorgung sichergestellt.

Los geht's mit einem Vortrag über Lenovo, die "Chinesen", welche nun IBM's (bzw. halt eben ihre eigenen...) Laptops herstellen. War amusing, nun weiss ich z.B. von der Seite Whichsideareyouon (Vote for Titanium!!!!!!). Die Jungs verfolgen sogar sehr genau, was punkto Blogs abgeht - pfft, wie kann man sich nur ernsthaft um DIE Freaks kümmern?! Auch interessant, dass es offensichtlich ein Betriebsgeheimnis ist, welcher Aspekt unseres unterbewussten prähistorischen Reptilieninstinktes sich bei der Entscheidung für Laptops einschaltet. Immerhin weiss ich nun aber, dass die Amis nur SUVs kaufen um zu überleben - "if I have an accident, the other one's gonna die".

Dann zum Holländer im stilungerechten orangen Hemd von ING Direct. Er zeigt uns ein paar interessante unkonventionelle Kampagnen, welche es erlaubten eine Brand so ziemlich von Null aufzubauen und die Kundenzahlen massiv zu steigern: gratis U-Bahnfahren in San Francisco, gratis Benzin in L.A. (kostet bei wenigen Zapfanlagen kaum was und alle Medien inkl. Verkehrsfunk berichten über den meilenweiten Stau), Zeppelin etc.. Der Akzent kam ziemlich nahe an Austin Powers 3 heran. Lustig hier wie man darauf reagierte, als man viele Namen auf den Weihnachtskarten falsch schrieb: humoristisches follow-up Mail mit extra eingebauten ähnlichen Fehlern und der zum Slogan "Save your Money" passenden "Begründung", man habe halt bei der Tinte gespart um so den Kunden bessere Konditionen zu erlauben. Wie limitiert muss man eigentlich sein, um darauf im vollen Ernst mit "Pah! So teuer ist Tinte gar nicht!" zu reagieren, wie das offenbar einige taten?!

Nach dem gesponserten Lunch (me luuuuvs Corporate America) dann gesündigt und nicht zum Brand-Building mittels Marketing sondern der Adaption neuer Technologien gegangen. War ein Fehler, das hat man davon wenn man nicht auf die Fachkräfte hört. Naja, ziemlich peinlich wenn die Technik beim aus Las Vegas zugeschalteten Typen von CBS nicht richtig funktioniert - dieser liest dann einfach sein Slide Deck vor und der Prof berichtet noch von seinem Research. Ging v.a. um "Video on Demand" und really new vs. just new products. Interessanter Fact allerdings, dass Video scheinbar für Werber sogar noch Sinn macht, weil der Aufzeichner erstaunlich viel über die vorgespulte Werbung weiss, schliesslich muss man ja aufpassen wann es wieder los geht und kann schlecht da nächste Bier holen bzw. los werden.

Weil bereits Phil ja Charity für die ganze westliche Hemisphäre leistet dann auf des Minority Marketing verzichtet und lieber bei Ford ein paar lustige Pens und extrem grauslig-konventionelle Caps abgestaubt. War auch interessant - check out Hurra Torpedo.

Zum Abschluss dann interessantes (like, AGAIN...) vom CEO von Procter & Gambles "Word of Mouth" Gruppe Tremor zu eben diesem Thema. Der Typ findet die Science hinter "Tipping Point" nicht so gut, aber sein Inhalt war irgendwo nicht so unterschiedlich davon. Erstaunlich wie viele (inkl. meiner Wenigkeit, hoho!) das Buch gelesen haben: so ziemlich alle. Geht dann halt so um nicht allzu viel neues (Enthusiasts und Connectors etc.), aber so als Gesamtschau ziemlich interessant, v.a. Beispiele wie das weisse Armband (Lance Armstrong Style) zur Promotion des Milchgenusses. Die Typen haben ein Netzwerk von 225,000 U.S. Teens und mehr als 400,000 Connector Moms um ihr Zeug zu promoten - ziemlich beeindruckend und mächtig.

Dann das Buffet inkl. frittiertem Kokos-Huhn (dasch jo gnue haiss gsii, nit woor...) und noch nie zuvor gesehenem Sam Adams Double Bock genossen. Mjam. Sich mit Greg unterhalten. Er liebt - wie sollte es auch anders ein - auch die Schweiz und war - wer nicht? - schon in Genf und Interlaken. Jemand weiteres davon überzeugt, Basel sei der beste Ort der Welt. Er erinnert sich dann nicht daran, dass wir uns schon mal getroffen haben aber schiebt es auf seinen Alkkonsum. Ich entschuldige mein Mammutgedächtnis damit, dass mich seine Position als Aufpasser für die Undergrads so beeindruckt hat. Dann in die Arena um etwas Cheerlea...äää...das letzte Heimspiel der Damen zu gucken. Nice - mal abgesehen davon, dass das Spiel stinklangweilig ist weil Duke so überlegen ist, deshalb alles relativ rasch relativ zügig nach Hause strömt und die Halbzeitpause ewig dauert weil eine Zuschauerin aus mir (noch) nicht bekannten Gründen auf Bahre (sah ziemlich übel aus...) weg transportiert werden musste. Komischer Tag, passend zum Regen.

Kurze Rückblende: Dienstag in der Pause mit Haynes (Remember: der Militär-Frager aus Lobbying in Congress) eine amüsante Diskussion über die Schweiz gehabt. Ich glaub er hat sich immer noch nicht davon erholt, dass der Feind seines Geschichtsprofessors aus Genfer Zeiten nun in der Regierung sitzt. Beim Essen bestellen (von da hatten die wohl das Kokos Huhn noch übrig...) in der Exhibition Kitchen will der Koch wissen von wo ich komme. Dann interessiert ihn wie wir denn bei den Olympics so abschneiden und ich bescheinige uns eine relativ gute Bilanz. Er meint dann die Norwerger würden so viele Medaillen abstauben, dabei wohnt doch da niemand. Ich stimme zu und finde die Leute sollen nicht so gierig sein und etwas mehr teilen. E Guete.

Ach ja: Wenn noch ein Exchange Stud kommt und mich fragt was denn die Eishockey Nati gemacht hat, "I heard you guys had a great hockey day, right?" oder dergleichen, dann....begegne ich dem weiterhin mit einem milden Lächeln und dem Hinweis darauf, eine Segelnation zu sein. Ist mir doch egal, wenn ihr dann weiter mit den eingekauften Neuseeländern aufwartet. Ha! Nämmlig!

19 Februar 2006

Ändschburt

Naja, der Gadget Friday war nicht so der Hit - die Spiele deckten in erster Linie meine absoluten Kernkompetenzen ab: Autofahren und Tanzen...

Samstag hat man dann zwei Final Papers fertiggestellt. Für "Strategy and Public Policy" muss ich nun nur noch 1 Assignment à 2-3 Seiten (double spaced) verfassen, Lobbying Congress benötigt noch 250 Wörter, einzig Biotech verlangt noch ein paar Antworten auf Fragen zu einem Excel Model und das Final Paper, aber jenes werd' ich schon mit meiner Gruppe zu koordinieren wissen. Jedenfalls bin ich mehr als gut im Fahrplan und kann dem Rat der Expertinnen ohne schlechtes Gewissen pflichtschuldigst folge leisten - Marketing Conference I'm in!

Abends dann gab's gratis Pizza und Getränke im Basketballstadion. Der vergötterte (Standing Ovation reicht hier nicht, da wird sich körperlich verneigt und angebetet. Omm....) Coach K lud sein Team zu einem Team Meeting und wollte auch die Zuschauer dabei haben (hear that Mr. Gross?! Dä laaberet nit numme, sondern macht au öbbis...). Er führte dann einige Filmchen früherer Stars und der letzten Meistermannschaft auf Leinwand vor und sprach davon, dass wir am sonntäglichen Spiel helfen sollten, einen speziellen Moment zu schaffen, bei dem Spieler und Publikum eine Einheit werden und man total "immersed". Whatever. Ziemliche nichtssagender 0815 "gschbürsch my" Talk (Was?! Es geht beim Spielen auch darum Spass zu haben? No way?! Dass der Typ so viele Bücher verkauft...), aber solang's bei den Spielern ankommt soll's mir recht sein. Den grössten Spass hatte das Publikum eigentlich an der unglaublich kitschigen Musik, welche die Sequenzen untermalte - von "I believe I can fly" über die olle Céline (Dad would've looooooved it - schöne Grüsse an die Ayurveda-Gschbüürsch-my-Fraktion btw) bis zu "All 4 one" (wirgligg...).
Nachher wollten mich die Jungs für den obligaten Trip nach Chapel Hill abholen. Dabei liessen sie doch so einige Minuten verstreichen, was dann dazu führte, dass ich eine Ewigkeit vor dem Fuqua Haupteingang stand und den Blicken der Vorbeifahrenden ausgesetzt war (dort muss man wegen einem Hindernis in der Fahrbahn eh langsam fahren), welche sich wohl fragten, was denn dieser Perversling da draussen zu suchen hat. Besonders peinlich als zweimal ein Auto anhielt und ich - geblendet - einfach mal darauf zu gehe. Oops - it's not them. Just keep going...
In Chapel dann Martini's mit neuartigem ergänzt. Zuerst ins Aladdin (kein Corona mehr, na danke...) und dann in's Lucy's. Dört stinkt es zwar als hätte die Hälfte der Anwesenden irgendwelche Exkremente in den Ecken deponiert (könnte damit zusammenhängen dass die crazy Carrie (see Chad's photos), die man vom Anstehen für die Spiele kennt immer dort ist - schliesslich hat sie sich mit folgendem Satz an ihre Freundin unsterblich gemacht: "No YOU go in already - that's my way to thank you for holding my hair when I was puking yesterday." Mjamjam.), aber die 80's Party an Donnerstagen muss man nächste Woche fast sehen. AJ und TingTing verlassen uns ja leider nach diesem Term, also wird nächstes Wochenende gefeiert was das Zeug hält.

Heute Sonntag dann ausgeschlafen und geschaut, wie die Situation vor dem Stadion aussieht. Nö, zu viele Leute um 4 Stunden sinnlos in der Kälte zu verschwenden. Also den halben McDo leergekauft und im Park etwas non-universitär gelesen ("Slick" - quite funny book, wär eigentlich was für unsere PR-Fraktion). Dann Spiel im TV geschaut - J.J. Redick nun neuer All-Time-Scoring-Leader für Duke. Der Mann ist eine unglaubliche 3er Machine. Abends wollte man dann selber Basketball spielen, aber der Court war besetzt. Hat zwar noch andere, aber stattdessen dann halt mit Lee joggen gegangen. Welch Moment, abends um 10 in ein leeres Football-Stadion einzulaufen und seine Runden zu drehen. Lee hat dann auch gut mitgehalten, wenn man bedenkt, dass er jeweils auf unseren 800m-Intervall-Touren noch leichtfüssig wie ein junges Rehkitz eine Schicht "Stäägeli-uff-Stäägeli-ab-juhee!" eingeschoben hat und trotzdem schneller war als ich. Hm...

Wie's aussieht tut man sich übrigens den Spring Break in Miami doch noch in der einen oder anderen (Transport)Form (car vs. plane), dem einen oder anderen Zeitpunkt (15. vs. 22.) und der einen oder anderen Begleitcrew (da guys from here vs. da guys from back home) an. Uuuuu........

17 Februar 2006

E kurzes Föteli-Update

So, diesmal gibt's eigentlich nicht viel zu berichten, deshalb klaue ich einfach ein paar Fotos meines Flatmates und stelle den Link hier rein. Ha! (2Nite am Fuqua Friday ist Gadget Night, d.h. XBox inkl. Big Screen Duelle der Professoren und so'n Zeug - ziemlich beeindrucken, wenn man seit Wochen ohne TV lebt...)

Photos vom Game gg. Florida State
Duke Campus

15 Februar 2006

Freak, Freak - Superfreak!

Montag: Zum 3. Frauenbasketballspiel gegangen (natürlich war Seth auch da) - No. 4 im Land Maryland geschlagen und nun wieder No. 1. Zudem ein gratis-Shört von Coca Cola + Poster abgesahnt. Danach natürlich zu "Dillo" für die obligaten Quesadillas. Wen trifft man da? Chad, welcher im NY'er Schneesturm steckengeblieben war und deshalb verspätet einflog. Und die süsseste Cheerleaderin. Cool wie ich bin habe ich natürlich................weiter brav auf meinen Food gewartet und diesen dann verspiesen.

Dienstag: Nach der mörderischen 8am Klasse brauchte ich einen grossen Kaffe. Die "Sumba" Mischung ist eigentlich noch überraschend gut. Komischerweise wollte der "Deckel" nicht so recht auf den Cup passen, aber an und für sich war ich relativ überzeugt, dass passe schon irgendwie. Diesen Irrglauben büsste ich dann, als inmitten der relativ gut besuchten Kantine durch eine Mischung aus "zu fest gedrückt beim Halten" und "Spannung durch knappen Deckel" der Cup halbwegs in sich zusammenfällt und Teile seines Inhaltes über mich und den Floor ergiesst. Hm. Peinlich. Und kein Ausweg ohne Dutzenden potentiell belustigten Augenpaaren ausgesetzt zu sein. Naja. So tun als wäre nix gewesen, Augen zu und durch. Hat scheinbar auch kaum jemand gemerkt.
Vor der Nachmittagsvorlesung dann noch ein weiterer Besuch im University Store - so hatte ich unter anderen Sachen (siehe Teile davon auf dem Foto...) wenigstens einen trockenen neuen Pulli...
Kurz vor 4 sich dann der Walk Up Line für's abendliche Spiel angeschlossen. Chad war bereits dort als No. 3 und hinter ihm 2 Typen. Also denen gesagt, dass ich zu meinem Kumpel sitze aber sie später dann selbstverständlich vorlassen werde. "Jaja, wir machen was ähnliches." Häh? Whatever. Später dann treffen Chad's Austauschkumpel der Law School ein. Einer stellt sich dann als Schweizer aus Genf heraus, welcher trotz Stipendium 17.000 Dollar für's Jahr bezahlt und nicht gerne von meinem Zahlungsglück hört. Nur Recht, dass er mir später dennoch eines seiner Biere gibt.
Langsam wird's etwas peinlich - es hat zwar nicht allzu viele Leute, aber wie sich einfach vorne bei Chad Leute anschliessen, welche in der Zwischenzeit 2h in der Vorlesung waren oder vorher gar noch nicht da, ist nicht fair. Also geh' ich zu McDo zwecks Verpflegung, lege meine Jacke an den Platz etwas weiter hinten und schliesse mich dann zwecks Schwatzen Seth (noch weiter hinten) an. In der Zwischenzeit drängen sich immer mehr Leute vorne rein und der Widerstand formiert sich. Von den Offiziellen will sich keiner einmischen, aber man gibt uns zu verstehen, dass diese Policy auch gilt, wenn wir "Selbstjustiz üben würden". Man hört dann dass die Lage betreffend "reinkommen" nicht so schlecht aussieht und verzichtet auf solche Massnahmen (ich bin ja eh immer noch ca. nummer 15 und ziemlich safe). Schliesslich kommen alle rein, aber weil's in line lustig war bereu ich's nicht. Vorher erzählt mir Seth noch, ein Kumpel von ihm stehe auf Frauen aus Singapur und wolle deshalb das Foto von May Lynn sehen. Ich mache dann Sprüche, das sei ja eigentlich auch der Grund, weshalb er als ewiger Junggeselle diesen Job mache und er beklagt sich über den Mangel an (ungebundenen) weiblichen Austauschstudis. Später geht man dann zu besagter Dame weiter hinten in der Linie und er meint "Pascal was just wondering whether you gonna be his Valentine later on". HAHA! Das kriegsch zrugg, ussnaamswyys han y nämmlig wirgligg nüt eso gsait...
Die Undergrads zelten ja hauptsächlich für das UNC Game am 4. März, aber dieses Spiel zählt auch - trotzdem füllen dann schlussendlich wir deren Plätze auf. Wake Forest war letztes Jahr No. 4 im Ranking, verliert aber dieses Jahr v.a. in der Conference ständig. Dementsprechend werden sie aus der Halle geschossen, u.a. mit ziemlich geilen Dunks und Alley-Oops feat. Josh McRoberts. Trotzdem amüsiert ein Schild "We tented for THIS?!" und die Schmährufe im Stil: "Wenn ihr Glück habt werdet ihr für's NIT" (National Invitation Tournament- Quasi Trostturnier für die Mannschaften, welche's nicht in die wirklichen Playoffs schaffen). JJ Redick bricht zudem den Rekord für die meisten 3er in einer Collegekarriere und wird dafür geehrt. Ein Stück Basketballgeschichte - und ich war dabei!
Nach dem Spiel werden wg. Valentinstag (danke dass ihr wohl deswegen zu Hause geblieben seid Leute!) "Safer Sex" Bags verteilt. Ich und Seth verweigern uns natürlich und sind uns einig: was sollen wir denn DAMIT?!

Mittwoch (so far...): Bernie (Prof. von "Strategy und Public Policy") hatte ein Mail geschickt, er wolle alle im Kurs (so ca. 15 Leute) zu einem 30min Einzelgespräch sehen, um zu erfahren was wir so vom Kurs halten, wer wir eigentlich so sind und ob er uns irgendwie helfen könne. Mein Treffen war um 10am anberaumt. Nach einigen Irrungen und Wirrungen (er verspätet, ich zuerst an der falschen Schule, dann in der richtigen aber im falschen Gebäude) fand man sich dann auch. Er bot mir einen Kaffee an und ich fand "sound like a plan". Er steht auf und reisst freundlicherweise gleich seinen Laptop mit. Geistesgegenwärtig fängt er das Ding so halbwegs mit Fuss. Dabei wurde aber sein Brille in Mitleidenschaft gezogen - sieht noch lustig aus so 2 Gläser ohne Bügel. Ich hab' dann gemeint er könne ja einen Assistenten bitten, ihm das Ding fortan auf die Nase zu halten, damit er tippen kann. Er hat mir dann erzählt er kenne einen der das reparieren könne. Später hat dann "Sweetie" angerufen und ihn dann später wohl mit dem Auto mitgenommen. Emanzipier dy mol Bernie! ;-)
Das Gespräch war dann amüsant. Ich hab' ihm erzählt dass ich aus Basel komme (was einen, der x Bücher über die aktuelle Lage in Israel und die Geschichte des Zionismus geschrieben hat scheinbar gefreut hat). Als Entschuldigung für meinen Non-Hyperaktivismus in den Stunden hab' ich ihm erzählt wie die Kultur an der HSG so ist ("It's the Germans in the first two rows who raise their hands...") und das fand er sauglatt - zudem, dass man zu Hause betteln muss um mal 5min mit dem 3. Assistenten zu sprechen und nicht vom Prof zu 30min "gezwungen" wird. Dann hat man noch etwas über Monitor gefachsimpelt, ich hab' mein Konzept für's Final Paper erläutert, etwas über seinen Kurs geschleimt und ihm gesagt dass die "Treehuggers" (I swear I said it that way!) in der Klasse ja eigentlich ganz okay sind. War nett. Gutte Besserung an die Brille. Danach mein Quiz zu "Protecting Research Subjects" bestanden (das Zertifikat muss ich noch Rahmen lassen - okay, wohl eher nicht...), zufällig Lee getroffen und mit Wings, Quesadillas und Taco-Salat ins Gras auf dem zentralen Uniplatz an die Sonne gelegen. Herrlitsch.

12 Februar 2006

Isch andere Kültür...

Freitag war's eigentlich relativ gemütlich. Wenn man einmal davon absieht, dass der Schreiber völlig unschuldig durch die heiligen Hallen von Fuqua wandelte und dann plötzlich jemand an einem bevölkerten Tisch sitzendes seinen Namen rief. Man dreht sich um. Who the hell are you?! "Pascal! Hey! Great presentation, Pascal!". Well...öööm...thanks. (Mir war zwar gar nicht bewusst, dass Sie auch in dem Kurs sind Mam, aber danke trotzdem). As a sidenote: Die Jus studierende Tussi (aka "Rhona Mitra" - in jenem Fall ist dieser vorhergehende Ausdruck angebracht, die weibliche Leserschaft möge entschuldigen) in besagtem Congress Kurs wird immer kultiger. Den komischen rosa Mantel (da ist ein gewisse Jäckchen gleicher Farbe also um ein vielfaches hübscher) bewunderten wir schon ausgiebig und die komischen goldenen Schläppchen sind wunderbar kitschig. Schön auch immer die "wenn Blicke töten könnten Blicke" der weiblichen Belegschaft, wenn sich die Dame erhebt (was sie relativ regelmässig tun muss - check your akku...) und mit umständlichen geräuschvoll Aufmerksamkeit heischenden Bewegungen den Laptop einsteckt. Umso lustiger aber, wie die gaffenden (aber eben unter Beobachtung stehenden...) Männer dann so tun, als ob sie jenes Verhalten auch aaaabsolut lächerlich finden würden. Item, jedenfalls schlägt sie in letzter Zeit mit ihrem Pelzmäntelchen dem Fass den Boden aus - Posh Rhona! Da hilft es dann auch nicht wenn mir ihre Kollegin die Türe aufhält obwohl ich noch etwa eine Stadionrunde davon entfernt bin.
Wo waren wir? Ach ja, am Fuqua Friday gab's nicht nur Sam Adams (was relativ schnell Wirkung zeigt wenn man erkältet ist), Hiren wurde auch noch von seinem Cousin aus Washington samt Anhängsel besucht. Davor hatte ich mit schon erwähntem St. Gallen interessierten Jim eine Unterhaltung. Der Junge hatte ja so ziemlich gar keine Ahnung und mein ständiges Husten und Stimme-Verlieren machte die Sache nicht gerade einfacher, aber I did my best. Der Typ ist schon so in seinen 30ern und entsprach ziemlich genau dem Klischee "Ich hab' keine Ahnung von Europa (not to speak of Switzerland...), aber das ist alles soooooooo exciting und interesting - und dass ihr dann auch noch so viele Sprachen spricht, asoneiaberau!". Als es dann zum Schluss noch zu viel Pizza hat erklärte ich mich gerne dazu bereit, eine ganze Familienpackungsschachtel mitzunehmen. Was mir nicht bereits auf dem Nachhauseweg ("I'm so American" hab' ich mir da mehrfach gedacht...) zum Opfer fiel musste halt später dran glauben. Aber das hatte ich mir ja verdient, schliesslich hatte ich bei Ex-Monitor-Director-of-Intellectual-Capital (gschbüürsch en?!) Bernie in EINER Stunde gleich ZWEIMAL aufgestreckt! Weltklasse! Ging halt um's Consulting und sonst kann ich ja nix (okay, ausser analysieren...).
Samstag musste ich dann feststellen, dass es nicht unbedingt die beste Idee ist, den Fotoapparat auf den Velohelm (aber den brauch ich ja sonst seit langem für nix anderes...) zu stellen um mittels Selbstauslöser "customer impact" (Hi Carsten!) zu generieren. Naja, für was muss sich die doofe Linse auch einfahren lassen.
Des Abends ging's mit Taha, Lee und Jacob (sog. "übliche Verdächtige") nach Raleigh - "Nico" Mattias hatten die bösen Jungs unter Hinweis auf imaginären Platzmangel ausgeladen, dabei wollte der doch die erste Runde zahlen, menno. Big City Life? Dachten wir zumindest. Eine Angestellte von Fuqua hatte uns sogar Ausgehtipps gegeben. Kann also eigentlich nix schief gehen. Haha. Nach etwas Rumkurven fragte man dann eine zwielichtige Gestalt nach der anderen, wo's denn hier so abgeht. "Jillian's"? Okay. Die anderen waren völlig begeistert: "Yeah, that's what everybody says is the place to go!" War dann auch ein richtiger Vergnügungspalast - mit hauptsächlich Billardtischen und Spielautomaten. Sounds like a perfect Saturday night. Also drin ein paar Locals um Tipps gebeten. Citymarket bzw. v.a. The Office. Okay. The Office von aussen ziemlich edal aufgezogen, aber keine Sau da. War schon 11pm und um 2am müssen die Dinger ja zu machen. Okay, gehen wir also im Citymarket zuerst einen heben, wenn's hier erst so gegen 12 los geht. Dort auch alle Bars wie ausgestorben - this is like a ghost city, man! Nur eine Bar war ziemlich gerappelt. Aber Eintritt hatten wir ja schonmal unnötig bezahlt, also no way. War aber amüsant zu sehen, wie sich haufenweise Redneck-Nacken nach uns drehten. Mir war fast so als ob die Musik aufgehört hätte zu spielen und eine Servierdüse etwas fallen liess als die Schurken den Saloon betraten. War aber nicht so - nur ein ziemlich krasser "Those guys are not from here! Aaaaaaa! Anthraxkuriere!"-Moment. Allright, dann geht halt Matratzen und Notstromaggregate kaufen und schliesst euch zuhause ein, you morons!
Wir dachten uns dann dass wir nicht riskieren wollen, hier zu Tode gelangweilt zu werden. Man war ja vorher schon in Chapel Hill gewesen, weil Lee (aus Gründen welche ich lieber nicht erfahren möchte...) zwei Damen noch ihre Fahrausweise zurückgeben musste, aber das war wenigsten a safe bet (also Chapel Hill - wobei, bei seinem Beuteverhalten die Damen wohl auch...). 00.15 war man dort und in den verbleibenden knapp 2 Stunden schaffte man's immerhin in die Martini Bar, Player's und fast bis ins La Residence. Nach business as usual im Player's (Lee: "I'm not gonna do this. I can't dance." - Me: "Ych jo au nit, aber y machs drotzdäm, verglemmi..."; Lee: "We gotta find some girls. Come on Pascal - DO IT FOR US!!!" - Y lach jetzt no! *g*) machten ich und Jacob uns etwas später auf den Weg und waren erst so ca. 12 Minuten vor "Ende Feuer" dort. Irgendwie klar, dass die Cops am Eingang uns nicht hereinliessen. Auf etwa 3 Versuche des Schweden, sich zu erklären gab's jeweils ein ziemlich humorlos-einsilbiges "Closed!" Unser FratParty Crasher Taha machte sich dann auf die Suche nach Fratparties und Lee und ich (cool as we are) spekulierten darauf, dass das eh nix wird. Schön in der Wärme sassen wir dann, versicherten uns wie gut das doch ist hier und genossen unsere - na, was kommt jetzt? Klar doch, Quesadillas! In der Zwischenzeit waren die erfolglosen 2 bereits auf dem Weg zum Auto.
Heute war dann Kültürtag (uff, endlich erklärt der Spast den Titel...). Zuerst ins Nasher Museum of Art. War noch interessant, hat so ziemlich alles von altem römischen Zeug über Picasso und modernes Zeug (die angeschriebenen Erklärungen für die dahintersteckenden hochintelligenten Gedankengänge waren äusserst amüsant, obwohl bedauerlicherweise todernst gemeint) und für Giacometti (süss wie der Ami seiner Alten mit der natürlich völligen kreuzfalschen Aussprache zu imponieren versuchte) untypische Sachen (e.g. "Spoonwoman"). Trotzdem war ich in ca. einer halben Stunde durch, aber den Besuch war's wert. Ist ja auch gleich um die Ecke und kost nüscht. Gerade eben komm' ich vom Kinobesuch (1 Dollar für Studis) zurück: hätte nicht gedacht wie unglaublich lustig bzw. u.U. beinahe satirisch "40 year old virgin" ist. Aber was fällt denen ein, zu behaupten Asia zu hören sei gay! Pah! Zum Glück spuckte mein Ipod auf dem Nachhauseweg ziemlich bald aus Protest "Heat of the Moment" aus. Ich möchte mit meinem Lieblingszitat aus dem Film schliessen. Das lautet so oder ähnlich: "I LOVE women! I respect them so much I completely stay away from them!"

RICHTIGSTELLUNG
Man soll sich ja von Leuten, die der Welt Lederarmbänder und rosa Jäckchen bescheren, nicht zu sehr beeinflussen lassen, aber um den mitunter durch diesen Ort entstehenden Eindruck zu verwässern, mein Leben hier drehe sich nur um Ausgang und sondergleichen, hier eine Übersicht über den akademischen Status Quo bzw. die abzuliefernden Leistungen.

1. Lobbying Congress
6 Journal Entries à 250 Wörter - 5 gemacht
1 Gruppenvortrag inkl. Paper und Zusammenfassung - gemacht
Final Paper, double spaced, max. 12 Seiten (due date: 6. März, Vorwärts Marsch...) - 3 Seiten geschrieben

2. Strategy and Public Policy
4 Case Write Ups à 3 Seiten - 2 gemacht
Final Paper à 10 Seiten (due date: 3. März) - Struktur vorhanden, Treehugger Mindset noch zu entwickeln...
Kurze Präsentation über einen Case (zusammen mit Ani) - Termin zugewiesen bekommen, letzter Sonntag vor Abflug

3. Biotechnology
Jeden Dienstag kurze Assignments von 1-3 Seiten (Molekül in Phase 1 Trial aussuchen, competitive analysis, Finanzierungsstrategie, Versuchsreihe inkl. Budget designen etc.), bzw. "Problem Sets". Waren bis jetzt ziemlich gut, obwohl ich das letzte Ding alleine gemacht habe. Bei den anderen lief das Modell nicht und ich hatte schon alles gelöst im Glauben, das sei einzeln zu lösen. Hätten sie's wenigstens richtig angeschaut wär's ohne Flüchtigkeits- Tippfehler ein perfect score gewesen...
Bis 6. März Final Paper - Zusammenfassung der bisherigen Teil + zusätzliches Zeug (ethics + intellectual property issues)

09 Februar 2006

Presentation Day

Heute war's also soweit in "Lobbying Congress": zuerst in Stunde 1 unsere sensationelle Super Bowl Show über Term Limits (CD erhalte ich dann voraussichtlich Montag - y'all be able to see at least our presentation and tell me how this is soooooo not funny), anschliessend in Stunde 2 meine kurze Sequenz über das politische System der Schweiz.

Nachdem ja die feuchte Videoaufnahme-Veranstaltung am Dienstag im vollen Tenu (HemdAnzugKrawatte) zu bestreiten war hatten wir uns auf ein ähnliches "Moderatoren-Outfit" geeinigt: Jeans und eben oben das ganze Programm. Also das mittlerweile trockene Hemd trotzdem der Hoffnung halber in den Tumbler geschmissen. Sah zwar immer noch aus wie wenn es eine Kuh stundenlang wiedergekaut hätte, aber das passt ja irgendwie zumindest zu Presentation No. 2.
In der Pause dann zum wiederholten Mal jemand der uns zum Speed-Dating-Sanford-School-of-Public-Policy-Fundraising-Event überreden will. Ich halte entscheidungsfreudig and meiner "no way" Haltung fest und sorge so zumindest für Klarheit, während beim Rest das heitere "wenn-du-dann-ich-auch" Herdenverhalten einsetzt. Süss. Schliesslich steht die arme Frau etwa 15 Minuten herum und verschwendet ihre Zeit, während die Herren halbherzig debattieren und herumdrucksen. Die Werberin (scheinbar brauchte man noch 3 männliche Wesen umd das Ding zu "füllen") seufzt dann kurz: "I'm learning so much on men doing this" - klar, wir sind doch eigentlich relativ einfach gestrickt, verglichen mit der Gegenseite, ist also keine abenfüllende Veranstaltung. In der Zwischenzeit hat irgendein Windstoss etwas gegen mich und weht den (halbwegs..) leeren Pappteller, auf welchem Mattias seine Hackfleischfüllung für die Tacos hatte auf meinen Anzug. Thx.
Der Vortrag läuft dann wirklich gut, auch wenn mir meine Videosequenz vor lauter "I mean, in the end, I mean, in the end etc. und wait, I gotta check my game plan real quick" mittlerweile echt zum Hals heraushängt. Den Leuten gefällts jedenfalls und auch Prof. Ted meint "very good". Nach einigen Fragen meldet sich dann eine sichtlich geschockte Dame (what else?!) zu Wort, stellt zuerst eine seriöse Frage und meint dann: "Aber sag mal, wusstest du eigentlich, dass die dir den ganzen Kübel Wasser überleeren würden?!". Fo shizzle! I'm the toughest guy around, aight?!
Auch Runde 2 läuft glatt und mein Schweden-Switzerland-Gag mit dem imaginären Praktikant, welcher auf Folie 1 die Länder bzw. ihre Klischees verwechselt hat wird von den eigentlich "Angesprochenen" wohlwollend-belustigt quittiert. Anschliessend stellt man sich im Panel mit den Vertretern von "Ukraine", "Brasilien" und "Indien" den interessierten Fragen der 55 anderen Studis. Frage 1 natürlich an mich - Gruppenmitglieder zählen doch auch, nicht? Zum Abschluss dann Frage 2 von Haynes, dem Einzigen der mit mir in 2 Kursen ist: "Also ich weiss nicht ob das noch so ist, aber so vor 8 Jahren oder so war's doch bei euch so, dass man in der Wirtschaft nur etwas werden konnte, wenn man auch im Militär Karriere gemacht hat". Leicht belustigt (aber man kann ihm ja schlecht sagen, dass die 8 Jahre wohl etwas kurz gegriffen sind und immerhin schon sehr respektabel das zu wissen) erzähle ich darauf, dass man halt immer die Bachelis weitermachen lässt: früher weil sie richtig hiessen, heute weil alle Vernünftigen eine gescheite Ausrede parat haben. Nach weiteren Ausführungen meinerseits über gewisse Abschaffungstendenzen und den Charakter des Militärs als Subventionsvehikel für Randregionen und deren Beizen ist dieser intensive Unitag dann zu Ende und die Klasse wohl massiv gescheiter.
Beim Zurückgehen dann wohlwollende Kommentare ("a new star is born", "great job, man") und verbales bis richtiges Schulterklopfen der mir einigermassen bekannten Leute. Mein netter Sitznachbar Steven will dann wissen wie oft ich mir denn den verkörperten Footballkommentator Terry Bradshow angeschaut habe. Ich entgegne, dass meine Suche nach Videos nicht gefruchtet habe und ich deshalb halt "einfach mal so gemacht" habe. Okay, aber wer hat mir denn erklärt, wie das spezifische "mit dem Stift fuchteln" geht. Öhm, niemand, war mir gar nicht bewusst - aber umso besser. Er meint dann ich sei ein "natural actor" und vielleicht liegt er da gar nicht so falsch. Da läuft euch schon good ol' Prof. Ted die Treppe hoch. Sein Zeigefinger trifft mich. Da passiert es. Der Mann, der immer wieder neue Wege findet meinen Nachnamen auszusprechen starrt mich an. Sein Zeigefinger trifft mich wie ein Bannstrahl. Sein Mund öffnet sich. Tülli stockt der Atem. In diesem Moment verlassen die magischen Worte "Pascal. Good job!" sein Sprechorgan. I agree, excellence.
Als ich dann gemütlich nach Hause zotteln will, hält ein Wagen und Natasha (Fragerin 1) fährt mich einfach mal so nach Hause, obwohl sie wohl gar nicht hier durch muss. People are so nice here.

ps: Chad hat im Duke-Shop irgendwelche Teufelshelme aus Schaumstoff oder so was entdeckt und ist völlig überzeugt davon, dass wir das, kombiniert mit blauer Gesichtsbemalung, am nächsten Spiel durchziehen sollten. Are u kidding me? Get a life!!!

pps: Ein First Year MBA'ler plant offensichtlich einen Austausch in St. Gallen und will sich nun mit mir unterhalten. Mache ich natürlich gerne, schliesslich würde so wohl für zukünftige HSG'ler hier wieder ein Spot frei, aber ich weiss nicht ob er immer noch gehen will nachdem was ich ihm so zu berichten haben werde.

08 Februar 2006

Supa-Dupa Bowl

Wie im letzten Post angekündigt ging's Samstags in den Ausgang. Nach dem obligaten Besuch im Martini's ging's zu (unserer) Premiere ins "Player's" - eine Disco welche ihrem Namen durchaus gerecht wurde. Am Start waren ich, Lee, Mattias (dieses Mal als Fahrer - verglichen mit seinen Skillz kann man mich durchaus als absoluten Spitzenfahrer bezeichnen, aber jetzt ist Taha ja zurück. Hätte er einen TKKG-Pulli wäre er zudem eine ziemlich gelungene Kopie von Nico inkl. Hände-Reiben.) und "Opa" AJ (der weise alte Mann mit den abgedroschenen Chauvi-Sprüchen).
Letzterer hatte dann auch nicht gross Lust, im Players ein zweites Mal anzustehen und versorgte uns mit je zwei Flaschen Bier (bzw. dem was die hier halt so dafür halten). Dies sollte sich noch als verheerend herausstellen und zwar nicht bzw. nicht in erster Linie der Alkmenge sondern logistiktechnischen Überlegungen wegen. Als der Verfasser dieser Zeilen nämlich auf der Tanzfläche einer heimtückischen Arschkneif- und Rubbelattacke irgendeines offensichtlig ääääääusserst primitiven (und bei der Auswahl scheinbar extremstens verzweifelten) Geschöpfes ausgesetzt war, verhinderte diese Konstellation nämlich jede Form von Reaktion whatsoever. Ich suche nun weitere Mitglieder für meinen maskulinistischen Verein gegen die Ausbeutung des männlichen Geschlechts - es kann nicht angehen, dass solch hochanständige Persönlichkeiten wie meine Wenigkeit als williges Stück Fleisch betrachtet werden und ihr Drang zum Bier von notgeilen Weibern derart schamlos ausgenutzt wird!
Item, einen lauten Lacher meinerseits gab's dann zum Abschluss auch noch. Lee wollte noch kurz seiner "Eroberung" vom Donnerstag hallo sagen. Also Auto abgestellt, und, von AJ begleitet, rasch in einem Schnellimbiss in welchem sich die ominöse Person aufhalten sollte vorbeigeschaut. Wenig später kommt ein völlig geschockter AJ zurück (aufmerksame Leser dieser Rubrik werden das nun verstehen) und meint: "Man, that guy Lee, he's not swinging in the rough, he's far out somewhere in the jungle!". Es dauerte nicht lange, da steigt auch ein völlig verstörter Lee ein und zeigt sich ob meiner diplomatischen Fähigkeiten bzgl. Beurteilung beeindruckt. Dabei war's doch an jenem Abend gar nicht dunkel. Ach ja, gemäss AJ bin ych übrigens "cool as a cucumber".

Sonntag: Vorlesung, Super Bowl.

Montag: Falls da was Spezielles bzw. Erzählenswartes passiert ist hab' ich's vergessen. Die obligaten Quesadillas inkl. Sünnele waren jedenfalls einmal mehr köstlich.

Dienstag: Neben 4h Vorlesung hauptsächlich für Arbeit am Vortrag in "Lobbying for Congress" aufgewendet. Es geht darum, den Leuten die Debatte um "Term Limits" näher zu bringen, und dazu werden wir eine Art Super Bowl Berichterstattung inkl. Pre-Game und Half-Time Show aufbauen. Also haben wir einige Reden, Werbespots von Interest Groups und Interviews gespielt und auf Video aufgenommen, welche wir dann als 4er-Team im "Studio" kommentieren und analysieren können. Ich spiele dabei den "Coach" der Demokraten, Dick Gephardt (ja, die Debatte ist offensichtlich nicht unbedingt topaktuell). Irgendeiner hatte dann die Eingebung, dass dem siegreichen Coach ja denn jeweils der grosse Gatorade Kübel mit dem Eiswasser drin in den Nacken geleert wird. Was nun kommt könnt ihr euch selber denken - man, those guys had a heck of a laaaaaugh und ich mein neues Hobby gefunden: vor Basketballspielen durchnässt werden. Ich muss natürlich schauen, dass ich von Werbespots und Schlussinterview Kopien kriege - die ganze Sache ist einfach sensationall gut. Best Vortrag ever - schlägt mein am gleichen Tag zu haltende Einführung in das politische System der Schweiz knapp. Schlichtweg weil den "Schweden-Gag" eh keine Sau checkt, aber hauptsache ich hab' meinen Spass dabei.
Abends dann Übertragung des Spiels gg. den lokalen Erzfeind der University of North Carolina @Fuqua inkl. Free Food und dem grässlichen Bierzeugs. Früh in der zweiten Halbzeit geht man mit 17 Punkten in Führung. Dem gegnerischen Coach platzt der Kragen, er wechselt die komplette starting five aus. Tülli denkt sich: okay, let's go for +20. Denkste, plötzlich liegt UNC mit 5 Punkten vorne. Am Schluss hat man's dann trotz weiteren haarsträubenden Fehlern dank Scharfschütze JJ Redick doch noch geschafft. Welch ein historisches Game - und auswärts gewonnen!

Morgen startet zudem der Vorverkauf für ein Konzert in der Basketball-Halle im April feat. FRANZ FERDINAND!

04 Februar 2006

Pfletschness pliiis

Bevor wir zum tieferen (?) Sinn jenes Ausdrucks aus dem Titel (soweit ich mich erinnere die ersten Worte "Englisch" welche mir Muttern einmal "beigebracht" hat) kommen, zunächst ein kurzer Rückblick in chronologischer Abfolge:

Donnerstag: Da ich Freitag Morgens ja keine Uni hatte war klar: let's go to Chapel. Da Taha (Job Interview) und Jacob (driving there BY CAR - u insane man!) in NY waren fehlte uns aber irgendwie ein Fahrer. Nachdem wir genug Spaghetti Bolognese (selber "gekocht"...), Sam Adams und Wodka hinter uns gebracht und das lustige "schau, das ist Kumpel xy" mit dem Laptop gespielt hatten fruchtete Lee's Herumtelefoniererei schliesslich: good ol' Hiren would drive us there and zurück (thank you soooo much man!). Bekleidet mit meinem Gratis-am-Davis-Cup-gekriegt bünzligen "Hopp Schwiiz!" Shört ging's also in die berüchtigte Martini Bar, nachdem wir auch noch kurz bei Hiren Halt gemacht hatten (da gab's auch noch Bier - wohl um die 3 Minuten warten zu überbrücken oder so...). Dort traf man dann wieder einmal die UNC-Fandelegation (wenn ich mich recht entsinne mit einem "I'm dying to see you next blog update" Shört, right?) mit Kollegin. Ich wunderte mich dann weshalb mir Lee Letztere dann wiederholt "vorstellte", bis sich schliesslich herausstellte, dass er ständig ihren Namen vergass, nie richtig verstand oder whatever - aber ich konnte da aufgrund des mir eigenen "System Durchzug" auch nicht helfen. Nach dem einen oder anderen Stockwechsel traf man dann noch Erin. Erstaunlicherweise war die Dame für ein amerikanisches Mädel nicht nur des Italienischen (I don't care...), sondern auch der Sprache der Dichter und Denker mächtig und verstand sogar einen von mir intonierten Satz auf Baseldeutsch. I'm still impressed - thx Lee for getting her number (did that for me, right?). Kurz vor Zapfenstreich zog man mit den Spaniern und anderen Leuten der Business School noch in "La Residence" - ziemlich krasser Unterschied zum Martini Bar Loch, pretty nice. Lee machte sich derweil daran, seine "Leftovers" (Typus: tiny'n'drunk) Promisse zum wiederholten Male in die Tat umzusetzen.

Freitag: Ziemlich gelitten. Andere (namely Lee) behaupteten es gehe ihnen prächtig. Nichtsdestotrotz war er sich nicht ganz sicher, wie die gestrige Dame vom Abschluss denn so gewesen sei. Da fragt man natürlich wen? Mich. Aight. Ich beschied ihm er habe stagniert. Besorgniserregender war da schon, dass er sich nicht im Entferntesten an Erin erinnern (play of words?) konnte und mir nicht glaubte, dass er sie um ihre Nummer bat, ehe er tatsächlich einen entsprechenden Eintrag auf seinem Handy entdeckte. Pretty scary. Nach den spicy chicken wings am Fuqua Friday ging man wieder ins Loft und zog sich so ziemlich die ganze zweite Staffel der UK-Version von "the Office" zu Gemüte. Pretty Low Key also, aber der Donnerstag hatte seine Spuren hinterlassen, vor allem aber stand ja Samstag vor der Tür.

Samstag (as I just said...). Ziemlich verrückt, um 7 aufzustehen, aber tja. Chad kam auch mit und so war man um 8 ca. dort, 4 Stunden vor Tipp Off. Trotzdem waren schon 20 Leute da, aber das sollte eigentlich reichen. Aber warum hatten die denn alle Schirme dabei? Nun denn, wir sollten das in den nächsten 240 Minuten schon noch selber merken. Man hatte jedenfalls grundsätzlich eine lustige Zeit mit den anderen Leuten dort. Chad positionierte sich dann als grösster Duke Fan in Australien bzw. teilte das allen so mit und intonierte voller Inbrunst "Raindrops keep falling on my head". Und als wir dann so richtig durchtränkt waren von den massiven Regenschauern teilten die Girls vor uns (Sky und Whatever-her-name-was) gar ihre Schirme mit uns, aber gebracht hat das eigentlich nix mehr. Sweet. Meine Materialien für das Gruppenmeeting danach waren trotzdem as wet as it gets. Da der Eintrag eh schon viel zu lange ist nur wenig zum Spiel: war wirklich cool, Duke spielt scheisse und gewinnt trotzdem (wie wir es aus dem Fussball kennen wird man so Meister). Immerhin bekamen wir so viel Spannung, gute Stimmung und gar eine Verlängerung zu sehen. Nur doof dass gerade an DIESEM Spiel natürlich aufgrund der frühen Zeit uns ausbleibender Undergrads so ziemlich jeder (mind. über 100 aus der Walk Up Line) hereingelassen wurde - wieso war ich denn schon so früh da im strömenden Regen? Naja, hauptsache ich war drin, um es mit Bobbele zu halten. Ich hab' nun auch ein paar lustige Filmchen mit meinem Fotoapparat gemacht. So finde ich es bei der Aufstellung der gegnerischen Mannschaft irgendwie lustiger als im Joggeli indem die ganze Stadion einfach winkt und begrüsst: "Hi Jason!", etwas im Stil wie wenn man Forrest Gump auf der Strasse begegnen würde.

Nach dem Spiel machte sich in Chads Augen dann ein irres Glitzern breit. Er habe noch ein Ziel im Leben: ein Foto mit ihm und dem Maskottchen der Blue Devils. Mir wurde die Ehre zugetragen, auf den Auslöser zu drücken, während er inmitten von lauter Knirpsen anstand und dabei dann halt so gutmütig war (can't go before THAT kid!), dass sich das Prozedere ewig in die Länge zog. Naja, hab ich als 9jähriger mit den Turtles in Disney World ja auch gemacht. How old is he now? Jedenfalls war er sehr glücklich ("Now I've lived!"). Süss. Gegen 3 könnte man dann schon nicht mehr so nass aber überglücklich (tick!) die erste unvernünftige Nahrung zu sich nehmen und da war natürlich ein simples Menu nicht genug (photographisch festgehalten am Ende - there's some sort of green stuff in it though. Hi Mom!)

Wer auf der Festplatte noch 6MB frei hat und begreift, wie man im folgenden Link vorgehen muss (runterscrollen, auf "free" klicken, kurz warten, "Bitte xy hier eingeben" befolgen - there you go) kommt in den zweifelhaften Genuss einer kurzen Sequenz starring "Crazy Towel Guy": http://rapidshare.de/files/12578227/Crazy_Towels.mpg.html

Chad's Bericht

Noch ein paar restliche Fotos. Oben übrigens zuerst das "Loft" der 3 Jungs, dann beim Töggele links Hiren und rechts Mysterious Lee. Guess I'm going out now.

01 Februar 2006

Traditionen

Wie jeden Dienstag (ich hab' meinem Flatmate mittlerweile klar gemacht, dass spätestens beim zweiten Mal lt. Basler Gesetz alles Tradition ist und so spricht er nun brav vom "traditional Tuesday") ging's gestern mit Chad zum Armadillo Grill. Meine ausgiebige Erfahrung in dem Laden erlaubt es mir mittlerweile, gewisse Präferenzen zu entwickeln. Quesadillas mit Steak oder (weniger häufig) Cheese sind somit Pflicht und werden dann jeweils mit etwas anderem (Enchilladas, Chips, Fajitas, Burrito etc.) abgerundet. Derweil konnte man sich von Doppelschorsch's unsäglicher State of the Union Rede berieseln lassen. Später geht's runter um Taz Gesellschaft zu leisten (den es so richtig angeschissen hat als 15 Minuten vor Zapfenstreich noch eine Meute Leute hereinkamen) und diverse Biere auszuprobieren (notgedrungen, mein Newcastle Brown Ale war aus, aber das belgische Starkbier eigentlich auch okay) und den armen Mann mal etwas aufzuklären, was denn so ausserhalb seiner Durham Welt abgeht. Ich denke mittlerweile hat er aber verdaut, dass ich kein Holländisch kann. Zudem auch nett, dass er mir immer in voller Absicht (auf Nachfrage bestätigt, man ist ja ehrlich) ein Bier von der Rechnung streicht (kein Wunder bei dem Trinkgeld...).

Dass sich mein Flatmate zu meinem grossen Vergnügen sehr leicht aus der Fassung bringen lässt ist ja eigentlich nichts neues. Gestern nun entdeckte ich einen zweiten Pfad neben dem altbekannten ("Don't you EVER sing again!!!!!"): das Intonieren von Didgeridoo-Geräuschen führt unmittelbar zu Weissglut-Zuständen und starkem Amusement meinerseits. Etwas aufwändiger war denn folgende (nahezu wortwörtlich protokollierte) Konversation auf dem Nachhauseweg:

Me: U C? I copied that! I mean: saying "thanks" to the bus driver when getting out!
Him: You copy everything! Like eating nuggets after drinking! (Das macht er IMMER und ich hab' ihn deswegen immer aufgezogen - nun ist er saumässig stolz, dass ich gestern mitgemacht habe und führt "Pascal eating Nuggets after drinking - priceless" in seinem MSN-Namen...)
Me: I wasn't talking 'bout copying YOU! It's, like, everybody else who inspired me.
Him: But that's how we always do it in Australia. Like with taxis drivers etc.
Me: Taxis are a different thing. And Australia doesn't count. After all, that's just a bunch of felons trying to overcompensate for their sins. Wauuuuuuuuuuuuu (Didgeridoo, no?)
Him: U are a fool.
Me: No seriously now, I am truly impressed by your pride in your country and your intensity in defending it.
Him: (pretty happy)
Me: Really, see, there's nothing to be proud of and you still manage to do it. Amazing!
Him: (Middle Finger)
Me: What was the song you wanted me to sing again? "Somebody told me..."

Ich finde den Gedanken übrigens sehr interessant, dass ich wohl jeweils nach Hause komme wenn in der Schweiz zur Arbeit aufgestanden wird. Wenn man dann noch dazu addiert, wie ich heute herrlich im Park die Sonne genoss, meinen Lunch verdrückte und in der Studentenzeitung blätterte kann man die Heimatfront eigentlich nur bemitleiden - aber eure Zeit wird ja auch noch kommen. Some time.

Für's nächste Jahr scheint's keine HSG-Plätze hier zu geben, wobei mir mittlerweile von offizieller Seite bestätigt wurde, dass das nix mit mir zu tun hat, sondern schlichtweg damit, dass sich scheinbar nicht genug Amis finden lassen, die genug doof sind, das Leben hier mit dem in der Schweiz einzutauschen, also friert man halt die Plätze ein bis sich das wieder annähernd ausgeglichen hat.

I was basically saying...
How I was being mean to my flatmate again, that I'm responsible for Fuqua freezing the exchange with St. Gallen and how great life is.